Die Defizithypothese ist ein wichtiger Teil der soziolinguistischen Theoriebildung und hat weitreichende Implikationen für die Bildungspolitik und die Sprachdidaktik. Sie wird oft kritisiert, da sie die sprachlichen Fähigkeiten bestimmter sozialer Gruppen als defizitär darstellt und damit eine negative Sicht auf diese Gruppen vermittelt. Im Gegensatz dazu betont die Differenztheorie die Vielfalt der sprachlichen Ausdrucksformen und ihre Bedeutung für die Identitätsbildung der Sprecher. Die Diskussion um die Defizithypothese und die Differenztheorie ist auch heute noch aktuell und wird in verschiedenen Disziplinen wie der Soziolinguistik, der Bildungswissenschaft und der Sprachdidaktik fortgeführt. Du findest wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema als PDF und eBook bei GRIN, viele auch als Print-on-Demand.