Die Geschichte der Kastraten reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, als sie in der Katholischen Kirche als Sänger eingesetzt wurden. Durch ihre einzigartige Stimme wurden sie zu Stars in der Oper und anderen musikalischen Genres. Neben ihrer musikalischen Bedeutung sind Kastraten auch in der Geschlechterforschung von Interesse, da sie als Beispiel für eine nicht-normative Geschlechtsidentität gelten. In der aktuellen Forschung werden Kastraten oft im Kontext von Queer-Theorien und Geschlechterstudien diskutiert. Fragen nach der Konstruktion von Geschlecht und Identität stehen dabei im Mittelpunkt. Durch die Untersuchung von Kastraten können Forscherinnen und Forscher Einblicke in die sozialen und kulturellen Normen gewinnen, die Geschlecht und Sexualität prägen. Du findest wissenschaftliche Arbeiten zu Kastraten als PDF und eBook, viele auch als Print-on-Demand, bei GRIN.