Universität Erfurt Julia L. Modenbach “Zur Genese des Religiösen”
Wintersemester 2002/2003 „Religion ist die Versicherung im Diesseits gegen Feuer im Jenseits.“ (Robert Lembke)
Inhaltsverzeichnis
Seite
1.) Begriffsklärungen 4 1.1) Soziobiologie 4 1.2) Evolution 4
2.) Henning Stieve - Biologische Wurzeln religiösen Verhaltens 5
2.1) Gründe für Religion als Selektionsvorteil 5
2.2) Das Gehirn als Kausalitäts-Such-Gerät 5
2.3) Vorstufen religiösen Verhaltens im Tierreich 6
2.4) Religiöses Verhalten - angeboren oder erlernt? 8
2.5) Religion und ihre Folgen - braucht der Mensch Religion? 8
3.) Edward Wilson - von Empiristen und Transzendentalisten 9
3.1) Genese der Moral und der Ethik 10 3.2) Genese der Religion 11
3.3) Transzendentalismus vs. Empirismus 12
4.) Fazit 13
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1.) Begriffsklärungen
1.1) Soziobiologie
Der erste Terminus, der im Rahmen des Themas der vorliegenden Arbeit geklärt werden sollte, ist Soziobiologie. Soziobiologie untersucht im Gegensatz zur klassischen Disziplin (der Biologie oder Evolutionsbiologie) nicht die biologische Evolution von Tieren und Menschen, sondern nimmt die Evolution sozialer Verhaltensweisen in den Blick. Soziobiologie versucht zunächst, den Nutzen von sozialem Verhalten zu ergründen. Der Fokus richtet sich dann auch auf altruistisches Verhalten, sowohl im Tierreich als auch beim Menschen. Ziel ist es, den Selektionsvorteil von sozialem Verhalten ausfindig zu machen, falls es einen solchen gibt. Der Grund für diesen Ansatzpunkt liegt in der Darwinistischen Evolutionstheorie, nach der sich soziales Verhalten in der Evolution nicht hätte durchsetzen können.
Als Begründer der Soziobiologie wird William D. Hamilton gesehen, der 1964 erstmals den Term Soziobiologie prägte. Bekannt wurde der soziobiologische Ansatz aber erst 1976 durch einen Aufsatz von Richard Dawkins.
1.2) Evolution
Die biologische Erforschung der Evolution ist stark geprägt durch die Theorie von Charles Darwin, dessen Kernaussage zusammengefasst in etwa folgendes besagt: In der Natur kann „Neues“ nur durch Mutationen oder Neukombinationen von Erbgut (bspw. bei einer Befruchtung) entstehen.
Wichtig ist jedoch nicht die Entstehung des „Neuen“, sondern ob sich das neue Merkmal bzw. die neue Eigenschaft durchsetzt. Den Vorgang des Durchsetzens bezeichnet man in der Biologie als Selektion. Das heißt, nur die Merkmale setzen sich durch, die dem Merkmalsträger Vorteile bringen, ihm also das Überleben leichter machen. Die Individuen, die die neueren, besseren Merkmale tragen, setzen sich durch, die anderen werden verdrängt und sterben aus oder werden zahlenmäßig extrem dezimiert. Diesen Prozess bezeichnet man als den Mutations-Selektions-Mechanismus. Nach Henning Stieve (vgl. Stieve, 2000) gibt es zwei Arten von Evolution: die biologische und die kulturelle Evolution. Die biologische Evolution funktioniert rein nach dem Mutations-Selektions-Mechanismus, während die kulturelle Evolution komplexere Phänomene und Prozesse beinhaltet. Kulturelle Evolution meint die Überlieferung von nicht genetisch festgehaltenen Informationen (Wissen) und Verhaltens-Gewohnheiten
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Arbeit zitieren:
Julia L. Modenbach, 2003, Der Mensch auf der Suche nach den Geistern seiner Vorfahren - oder: Evolutionsbiologische Aspekte des Religiösen, München, GRIN Verlag GmbH
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Die Bedeutungstheorie Donald Davidsons
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