Die historische Forschung zu Persönlichkeiten namens Eleonore konzentriert sich häufig auf die Untersuchung von Herrschaftsansprüchen und der diplomatischen Rolle im Kontext europäischer Machtzentren. Dabei werden Fragen der Geschlechterrollen und der weiblichen Agency in patriarchalisch geprägten Strukturen beleuchtet. Die Analyse mittelalterlicher Quellen ermöglicht es, die Schnittstellen zwischen privater Lebensführung und hochpolitischen Entscheidungen innerhalb königlicher Häuser zu rekonstruieren und deren Auswirkungen auf langwierige dynastische Konflikte zu bewerten. Über die rein historische Betrachtung hinaus findet der Begriff Eingang in die moderne Literaturtheorie. Hier wird untersucht, wie Namen und Identitäten als Motive in der narrativen Struktur fungieren oder wie historische Referenzen zur Konstruktion neuer literarischer Realitäten genutzt werden. Die Disziplinen der Geschichte und der Literaturwissenschaft treten so in einen Dialog über die Repräsentation von Macht und die Konstruktion von Weiblichkeit. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, sofort als PDF und eBook, viele als Print-on-Demand.