Zum Warenkorb
Zum Warenkorb
Willkommen bei GRINspiration, dem Online-Magazin für Studierende! Bei uns findest du alles, was du in der Uni nicht lernst: Tipps und Tricks zum Schreiben und Formatieren einer Hausarbeit, Lernhilfen und Kurzzusammenfassungen zu Themen, die dir im Studium immer wieder begegnen werden.
Du befindest Dich hier: Magazin So nutzt du das kulturelle Angebot deiner Stadt
Alle Artikel
Bild von einer Person, die im Scheinwerferlicht auf einer Bühne steht
25. März 2022 • Lesedauer: 8 min

So nutzt du das kulturelle Angebot deiner Stadt

Du möchtest das kulturelle Angebot deiner (neuen) Unistadt kennenlernen? Dann halte die Augen offen und finde die passende Veranstaltung für dich!

Was dich erwartet:

Das Wichtigste vorweg:

  • Nutze Studierendenrabatte.
  • Veranstaltungen sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und den einegen Horizont zu erweitern.

Nahezu jede Stadt bietet dir im kulturellen Bereich eine vielfältige Auswahl. Gerade in Unistädten, in denen viele junge Menschen aufeinandertreffen, finden regelmäßig studentisch organisierte oder professionelle Lesungen, Theateraufführungen und Konzerte statt. Hinzu kommen Museen, Kinos, Zeitausstellungen, performative Aktionen und Kulturfestivals. Doch wo findet man all diese Angebote und wie kann man auch mit geringem Budget daran teilhaben? Wir helfen dir bei der Suche nach spannenden Veranstaltungen und geben dir ein paar Geheimtipps.

Wo finde ich Veranstaltungen in meiner Stadt?

Bevor du losstarten kannst, musst du dir natürlich erstmal einen Überblick verschaffen, wo etwas stattfindet. Das ist oft gar nicht so leicht, denn gerade Großstädte bieten jeden Tag eine Vielzahl an Angeboten, die teilweise gar nicht auf den offiziellen Seiten der Stadt gelistet sind. Dennoch kannst du dir hier zunächst einen ersten Eindruck verschaffen. Es reicht aber auch schon, Begriffe wie „Theater“ oder „Museum“ und den Städtenamen bei der Recherche einzugeben, um einen Überblick über die großen und kleinen Kulturorte zu erhalten. Über die Homepages der jeweiligen Kulturhäuser oder Veranstalter:innen findest du dann detaillierte Informationen und kannst dich über Inhalte, Preise und Uhrzeiten informieren. Außerdem findest du bei der Recherche oft verschiedene Rezensionen von Zeitungen oder Onlineplattformen zu einem Stück, einer Lesung oder einer Ausstellung, die dir einen Eindruck davon vermitteln.

Neben diesen offensichtlichen Recherchemöglichkeiten solltest du aber auch außerhalb des Internets die Augen offenhalten, um auf spannende Angebote zu stoßen. Schau dir doch mal eine Litfaßsäule genauer an. Hier findest du zahlreiche Ankündigungen von Aufführungen, Ausstellungen und Auftritten, die meist nur für einen begrenzten Zeitraum oder an einem bestimmten Tag stattfinden. Außerdem bekommst du hier gleich einen Eindruck, an welchen Orten Kultur zu finden ist. Wenn du erstmal ein Theater, ein Museum oder einen privat geführten Veranstaltungsraum entdeckt hast, das oder der dich von den Themen und dem Stil her interessieren könnte, kannst du ja weiterrecherchieren und dir das passende Stück, die passende Ausstellung und so weiter heraussuchen.

Die wohl wichtigste und oft auch erfolgversprechendste Möglichkeit, um die Kultur in deiner Stadt zu entdecken, ist und bleibt die persönliche Empfehlung. Hör dich doch mal in deinem Freund:innen- und Familienkreis oder auch unter deinen Kommiliton:innen um. Vielleicht hat jemand einen Tipp für einen tollen Veranstaltungsort oder eine konkrete Veranstaltung, die in nächster Zeit noch verfügbar ist. Das hat gleich mehrere Vorteile: Du kannst den Geschmack deines Umfelds gut einschätzen und weißt, ob die Vorschläge auch zu deinen Interessen passen. Zudem kannst du dir hier relativ sicher sein, eine ehrliche Meinung fernab von der Werbung der Veranstalter:innen zu bekommen, die ihr Angebot natürlich in ein möglichst positives Licht rücken. Außerdem hast du unter Umständen direkt eine Person, mit der du zu Veranstaltungen gehen kannst. Vielleicht findet ihr so sogar eine gemeinsame Leidenschaft und du gewinnst eine regelmäßige Begleitperson für das Theater, die Oper oder das Museum.

Studierendenrabatte nutzen

Theater- und Opernaufführungen sind viel zu teuer für deinen schmalen Geldbeutel? Nicht unbedingt! Denn die meisten großen Theater- und Opernhäuser bieten Studierendenrabatte an, die im Vergleich zu den regulären Kartenpreisen unschlagbar sind. In Deutschland gibt es zahlreiche Stadt- und Staatstheater, die von der jeweiligen Stadt oder dem Bundesland subventioniert werden. Das bedeutet, dass die Theater sich nicht komplett selbst finanzieren müssen und die Möglichkeit haben, stark vergünstigte Karten an Studierende zu verkaufen. Aber auch privat geführte Theater oder Musicalgruppen bieten häufig Vergünstigungen an, die mal mehr und mal weniger hoch ausfallen.

Ein weiterer Vorteil, den Studierende oft haben: Während die anderen Theatergäste für verschiedene Platzkategorien unterschiedlich hohe Ticketpreise bezahlen, können Studierende oft für einen festen Studierendenpreis einen Platz in den besten Kategorien buchen. Es kann also durchaus sein, dass du für 8 oder 10 Euro in der ersten Reihe sitzt – eine Kinokarte ist im Vergleich sogar oft teurer. Einen Studierendenrabatt kannst du aber natürlich nicht nur im Theater oder der Oper bekommen. Auch Museen, Kinos und einmalige Veranstaltungen wie Lesungen bieten oftmals Vergünstigungen an. Informiere dich auf der Homepage oder frage beim Ticketkauf nach!

Geheimtipp Univeranstaltungen

Nicht nur die großen, öffentlich oder privat geführten Kulturhäuser bieten dir eine Vielzahl an Angeboten. Auch an der Uni kannst du spannende Veranstaltungen entdecken. Viele Unis haben eine oder sogar mehrere studentische Theatergruppen, die regelmäßig und oft auch an ungewöhnlichen Orten auftreten. Daneben werden Konzerte, Poetry Slams, Kunstausstellungen und andere Veranstaltungen organisiert, die in der Uni oder in deren Nähe stattfinden. Achte auf Flyer und das schwarze Brett, um hier nichts zu verpassen. Gerade in den Geistes- und Kunstwissenschaften sind oft viele aktive Studierende zu finden, die gerne das kulturelle Angebot der Stadt erweitern und dabei sehr frei und experimentierfreudig sind.

Die Veranstaltungen sind auch der optimale Icebreaker, um Kontakt zu Kommiliton:innen zu knüpfen. Frag doch einfach mal herum, wer Lust hat, dich zu begleiten. Wenn du zu schüchtern bist, jemanden persönlich zu fragen, kannst du auch ganz unkompliziert in euren Uni-Gruppenchats oder auf den Facebook-Seiten der Uni oder Fakultät schreiben. Es findet sich bestimmt eine Person, die mit dir hingehen möchte. Und vielleicht hast du sogar selbst Lust, in die studentische Theatergruppe einzutreten oder eine Veranstaltung mitzuorganisieren? Hier kannst du dich einfach an die Veranstalter:innen oder die Fachschaft eines engagierten Studienganges wenden und fragen, ob noch ein Platz für dich frei ist. Auf diese Weise kannst du das kulturelle Angebot deiner Stadt mitgestalten und findest Anschluss zu vielen anderen Studierenden, die die gleichen Interessen teilen wie du.

Geheimtipp Kulturfestivals

In größeren Städten gibt es oft eine Vielzahl an Kulturfestivals aus den unterschiedlichsten Kunstbereichen. Du interessierst dich für Theater, Tanz, Filme, Musik oder Bücher? Dann schau doch mal, ob in nächster Zeit ein Festival aus diesem Bereich in deiner Stadt angekündigt ist. Die Festivals erstrecken sich meist über einige Tage bis zu mehreren Wochen und finden jährlich oder im Zwei- oder Dreijahresrhythmus statt. Sie geben nationalen und internationalen Künstler:innen mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen eine Plattform. Hier hast du die Chance, über den Tellerrand hinauszublicken und neue Kunstformen, Themen oder Künstler:innen kennenzulernen.

Oft kosten Einzelkarten für Studierende nur wenig oder es gibt die Möglichkeit, ein Ticket für einen oder mehrere Tage zu kaufen. An diesen kannst du dann völlig in den Bereich eintauchen und dir gleich mehrere Filme, Theater-/Tanzaufführungen oder Lesungen anschauen. In meinem Studium der Theaterwissenschaft habe ich im Rahmen einer Uniexkursion zu einem Theaterfestival in zwei Wochen über 30 Stücke angeschaut! Eine fordernde Zeit, die ich aber nicht missen möchte. Natürlich musst du dir nicht gleich das komplette Festivalprogramm ansehen. Aber behalte die Festivals in deiner Stadt auf jeden Fall im Auge und trau dich, auch mal etwas anzusehen, von dem du noch nie gehört hast.

Kultur zum Anfassen

Kultur ist verstaubt, teuer und nur etwas für ältere, wohlhabende Leute? Keinesfalls! Wie du an diesem Artikel merkst, gibt es gerade für Studierende eine Vielzahl an Angeboten. Wann sonst hast du die Möglichkeit, studentisch organisierte Veranstaltungen, die oft nicht im Internet zu finden sind, direkt mitzubekommen oder für 8 Euro in der vordersten Reihe des Staatstheaters zu sitzen? Nach meinem Studium habe ich gemerkt, wie viel einfacher und günstiger die kulturelle Teilhabe mit Studierendenstatus ist. Also nutz die Chance und nimm jede Veranstaltung mit, die dich interessiert. Die meisten davon finden nur einmalig oder innerhalb eines bestimmten Zeitraums statt und sind damit einzigartiger als jede Netflixserie. Ein weiterer Vorteil gegenüber einem Fernsehabend alleine auf der Couch: Du kannst neue Kontakte und vielleicht sogar Freundschaften knüpfen, wenn du mit Kommiliton:innen oder Bekannten ins Theater, zum Konzert oder zur Lesung gehst.

Und nun noch ein Punkt, der mir gerade in Zeiten einer isolierenden Pandemie ganz klar vor Augen geführt wurde: Kulturelle Veranstaltungen finden überwiegend vor oder mit vielen Menschen statt, die hier eine gemeinsame Erfahrung – und im besten Fall eine gemeinsame Leidenschaft – mit den Künstler:innen teilen. Das schafft eine ganz besondere Atmosphäre, die es sonst nur selten gibt und die durch nichts ersetzt werden kann.

Kulturelle Angebote – wo, was, wann und mit wem?

Wo suche ich?

  • Onlinerecherche auf den offiziellen Seiten der Stadt sowie auf den Webseiten der Kulturhäuser
  • Rezensionen in Zeitungen und Onlineplattformen
  • Litfaßsäulen
  • Flyer und schwarzes Brett in der Uni

Was gibt es?

  • Theater- und Opernaufführungen, Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Performances…
  • Staatlich oder städtisch getragene Kulturhäuser, privat geführte Veranstaltungsorte
  • Zeitweise: Kulturfestivals oder Aufführungen an ungewöhnlichen Orten im Stadtraum (z. B. Open Air oder an der Uni)
  • Professionelle oder studentische Künstler:innen und Gruppen
  • Einmalige Veranstaltungen, Veranstaltungen über einen bestimmten Zeitraum, Dauerausstellungen

Mit wem gehe ich?

  • Freund:innen oder Familie
  • (Neue) Kommiliton:innen
  • Fans der gleichen Kunstform (zu finden über die Uni oder Onlineforen)

Wie finanziere ich das?

  • Studierendenrabatte!

Buchempfehlungen zum Thema kulturelle Angebote und deren Zukunft:

Kulturinstitutionen zwischen Bildungsauftrag und Publikumsbindung. Eine empirische Untersuchung wechselseitiger Abhängigkeiten

Kulturinstitutionen zwischen Bildungsauftrag und Publikumsbindung. Eine empirische Untersuchung wechselseitiger Abhängigkeiten

39.99 €

Kunstpädagogische Perspektiven auf Digitalität. Kontext und Herausforderung gegenwärtiger Vermittlungsarbeit im Museum

Kunstpädagogische Perspektiven auf Digitalität. Kontext und Herausforderung gegenwärtiger Vermittlungsarbeit im Museum

36.99 €

Quo Vadis, Theatrum? Das Theater in Pandemiezeiten

Quo Vadis, Theatrum? Das Theater in Pandemiezeiten

£ 11.99

Dir gefällt unser Magazin? Dann melde dich jetzt zu unserem GRIN-Newsletter an!