Zentraler Streitpunkt der Forschung ist die Abgrenzung zwischen der regulären Haftungsbeschränkung und den Tatbeständen, die ein Durchgreifen auf das Privatvermögen der Akteure rechtfertigen. Hierbei spielen Konzepte wie die Existenzvernichtungshaftung oder die Haftung bei Unterkapitalisierung eine entscheidende Rolle. Diskutiert werden insbesondere die dogmatischen Grundlagen, die Frage der Verhältnismäßigkeit sowie die praktische Anwendung der Rechtsfiguren zur Vermeidung von Gläubigerbenachteiligungen durch eine missbräuchliche Nutzung der Rechtsform. Neben der klassischen Ausgestaltung im deutschen Gesellschaftsrecht werden auch internationale Ansätze wie das Konzept des Piercing the Corporate Veil betrachtet. Die wissenschaftliche Debatte umfasst dabei sowohl die präventive Funktion des Kapitalerhaltungsschutzes als auch die Sanktionierung von verantwortlichem Fehlverhalten. Forschungsfragen beschäftigen sich zudem mit der Entwicklung der Rechtsprechung und der Abgrenzung zu deliktischen Haftungsansprüchen oder der allgemeinen Organhaftung. Entdecke wissenschaftliche Arbeiten zur Durchgriffshaftung bei GRIN als PDF, eBook oder in vielen Titeln als Print-on-Demand.