Lernziele
Erstes Ziel im mathematischen Anfangsunterricht ist die Vermittlung eines umfassenden Zahlbegriffs, der es den Kindern ermöglicht, ihre Lebenswirklichkeit zu erschließen. In der heutigen Lerneinheit sollen die Kinder daher Gelegenheit erhalten, ihre Zahlvorstellungen zu erweitern, zu systematisieren und zu vertiefen. Der Schwerpunkt der vorliegenden Lerneinheit liegt auf dem Aufbau, der Erweiterung und der Festigung des Zahlbegriffs der Zahl 7. Beim Auszählen verschiedener Zahlen und beim Erfassen verschiedener Zahlaspekte wird somit die kognitive Ebene (Sachkompetenz) angesprochen. Die Lerneinheit entspricht der Lehrplanforderung nach der Vermittlung von Grundkenntnissen über Zahlen.
Zu diesen Grundkenntnissen gehört auch das formklare und bewegungsrichtige Schreiben der Ziffern.
Durch das Lernen an Stationen und die Partnerarbeit müssen die Kinder aufeinander Rücksicht nehmen, sich gegenseitig helfen und zusammenarbeiten. Dadurch wird das soziale Verhalten der Kinder gefördert (Sozialkompetenz).
Durch den kindorientierten situativen Rahmen und den spielerischen, handlungsorientierten Umgang mit den Arbeitsmaterialien wird die Freude des Kindes, sich mit Zahlen auseinander zu setzen, gefördert. So wird eine positive Einstellung zum Mathematikunterricht aufgebaut.
Durch das Arbeiten an den Stationen wird das selbstständige und eigenverantwortliche Lernen gefördert (Selbstkompetenz). Dazu trägt auch das Ankreuzen der bereits bearbeiteten Stationen auf der Laufkarte bei.
Weiterhin werden folgende grundlegenden Fähigkeiten gefördert:
• Kreativ sein, indem die Kinder selbständig Lösungswege für die gestellten Aufgaben finden.
• Argumentieren, indem sie ihre Lösungen gegenüber dem Partner begründen und gegebenenfalls im Sitzkreis beschreiben.
• Mathematisieren, indem sie Gegenstände zählen, einer Anzahl das entsprechende Zahlzeichen zuordnen und die Kardinalzahl einer Menge bestimmen.
Auch der Forderung des Lehrplans, Zahlen zu ordnen, darzustellen und zu vergleichen wird in dieser Lerneinheit Rechnung getragen (Ordnen: Station 3: Marienkäfer, Darstellen: Station 5: 7 er Mengen bilden, Vergleiche: Station 1: Fühlsäckchen).
Die Ziele der einzelnen Stationen sind in der Stationenübersicht aufgeführt.
Inhaltsverzeichnis
1. Lernziele
1.1. Ziele der Unterrichtsreihe
1.2. Umfassende Ziele der Lerneinheit
1.3. Sozial und Prozessuale Feinlernziele
2. Lernvoraussetzungen
3. Methodische Überlegungen
4. Didaktische Analyse
5. Methodische Analyse
6. Zentrale Medien und Arbeitsmittel
7. Verlaufsplanung
8. Stationenübersicht
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisch fundiertes Konzept zur Einführung der Zahl 7 im mathematischen Anfangsunterricht der Grundschule zu entwickeln. Im Fokus steht dabei die Vermittlung eines umfassenden Zahlbegriffs durch handlungsorientiertes Lernen, das die Kinder in die Lage versetzt, Zahlvorstellungen zu festigen und ihre mathematische Lebenswirklichkeit aktiv zu erschließen.
- Aufbau und Festigung des Zahlbegriffs der Zahl 7
- Einsatz der Methode des Lernens an Stationen zur Förderung individueller Kompetenzen
- Berücksichtigung verschiedener Zahlaspekte wie Kardinalzahl- und Zählzahlaspekt
- Integration der Repräsentationsebenen nach Bruner (enaktiv, ikonisch, symbolisch)
- Förderung von Sozial-, Sach- und Selbstkompetenz durch Partnerarbeit
Auszug aus dem Buch
3. Methodische Überlegungen
Der Einstieg in die Stunde erfolgt im Kreisgespräch. Er erscheint mir zu Beginn der Stunde besser geeignet als die normale Sitzordnung, da so das soziale Miteinander stärker gefördert wird. Es besteht Blickkontakt zwischen allen Beteiligten, so dass es zu einem stärkeren Bezug untereinander kommt.
Im Sitzkreis erfolgt nun die Vorstellung des Zwerges durch die Lehrerin. Kinder entdecken und erkunden mit der Lehrerin bzw. Zwerg das Zwergenhaus. Drauffolgend können sich die Kinder spontan äußern.
Anschließend werden die Stationen erklärt und organisatorische Maßnahmen getroffen. In Anbetracht der zu erreichenden Ziele stelle ich es den Schülern frei, ob sie alleine, in Partner- oder Gruppenarbeit tätig sein wollen. Kommt es bei der Partnerwahl zu Problemen, lassen sie sich in der Regel mit einem Gespräch aus der Welt schaffen.
Am Ende der Unterrichtsstunde steht das gemeinsame Miteinander wieder stärker im Vordergrund. Die Kinder versammeln sich im Stuhlkreis aus bereits genannten Gründen. Die Kinder sollen in dieser Phase Gelegenheit erhalten, ihre Arbeitsergebnisse vorzustellen und eventuell auftretende Schwierigkeiten und Problem anzusprechen, falls diese während der Arbeitsphase nicht geklärt werden konnten. Eine Reflexion halte ich für sehr wichtig, da sie einerseits durch die Klärung von Fragen ein problemloses Weiterarbeiten ermöglicht und die Lehrerin gleichzeitig Rückmeldungen über den Stand der Arbeit, Probleme, Gefallen, Nichtgefallen, usw. erhält.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lernziele: Definition der fachlichen und sozialen Lernziele für den mathematischen Anfangsunterricht mit Fokus auf die Zahl 7.
2. Lernvoraussetzungen: Analyse des Entwicklungsstandes der Schüler unter Berücksichtigung der Stufentheorie nach Piaget.
3. Methodische Überlegungen: Beschreibung des Unterrichtsverlaufs mit Fokus auf Einstieg, Partnerarbeit und Reflexion im Stuhlkreis.
4. Didaktische Analyse: Einordnung des Themas in die Lebenswirklichkeit der Kinder und Begründung der ganzheitlichen Auseinandersetzung mit der Zahl 7.
5. Methodische Analyse: Erläuterung des Konzepts „Lernen an Stationen“ als geeignete Unterrichtsmethode für die Differenzierung.
6. Zentrale Medien und Arbeitsmittel: Darstellung der Lernmaterialien und deren Zuordnung zu den Repräsentationsebenen nach Bruner.
7. Verlaufsplanung: Detaillierte tabellarische Übersicht über Zeit, Inhalt, Phasen und verwendete Medien der Unterrichtseinheit.
8. Stationenübersicht: Auflistung der sechs Lernstationen mit Angaben zu Material, Inhalten, Zielen und Kontrollmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
Mathematikunterricht, Grundschule, Zahl 7, Zahlbegriff, Lernen an Stationen, Kardinalzahlaspekt, Zählzahlaspekt, Anfangsunterricht, Repräsentationsebenen, Didaktische Analyse, Handlungsorientierung, Grundschulmathematik, Sozialkompetenz, Lernziele, Zahlaspekte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Planung und didaktischen Einbettung der Zahleneinführung der Zahl 7 im ersten Schuljahr.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen den Aufbau eines umfassenden Zahlbegriffs, den situativen Rahmen durch Märchenwelten und die Anwendung unterschiedlicher Zahlaspekte.
Was ist das primäre Ziel der Lerneinheit?
Das primäre Ziel ist es, den Kindern die Zahl 7 durch handlungsorientierte Lernformen ganzheitlich und unter verschiedenen Aspekten zugänglich zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das Konzept des Lernens an Stationen eingesetzt, das selbstständiges Arbeiten und quantitative Differenzierung ermöglicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die didaktische und methodische Analyse sowie der konkrete Aufbau der sechs Lernstationen detailliert dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Mathematikunterricht, Zahlbegriff, Lernen an Stationen, Handlungsorientierung und Differenzierung.
Warum spielt die Märchenwelt für die gewählte Methode eine Rolle?
Da Kinder des ersten Schuljahres eine hohe Affinität zu Märchen haben, dient der situative Rahmen des Zwergenhauses der Motivation und dem emotionalen Einstieg.
Wie erfolgt die Ergebniskontrolle an den Stationen?
Die Kontrolle erfolgt je nach Station durch den Partner, durch Selbstkontrolle mit Lösungen auf der Rückseite oder durch die Lehrkraft.
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- Janet Beutler (Author), 2004, Einführung der Zahl 7, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42401