Im Zentrum der wissenschaftlichen Debatte steht die Abgrenzung zwischen der rein rechtlichen Struktur von Unternehmen und der ökonomischen Realität von Konzernverbundenheiten. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, wie die steuerliche Behandlung von Verlusten und Gewinnen innerhalb einer Gruppe gestaltet sein muss, um eine unzulässige Steuervermeidung zu verhindern und gleichzeitig die wirtschaftliche Einheit angemessen abzubilden. Besonders komplex erweist sich dies bei der grenzüberschreitenden Anwendung, wenn nationale Steuerregimes aufeinandertreffen und Fragen der internationalen Doppelbesteuerung sowie der Harmonisierung von Konzernsteuersystemen aufgeworfen werden. Die Forschung setzt sich zudem intensiv mit verschiedenen Modellen auseinander, wie etwa der Organschaft oder der fiskalen Einheit, und vergleicht deren Wirkungsweise in unterschiedlichen Rechtsordnungen. Dabei werden oft die Auswirkungen auf die Mitunternehmerschaft sowie die Problematik der Verlustverrechnung bei Verschmelzungen thematisiert. Die Untersuchung dieser Mechanismen erfordert eine interdisziplinäre Betrachtung, die sowohl tiefes Verständnis für das Steuerrecht als auch für die ökonomischen Anreize konzerner Organisationsformen voraussetzt. Entdecke zu diesem Thema wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, die als PDF und eBook, viele auch als Print-on-Demand, verfügbar sind.