Informationsmanagement bei Amazon


Seminararbeit, 2007
13 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Strategie von Amazon

3 Geschäftsmodell von Amazon

4 Produkte von Amazon

5 Kunden von Amazon
5.1 Kundenzielgruppen
5.2 Kaufanreize

6 Geschäftsprozesse bei Amazon
6.1 Notwendige Geschäftsprozesse
6.2 Teilnehmende an den Prozessen

7 Informationsmanagement bei Amazon
7.1 Benötigte Informationen
7.2 Eingesetzte Informationstechnologie

8 Eigene Erfahrungen mit Amazon

9 Gefahren für das Modell von Amazon

10 Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Zentrale Geschäftsprozesse

1 Einführung

Amazon.de startete im Oktober 1998 in Deutschland. Amazon sowie weitere Verkäufer, die ihre Produkte bei Amazon listen, bieten Millionen neuer und gebrauchter Produkte an.[1] Amazon.de bietet seinen Kunden den Kauf auf Rechnung, sichere Kreditkartenzahlung, personalisierte Empfehlungen und Zeit sparende Bestellung. Kunden können bei Amazon.de Geschenkgutscheine verschicken, Artikel als Geschenke verpacken lassen und selbst Wunschzettel anlegen. Unter “Persönliche Empfehlungen“ und „Neu für Sie“ findet jeder Kunde individuelle Angebote.[2] Am bisherigen Spitzentag im Weihnachtsgeschäft 2006 bestellten Amazon-Kunden weltweit mehr als vier Millionen Artikel, über Amazon.de waren es 600.000 Produkte.[3]

2 Strategie von Amazon

Bea und Haas verweisen bei der Begriffsbestimmung der Strategie auf Ansoff: „Strategien sind Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen Erfolgs eines Unternehmens“.[4] Nach Steinmann und Schreyögg gibt die Strategie zum einen Antwort auf die Frage nach den Geschäftsfeldern, in denen das Unternehmen tätig sein soll. Damit werden bestimmte Produktmärkte, Kundengruppen oder Problemklassen fixiert.[5] Im Fall von Amazon bestehen alle Geschäftsfelder aus dem Verkauf bzw. der Vermittlung von neuen und gebrauchten Produkten. Anhand der Produktgruppen können bei Amazon Geschäftsfelder gebildet werden: Beispiele hierfür sind die Geschäftsfelder Bücher, Musik, DVD oder auch Software.[6] Die Einteilung in einzelne Geschäftsfelder mit jeweils abgeleiteten Strategien macht Sinn, da für jede Produktgruppe eine spezielle Wettbewerbssituation vorliegt.

Die Strategie gibt nach Steinmann und Schreyögg zum anderen auch eine Antwort auf die Frage nach dem Bestreiten des Wettbewerbs in den Geschäftsfeldern. Es betrifft also die Positionierung im Geschäftsfeld. Es ist dabei zu prüfen, mit welchem Konzept und welcher strategischen Stoßrichtung den Wettbewerbern begegnet werden soll.[7] Porter unterscheidet dabei drei Strategietypen: Die umfassende Kostenführerschaft, die Differenzierung sowie die Konzentration auf Schwerpunkte.[8] Bei Amazon wird die Strategie der Kostenführerschaft verfolgt. Ziel dieser Strategie ist dabei, einen umfassenden Kostenvorsprung in der Branche zu erlangen. Kostenführerschaft erfordert dabei meist einen hohen Marktanteil, d.h. alle bedeutenden Abnehmergruppen müssen mit möglichst gleichartigen Produkten bedient werden.[9] Dies ist auch bei Amazon der Fall.

3 Geschäftsmodell von Amazon

Das Geschäftsmodell enthält unter anderem eine Beschreibung darüber, welchen Nutzen Kunden oder andere Partner eines Unternehmens aus der Verbindung mit diesem Unternehmen ziehen können.[10] Im Falle vom Amazon besteht der Nutzen des Kunden daraus, sehr viele Produkte bei nur einem Anbieter schnell und einfach erwerben zu können. Außerdem soll der Kunde das Produkt zum günstigsten Preis im Internet erhalten. Den Lieferanten bieten sich weitere Distributionsmöglichkeiten, um hohe Verkaufszahlen realisieren zu können.

Ein Geschäftsmodell ist gleichzeitig auch eine Architektur der Wertschöpfung, d. h. es legt fest wie der Nutzen für die Kunden generiert wird. Diese Architektur beinhaltet eine Beschreibung der verschiedenen Stufen der Wertschöpfung und der verschiedenen wirtschaftlichen Agenten und ihren Rollen in der Wertschöpfung.[11] Bei Amazon entsteht die Wertschöpfung aus dem Handel mit einem sehr großen Produktportfolio. Amazon bildet somit das Bindeglied zwischen Hersteller bzw. Großhändler und dem Abnehmer.

Produkte können über eine Online-Plattform gekauft werden. Dabei treten auch weitere Verkäufer auf der Amazon-Plattform auf. Der Versand erfolgt entweder aus dem Amazon-Lager oder direkt vom Hersteller bzw. Großhändler.

Daneben beschreibt das Geschäftsmodell auch, welche Einnahmen das Unternehmen aus welchen Quellen generiert.[12] Das Ertragsmodell vom Amazon beinhaltet zum einen Einnahmen aus dem Handel mit den verschiedensten Artikeln. Zum anderen erhält Amazon Einnahmen von anderen Verkäufern, denen eine Verkaufs- oder Versteigerungsplattform zur Verfügung gestellt wird.

Doch wie entwickelte sich das Geschäftsmodell? Amazon war zu Beginn ein virtueller Buchhändler, der 2,5 Millionen Bücher pro Jahr verkauft hat und damit zehn Mal höher lag als der größte Buchhändler der USA. Das Unternehmen hatte praktisch keine Lagerbestände. Die Auslieferung dauerte ein wenig länger, der Kunde musste Liefergebühren bezahlen. Mittlerweile verkauft Amazon mehr als nur Bücher und hat den Funktionalitätsumfang der Websites maßgeblich erhöht.[13]

4 Produkte von Amazon

Amazon bietet den Kunden mittlerweile ein sehr breites Produktsortiment an. Ziel war es von jeher, dass Kunden bei Amazon alles finden, was sie online kaufen wollen.[14] Die Produktpallette beinhaltet unter anderem Artikel zu den Bereichen Bücher, Musik, DVDs, Elektronik & Foto, Software, Küche, Haus & Garten und Sport & Freizeit.[15] Außerdem bietet Amazon verschiedene Möglichkeiten an, damit weitere Verkäufer ihre Ware selbst auf der Amazon-Plattform anbieten können. Neue und gebrauchte Artikel können beim Amazon.de-Marketplace zum Verkauf angeboten werden. Desweiteren stehen Amazon.de-Auktionen und Amazon.de-zShops zur Verfügung. Verkäufer können dabei auf der Plattform ihren Artikel in einer Auktion oder zum Verkauf anbieten.[16]

5 Kunden von Amazon

5.1 Kundenzielgruppen

Zur Identifikation der Kundenzielgruppen können Segmentierungskriterien verwendet werden. Potentielle Kunden lassen sich über Kriterien wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildung oder frühere Käufe bestimmen. Segmentierungsmöglichkeiten ergeben sich auch aus der Situationsanalyse. Werdende Mütter kurz vor der Entbindung sind beispielsweise kaufbereit für Babysachen; Jungvermählte halten nach Möbeln und Haushaltsgeräten Ausschau. Eine weitere Segmentierungsmöglichkeit ergibt sich aus dem Lebensstil. So gibt es Kunden die Computer-Freaks, Kochbegeisterte oder Naturliebhaber sind.[17]

[...]


[1] Vgl. Amazon.de (2007a).

[2] Vgl. Amazon.de (2007a).

[3] Vgl. Amazon.de (2006b).

[4] Vgl. Bea, Haas (2005) S. 51.

[5] Vgl. Hildebrand (2001) S. 48, Bezug nehmend auf Steinmann, Schreyögg (1991) S. 129 – 131.

[6] Vgl. Amazon.de (2007b).

[7] Vgl. Hildebrand (2001) S. 48, Bezug nehmend auf Steinmann, Schreyögg (1991) S. 129 – 131.

[8] Vgl. ebd. S. 62, Bezug nehmend auf Porter (1983) S. 62.

[9] Vgl. ebd., Bezug nehmend auf Porter (1983) S. 62.

[10] Vgl. Schubert, Selz, Haertsch (2003) S. 64.

[11] Vgl. ebd.

[12] Vgl. Schubert, Selz, Haertsch (2003) S. 64-65.

[13] Vgl. Dettling, Sigrist (2004) S. 1.

[14] Vgl. Amazon.de (2007a).

[15] Vgl. ebd.

[16] Vgl. Amazon.de (2007c).

[17] Vgl. Kotler, Bliemel (1995) S. 1104.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Informationsmanagement bei Amazon
Hochschule
Hochschule Darmstadt
Veranstaltung
Information Management
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
13
Katalognummer
V92074
ISBN (eBook)
9783638060202
ISBN (Buch)
9783638950329
Dateigröße
531 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Informationsmanagement, Amazon, Information, Management
Arbeit zitieren
Dipl. Betriebswirt (FH) Alexander Sauer (Autor), 2007, Informationsmanagement bei Amazon, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92074

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