Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Symbolverzeichnis VI
1 Einleitung.1 Einleitung 1
2 Grundlagen des Asset Liability Management.2 Grundlagen des Asset Liability Management 2
Hintergründe und Rahmenbedingungen des ALM 2
Definition und Aufgabe des Asset Liability Management 3
Dimensionen des Asset Liability Management 4
Asset Liability Management Prozess 6
Überblick über die Methoden des ALM 7
3 Duration Matching als Zinsimmunisierungsstrategie.3 Duration Matching als Zinsimmunisierungsstrategie 9
Grundlagen der Duration 9
Formen der Duration 11
Duration als Maß nach Macaulay 11
Modified Duration nach Hicks 12
Konvexität 13
Portefeuilleduration 15
Duration Matching 17
Vor und Nachteile des Duration Ansatzes 17
4 Einführung in variabel verzinsliche Anleihen.4 Einführung in variabel verzinsliche Anleihen 18
Floating Rate Notes 18
Reverse Floater 19
5 Fazit.5 Fazit 22
Anhangsverzeichnis 23
Literaturverzeichnis 28
Abbildung 1: Wertverlauf einer Anleihe bei Zinsänderungen. ........................... 10
Abbildung 2: Zusammenhang zwischen Marktzins und Anleihekurs. ................ 14
Tabelle 1: Bestimmung der Duration nach Macaulay. ....................................... 11 Tabelle 2: Bestimmung der Konvexität. ............................................................ 14 Tabelle 3: Duration eines Portefeuilles. ............................................................ 16 Tabelle 4: Duplikation eines Reverse Floaters mit den Swaps. ........................ 20 Tabelle 5: Duplikation eines Reverse Floaters mit den Anleihen. ..................... 21
1 Einleitung
In den vergangenen Jahren hat die deutsche Versicherungswirtschaft eine Viel- zahl von Veränderungen durchleben müssen. Zum einen war ein Wandel der Wettbewerbs- und Kapitalmarktbedingungen zu beobachten, zum anderen ha- ben gesetzliche und aufsichtsrechtliche Vorschriften dafür gesorgt, dass auch Versicherungsunternehmen ihr Risikomanagementsystem überdenken muss- ten. 1 Infolgedessen war es nicht mehr ausreichend bei der Risikoanalyse ledig-
lich die Passivseite einer Bilanz zu betrachten. Risiken auf der Aktivseite des Versicherungsunternehmens sind für das Risikomanagement ebenso relevant. Die moderne Technik zur Bewältigung dieser Risiken ist Asset-Liability- Management (ALM). Werden diese Risiken nicht rechtzeitig gemanagt, so kann dies dazu führen, dass ein Unternehmen Konkurs anmelden muss. Ein Beispiel dafür ist der große japanische Lebensversicherer Nissan Mutual Life. Aufgrund der Niedrigzinsphase lag der Kapitalmarktzins unter dem Rechnungszins der versicherungstechnischen Verpflichtungen. Nach einem erheblichen Verlust konnte das Unternehmen 1997 am Markt nicht mehr bestehen bleiben. 2
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit der Darstellung des Asset-Liability- Management in der Versicherungswirtschaft. Der Fokus soll jedoch auf einer ausgewählten Methode, und zwar dem Duration-Matching liegen. Um die Prob- lematik des ALM darzustellen, erfolgt die Ausarbeitung in drei Schritten. Zur Einführung werden Rahmenbedingungen des Asset-Liability-Management vor- gestellt. Folgend wird anhand von Funktionen, Ausgestaltung und einigen Me- thoden der Einsatz des ALM als Instrument zur Risikosteuerung erläutert. Das darauf folgende Kapitel befasst sich mit dem Duration-Matching. Dazu erfolgt eine Konkretisierung in einzelne Formen, wie Macaulay Duration, Modified Du- ration und Konvexität. Im Anschluss daran wird die Anwendung des Konzeptes auf die Portefeuilles übertragen. Abgeschlossen wird der Themenkomplex mit der Darstellung der Vor- und Nachteile des Duration-Matching. Im letzten Ab- schnitt wird der Duration Ansatz auf variabelverzinsliche Anleihen insbesondere Reverse Floater übertragen.
1
Vgl. Eling, M. / Parnitzke, T. (2005), S. 1-2.
2 Vgl. Friese, S. / Mittendorf, T. (2003), S. 1, Melsheimer, F. H. (1998), S. 107.
2 Grundlagen des Asset-Liability-Management
Hintergründe und Rahmenbedingungen des ALM
Die Liberalisierung des EU-Binnenmarktes und die damit verbundene Interna- tionalisierung führten zum verschärften Wettbewerb auf den Versicherungs- märkten. Insbesondere in Lebensversicherungsunternehmen war Substitutions- konkurrenz durch Banken und Finanzdienstleister zu beobachten. 3 Informati-
onsquellen, wie z.B. Verbraucherzeitschriften oder das Internet gewähren den Kunden Einblick in die Versicherungsprodukte und Leistungen, und ermögli- chen einen Vergleich, der zur Verbesserung der Markttransparenz beiträgt. 4
Auch neue Anlageformen und eine Ausweitung der Produktvielfalt haben dafür gesorgt, dass nicht nur höhere Renditen erwirtschaftet werden, sondern eben- falls zusätzliche Risiken entstehen. Verstärkt wurde diese Situation durch die seit den 90er Jahren anhaltende Niedrigzinsphase. Diese löste bei den Versi- cherungsunternehmen die Unsicherheit aus, ob die zugesicherte Nettoverzin- sung weiterhin beibehalten werden darf oder eventuell gesenkt werden muss. 5
Neben den Wettbewerbs- und Kapitalmarktbedingungen haben auch gesetzli- che und aufsichtsrechtliche Vorschriften dazu beigetragen, dass die Anforde- rungen an das Risikomanagement deutlich gestiegen sind. Das 1998 eingeführ- te Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) verpflichtet alle börsennotierte Kapitalgesellschaften zu Einführung “…eines
einheitlichen Risikomanagementsystems, das bestandsgefährdende Risiken zuverlässig und frühzeitig erkennt…“ 6 . Des Weiteren sind auch die Solvabili-
tätsvorschriften, die eine Mindesteigenkapitalausstattung eines Versicherungs- unternehmens regeln, relevant. Die derzeit geltende Vorschrift, Solvency I, wird durch Solvency II abgelöst, die eine Verbesserung gegenüber bestehenden Solvabilitätsvorschriften darstellen soll. 7
3
Vgl. Heinke, V. G. (2002), S. 631, Lohse, U. / Bautista Jimelo, W. M. (2002), S. 1.
4
Vgl. Busson, M. / Ruß, J. / Strasser, W. et al. (1999), S. 628, Graumann, M. / Helmstätter, M. (2003), S. 56.
5 Vgl. Busson, M. / Ruß, J. / Strasser, W. et al. (1999), S. 628.
6 von der Schulenburg, J.-M. (2005), S. 565.
7 Vgl. Farny, D. (2006), S. 806.
Quote paper:
Helene Krämer, 2007, ALM in der Versicherungswirtschaft, Munich, GRIN Publishing GmbH
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