Das Deutschland- und Schweizbild in dem Roman "Faserland" von Christian Kracht. Ein Vergleich


Hausarbeit, 2020
23 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aspekte der narratologischen Textanalyse
2.1 Allgemeines
2.2 Die Bedeutung des Raums in der Popliteratur
2.3 Analyse der Raumdarstellung

3. Die Raumdarstellung und das Bild Deutschlands
3.1 Die Ortsbeschreibungen
3.2 Die Gesellschaft und Menschen in Deutschland
3.3 Die Beziehung des Protagonisten zu Deutschland

4. Die Raumdarstellung und das Bild der Schweiz
4.1 Die Ortsbeschreibungen
4.2 Die Gesellschaft und Menschen in der Schweiz
4.3 Die Beziehung des Protagonisten zu der Schweiz

5. Reise- und Fluchtbewegung

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

1. Einleitung

In dem 1995 erschienenen Roman „Faserland“ schildert Christian Kracht die Reise eines namenlosen Protagonisten der Generation Golf durch Deutschland. Die vermeintlich ziellose Reise beginnt im Norden Deutschlands, verläuft bis in den Süden und endet schließlich in der Schweiz. Der Protagonist stammt offenbar aus gutsituiertem Hause und befindet sich in seinen Zwanzigern. Auf seiner Reise begegnet er alten Freunden und bewegt sich zwischen Alkohol- und Drogenexzessen und der Flucht vor ihn überfordernden Situationen.

Der in dieser Arbeit besprochene Roman lässt sich auf viele Weisen analysieren. Bei näherer Betrachtung fällt vor allem das Empfinden des Erzählers für Deutschland und für die Schweiz auf. Aus diesem Grund liegt der Untersuchungsschwerpunkt dieser Arbeit auf dem Deutschland- und dem Schweizbild, mit dem Fokus auf der Raumdarstellung der von dem Protagonisten besuchten Orte.

Die narratologische Textanalyse bietet sich hierbei, im Gegensatz zu der strukturalistischen, quantitativen Analyse, als theoretische Grundlage an, da sich der Fokus der narratologischen Textanalyse auf fiktionale Texte und deren qualitative Darstellung richtet.1 Sie geht außerdem darüber hinaus Texte lediglich strukturell zu untersuchen und zieht zudem kognitive und kulturelle Aspekte hinzu, die für die Interpretation eines Werkes ebenso von Bedeutung sind.2 Tiefergehend beschäftigt sich diese Arbeit mit der Theorie der Raumdarstellungsanalyse. Nach Ansgar Nünning entwickle sich das Verständnis eines gesamten Werkes nämlich erst aus dem Verständnis der einzelnen analysierten Teile, wodurch sich wiederum die Teile im Bezug auf das Gesamtwerk besser verstehen ließen.3 Ein weiteres leitendes Motiv des Romans, welches daher im Folgenden näher erläutert wird, ist die Reise- und Fluchtbewegung. Dieses resultiert daraus, dass der Erzähler nicht nur die verschiedenen Orte besucht, sondern diese immer aus einem bestimmten Grund fluchtartig verlässt. Seine Reise ist demnach auf den ersten Blick nicht im Vorhinein geplant worden.

Im ersten Teil dieser Arbeit werden die Theorien der narratologischen Textanalyse dargestellt, worauf die Analyse des Deutschlandbildes, mit Fokus auf die Raumdarstellung, folgt. Danach geschieht dasselbe mit dem Schweizbild. In Folge darauf wird auf die Reise- und Fluchtbewegung des Romans eingegangen und im Fazit eine Schlussfolgerung der vorherigen Kapitel gezogen.

2. Aspekte der narratologischen Textanalyse

2.1 Allgemeines

Bevor die Theorie der Analyse der Raumdarstellung miteinbezogen werden kann, sollten zum besseren Verständnis die Hintergründe der narratologischen Textanalyse näher erläutert werden. Diese steht, wie bereits erwähnt, im Gegensatz zu der strukturalen Analyse. Sie unterscheiden sich in der Zielsetzung, im Textbegriff und in der Kontextorientierung voneinander, von einem Fokus auf Theoriebildung und Erzählgrammatik weg, hin zu einem Fokus auf das Wirkungspotenzial und die Funktion narrativer Formen.4 Die genauen Unterschiede sind für diese Arbeit jedoch nicht ausschlaggebend und werden im Folgenden daher nicht weiter erläutert.

Das Was eines Textes steht üblicherweise, und nach der strukturalen Analyse, im Fokus des Lesers. So treten die Umstände der Vermittlung, welche der Text beschreibt, in der Wahrnehmung zugunsten der erzählten Welt zurück.5 Der Inhalt wird also nicht danach beurteilt, wie der Text geschrieben worden ist, sondern danach, welche Informationen der Leser daraus herausfiltert. Die Beurteilung des Inhalts erfolgt dann nach den „Maßstäben [der] lebensweltlichen Praxis“6 des Lesers. Handelt es sich jedoch um einen fiktionalen Text, so halten es Theoretiker, darunter auch die Autoren Martínez und Scheffel in Das Erzählen und das Erzählte, jedoch für sinnvoller das Was und das Wie voneinander zu trennen und den Fokus auf das Wie, also die Art und Weise des Erzählens, zu legen.7 Dies hat bereits unter anderem in den 1960er Jahren der Erzähltheoretiker Tzvetan Todorov herausgearbeitet. Er trennte ebenfalls das Was und das Wie voneinander und prägte dafür die Begriffe ,histoire ʻ und ,discours ʻ. Dabei definiert er histoire als das Erzählte, also die Geschichte. Discours beschreibt die Art und Weise wie der Erzähler für das Kennenlernen der erzählten Geschichte sorgt.8

Denn zu den Informationen eines faktualen Textes kann sich ein Interessierter über verschiedene Quellen Zugang verschaffen, wie zum Beispiel Medienberichte, Artikel aus Fachzeitschriften et cetera. Zur erzählten Welt eines fiktionalen Textes erhält er jedoch ausschließlich über diesen Text selbst Zugang.9 Christian Kracht selber bemerkt dies zu seinem eigenen Werk. Bezogen auf das offene Ende könne selbst er nicht wissen, wie die Geschichte des Romans ausgehe, da die Geschichte in keinem metaphysischen Raum weitererzählt würde.10

Das Wie, also die Eigenschaften der Vermittlung, beeinflussen und formen also dahingehend die ästhetisch-emotionale Wirkung eines Werkes.11 Ein Beispiel, das zeigt, wie die Art und Weise den Eindruck des Erzählten und des Erzählers bestimmt, ist folgendes:

„Hamburg ist eigentlich ganz in Ordnung als Stadt. Es ist weitläufig und ziemlich grün, es gibt ein paar gute Restaurants, noch mehr gute Bars, und die Hambuger Mädchen sind alle ganz hübsch, ich meine, die richtigen Hamburger Mädchen, blond und so, mit Pferdeschwanz, großem Gebi[ss] und Segelschein […] die meisten in Barbourjacken, einige in engen Pullovern oder in Bodys [...]“12

Die gleiche Information hätte auch beispielsweise wie folgt umschrieben werden können: Hamburg ist eine schöne, weitläufige und grüne Stadt mit vielen Ausgehmöglichkeiten. Auch die Frauen in Hamburg sind schön und gut gekleidet.

Durch die Art und Weise, wie der Protagonist Hamburg und Hamburger Frauen beschreibt, lässt sich als eines von vielen Beispielen herauslesen, dass er ein oberflächlicher Mensch zu sein scheint. Er konzentriert sich auf das äußere Erscheinungsbild, sowohl das der Stadt als auch das der Frauen. Durch seine Beschreibung der Ausgehmöglichkeiten möchte er seine Expertise hervorheben und zeigen, dass er sich auskennt. Der Protagonist ist zwar in seinen Zwanzigern, welches ein Alter ist in dem unter Umständen noch von Mädchen gesprochen werden kann, jedoch handelt es sich durch die Beschreibung Mädchen ebenfalls um eine Degradierung der jungen Frauen in seinem Alter. Dadurch tritt sein Klassendenken zum Vorschein.

Zu sehen ist also, dass zwischen der Handlung und der Perspektive der Figur eine bedeutende Korrelation besteht. Aus diesem Grund ist es wichtig, nicht nur das Erzählte, sondern ebenso die „vermittelte Perspektivenstruktur eines Textes als Gegenstand des Erzählens“13 zu betrachten.

2.2 Die Bedeutung des Raums in der Popliteratur

Als weiteren Punkt der näheren Erläuterung, bevor auf die Analyse der Raumdarstellung eingegangen wird, ist die Popliteratur und die Bedeutung des Raums in dieser. Christian Kracht wird als Gründungsphänomen der Popliteratur der 1990er Jahre gehandelt und Faserland als sein Debütroman damit ebenfalls.

Popliterarische Werke sind sowohl inhaltlich als auch formal von der gegenwärtigen Popkultur geprägt.14 In diesen Werken wird auf popkulturelle Gegebenheiten wie bespielsweise Musik und Gesellschaft verwiesen15, wobei die oberflächliche Haltung der Kultur und Gesellschaft und der übermäßige Konsum die Hauptkritikpunkte im Innenraum eines sensiblen Subjekts darstellen16. Bei diesem handelt es sich zumeist um einen jungen Menschen mit unbestimmter Lebenshaltung und dessen Leben. Themen wie Sexualtität, Drogen, Gewalt, Entfremdung und Liebe et cetera sind nur einige der Adoloszenzthematiken, die in popliterarischen Werken, wenn auch oberflächlich, behandelt werden.17 Dies trifft auf die Handlung und den Protagonisten des Romans zu.

Die Popliteratur findet also in der Postmoderne statt. Aus diesem Grund stellt die Raumanalyse eine besondere Position dar, denn in der Zeit nach dem Kalten Krieg, dem Mauerfall und der Wiedervereiningung globalisierte sich die Welt zunehmend, wodurch eine Pluralisierung sozialer Milieus stattfindet. So ist es auch dem Individuum möglich, seine Lebenswelt zu vervielfältigen. Die dadurch resultierende fragmentierte Lebensweise führt dazu, dass Identitäten sozialen Räumen zugeordnet und durch das Handeln in diesen charakterisiert und identifiziert werden. Zeitgenössiche Romane der Popliteratur setzen sich so gegenwartsorientiert mit Räumen auseinander.18

2.3 Analyse der Raumdarstellung

Den Ursprung hat die Raumanalyse 1974 bei Jurij Lotman. Mit seinem ,Sujet ʻ- Begriff beschreibt er die globale und sinngemäße Wiedergabe und Struktur eines narrativen Textes beziehungsweise einer Handlung. Zusammengesetzt wird ein Sujet aus drei Elementen: Einem semantischen Feld, das sich in zwei komplementäre Teilräume aufteilt, einer Grenze zwischen diesen und einen Helden der Handlung. Das Sujet bildet sich jedoch erst erfolgreich, wenn der Held die Grenze der Teilbereiche überschreitet.19 Die Grenzüberschreitungen können auf räumlich topologischer Ebene, auf wertend semantischer Ebene und auf topographischer Ebene stattfinden, wobei diese mindestens topologisch oder semantisch codiert sein muss. Bei erfolgreicher Überschreitung einer Grenze handelt es sich nach seiner Theorie um einen revolutionären Text, der die Ordnung durchbricht, bei einer gescheiterten oder rückgängig gemachten Grenzüberschreitung um einen restitutiven Text, der die Ordnung bestätigt. Die räumliche Ordnung organisiert so die gesamte, auch nicht-räumliche, erzählte Welt, in der alle Modelle des Lebens stets mit räumlichen Eigenschaften versehen sind.20 Die beschriebenen Gegensätze, Grenzen und Grenzüberschreitungen lassen sich auch in Faserland finden.21

Die erzählerische Vermittlung eines Textes wird bei der Analyse der Raumdarstellung ganz nach der narratologischen Textanalyse in den Mittelpunkt gerückt.22 Denn die Bedeutung ist „zwar im Text angelegt […], [wird] aber erst im Wechselspiel zwischen textuellen Signalen und ihrer Interpretation […] realisiert und konkretisiert“23. Die Literaturwissenschaftler Ansgar und Vera Nünning heben hervor, dass auf einen Text nicht alle verfügbaren Konzepte angewendet werden sollten.24 Dagegen sei es sinnvoller, die „im jeweiligen Text signifikanten beziehungsweise für die Fragestellung relevante[n] Aspekte herauszuarbeiten.“25 Das spricht für eine genauere Betrachtung nach nur einem Modell.

Dieses ,tool ʻ kann man aus einem sogenannten ,erzähltextanalytischen Werkzeugkasten ʻ auswählen und auf den entsprechenden Text anwenden und analysieren.26 Zu erwähnen sind hierbei sechs zentrale Bereiche, nach denen ein Text weiter untersucht werden kann: Die Analyse der Handlung, der Figuren, der Raumdarstellung, der Zeitdarstellung, der erzählerischen Vermittlung und der Analyse der Figurenrede und Bewusstseinsdarstellung.27 Diese Arbeit befasst sich hierbei im Genaueren mit der Raumdarstellung im Hinblick auf Deutschland und die Schweiz, weshalb lediglich die spezifischeren Analysekriterien dieses tools des Werkzeugkastens erläutert werden. Ein Kriterium ist der Schauplatz, der unter anderem die topographische Ebene von Lotman beinhaltet. Raumtypen beschreiben Aktions- und Anschauungsräume und als weitere Analysekriterien spielen auch Raumrelationen zwischen den einzelnen Räumen eine Rolle. Die Auseinandersetzung mit der Bewegung zwischen den Räumen dient ebenso der Raumdarstellungsanalyse als korrelative Verbindung zwischen diesen wie, räumliche, Grenzen und deren Ziehung beziehungsweise Überschreitung. Symbolisch und ortsunabhängig lassen sich unter dem Betrachtungspunkt der Raumsemantik ebenfalls Bezüge zur Raumdarstellung ziehen.28

Wolfgang Hallet und Birgit Neumann betonen in ihrem Werk Raum und Bewegung in der Literatur die Wichtigkeit des Raums. Er ist nicht nur Ort der Handlung in literarischen Texten, sondern ebenfalls stets ein kultureller Bedeutungsträger, in dem ein Zusammenwirken aus individuellen Erfahrungsweisen, kulturellen Bedeutungszuschreibungen und räumlichen Gegebenheiten herrsche.29 Zugleich teilen sie der Bewegung in und zwischen Räumen eine signifikante Bedeutung zu, da Räume ohne Bewegung nicht denkbar seien und somit eine enge Korrelation bestehe.30 Aus diesem Grund wird in Kapitel 4 die Bewegung des Erzählers genauer betrachtet.

3. Die Raumdarstellung und das Bild Deutschlands

3.1 Die Ortsbeschreibungen

Die Reise des Protagonisten beginnt im ersten Kapitel auf der deutschen Insel Sylt. Diese beschreibt er als „eigentlich super schön“31. Sie ist umgeben von einem blauen Himmel32, der bei Abenddämmerung die Insel und die Straßen in ein goldenes Licht taucht33. Der Himmel und das Licht stehen symbolisch für sein positives Gefühl auf Sylt, er fühlt sich sehr wohl dort und beschreibt es als „ein Gefühl, als ob [er] die Insel genau kenne“34. In ihm kommen positive Erinnerungen an angenehm freundliche, warme Gerüche und schöne Momente aus seiner Kindheit35 hervor und an die Freude, die er verspürt hat, als er auf Sylt war.36 Ihn machen die Erinnerungen so sentimental und glücklich, dass er „fast ein bi[ss]chen heulen muss“37.

Sylt ist der einzige Ort in Deutschland, an dem er seinen Gemütszustand als glücklich beschreibt.38 Trotzdem assoziiert er die Insel mit dem Nationalsozialismus, genauer gesagt mit Göring, und mit der Nachkriegszeit.39

Sobald er Sylt Richtung Hamburg verlässt und die „norddeutsche Ebene“40 an seinem Zugfenster vorübergezogen ist, ändert sich auch die Schilderung der Umgebung. Der ICE erscheint ihm sehr grauenvoll eingerichtet und auch so wäre gegenwärtig „alles aus Glas und aus so durchsichtigem türkisen Plastik, [...] es ist irgendwie körperlich unerträglich geworden.“41 Das erste, das er sagt, als er in Hamburg Altona ankommt ist, dass der Bahnhof „schon verdammt deprimierend“42 sei. Er hat dennoch nicht nur Negatives über Hamburg zu berichten, denn „Hamburg ist eigentlich ganz in Ordnung als Stadt […]. Außerdem ist das Licht schön“43.

In dem Roman ist die Barbourjacke des Protagonisten sein steter Begleiter. Er legt viel Wert auf diese Marke. Der Aussage: „In Hamburg ist alles, […] Barbourgrün.“44 kann somit eine positive Wertung zugeschrieben werden. Nachdem er die Party, auf die er mit seinem Freund Nigel gegangen ist, in einem Taxi verlässt und aus dem Fenster schaut, assoziiert er den anbrechenden Morgen trotzdem mit dem ,Hamburger Feuersturm ʻ, einer Bombennacht im Zweiten Weltkrieg.45

Für seinen nächsten Stopp, Frankfurt, hat der Erzähler nur Kritik übrig. Für ihn sei „keine Stadt in Deutschland hä[ss]licher und abstoßender [...] als Frankfurt, nicht mal Salzgitter oder Herne.“46 Ähnliches wiederholt er noch einmal bei seiner Abreise: „Frankfurt ist ja auch so extrem abstoßend“47.

In Heidelberg erlebt der Protagonist eine neue, für ihn bisher unbekannte, Seite Deutschlands. Er ist bereits am Bahnhof begeistert von Heidelberg, denn in seinen Augen handle es sich noch um einen „richtigen Bahnhof“48. Für ihn ist Heidelberg das „Herz Deutschlands“49. Er beschreibt es als wunderschön und außerdem erscheint ihm alles viel ruhiger als in anderen Städten Deutschlands. Sogar das Gewitter sei ruhiger als das „Wagner-Nazigewitter da oben im Norden.“50 Der Erzähler verbindet wiederholt Räume, Menschen und Situationen mit Nazi-Deutschland. So überrascht seine Aussage über Heidelberg und Neckarauen: „So könnte Deutschland sein, wenn es keinen Krieg gegeben hätte und wenn die Juden nicht vergast worden wären“51 nicht.

Der Erzähler hat in seiner Kindheit, wie oben bereits erwähnt, viel Zeit auf Sylt verbracht und verbindet somit viel Positives mit dem Ort. Vermutlich befindet sich dort auch der Hauptwohnsitz seiner Familie52. Dennoch scheint er Heidelberg noch ein wenig besser zu finden, denn er beschreibt den Himmel als einen Teil des Landes und einen Teil der Welt.53 Er beobachtet ein Licht, das es so nicht in Norddeutschland gebe.54

[...]


1 Vgl. Nünning, Ansgar/ Nünning, Vera: Die narratologische Textanalyse. In DIES. (Hrsg.): Methoden der literatur- und kulturwissenschaftlichen Textanalyse, Stuttgart, Weimar 2010. S. 99. Folgend zitiert als: Nünning und Nünning, 2010.

2 Vgl. Ebd. S. 95.

3 Vgl. Jahn, Manfred: Narratologie: Methoden und Modelle der Erzähltheorie. In: Nünning, Ansgar (Hrsg.): Literaturwissenschaftliche Theorien, Modelle und Methoden, Trier 2004. S. 44. Folgend zitiert als: Jahn, 2004.

4 Vgl. Nünning und Nünning, 2010. S. 95.

5 Vgl. Martínez, Matías/ Scheffel, Michael: Einführung in die Erzähltheorie, München 2009, S. 20. Folgend zitiert als: Martínez, Scheffel, 2009.

6 Ebd. S. 20.

7 Vgl. Ebd.

8 Vgl. Ebd. S. 22f.

9 Vgl. Ebd. S. 20.

10 Vgl. Poschardt, Ulf: Kracht – Wer sonst soll die Welt verbessern? 2009. Online verfügbar unter: https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article4139780/Kracht-Wer-sonst-soll-die-Welt-verbessern.html (Letzter Zugriff: 18.01.2020). Nachfolgend zitiert als: Welt, 2009.

11 Vgl. Martínez, Scheffel, 2009. S. 21.

12 Kracht, Christian: Faserland – Ein Roman, Frankfurt am Main 2015. S. 29. Folgend zitiert als: Kracht: Faserland, 2015.

13 Jahn, 2004. S. 46.

14 Vgl. Hecken, Thomas/ Kleiner, Marcus/ Menke, André: Popliteratur. Eine Einführung, Stuttgart 2015. S. 1.

15 Vgl. Ebd. S. 43.

16 Vgl. Ebd. S. 13.

17 Vgl. Mehrfort, Sandra: Popliteratur. Zum literarischen Stellenwert eines Phänomens der 1990er Jahre, Karlsruhe 2008. S. 46f. Nachfolgend zitiert als: Mehrfort, 2008.

18 Vgl. Hallet, Wolfgang/ Neumann, Birgit (Hrsg.): Raum und Bewegung in der Literatur. Die Literaturwissenschaften und der Spatial Turn, Bielefeld 2009. S. 25. Nachfolgend zitiert als: Hallet und Neumann, 2009.

19 Vgl. Abbildung 2: Sujet-Modell nach Lotman 1974.

20 Vgl. Martínez, Scheffel, 2009. S. 140-143.

21 Vgl. Tabelle 1: Beispiele für topologische, topographische und semantische Gegensätze.

22 Vgl. Nünning und Nünning, 2010. S. 99.

23 Ebd. S. 95 f.

24 Vgl. Ebd. S. 98.

25 Ebd.

26 Vgl. Ebd. S. 96.

27 Vgl. Ebd. S. 97f.

28 Vgl. Ebd.

29 Vgl. Hallet und Neumann, 2009. S. 11.

30 Vgl. Ebd. S. 20.

31 Kracht: Faserland, 2015. S. 15.

32 Vgl. Ebd. S. 13.

33 Vgl. Ebd. S. 20.

34 Ebd. S. 15.

35 Vgl. Ebd. S. 16; S. 22f.

36 Vgl. Ebd. S. 16.

37 Ebd.

38 Vgl. Ebd. S. 21.

39 Vgl. Ebd. S. 17; S. 18.

40 Ebd. S. 25.

41 Ebd.

42 Ebd. S. 30.

43 Ebd.

44 Ebd. S. 31.

45 Vgl. Ebd. S. 49.

46 Ebd. S. 69.

47 Ebd. S. 85.

48 Ebd. S. 88.

49 Ebd. S. 89.

50 Ebd. S. 101.

51 Ebd. S. 88.

52 Die Vermutung beruht darauf, dass er vor seiner Abreise aus Sylt dort seine Hemden von seiner langjährigen Haushälterin Bina waschen und bügeln lassen hat (Vgl. S. 95). Die Aussage, er habe früher Ferien auf Sylt gemacht (Vgl. S. 19), wird als Ferien vom Internat zuhause, wie beispielsweise Sommerferien, gedeutet, da er das Jahr über in dem Internat Salem gewohnt hat, als er noch zur Schule ging.

53 Vgl. Kracht: Faserland, 2015. S. 101.

54 Vgl. Ebd. S. 94.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Das Deutschland- und Schweizbild in dem Roman "Faserland" von Christian Kracht. Ein Vergleich
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
2,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
23
Katalognummer
V535015
ISBN (eBook)
9783346123473
ISBN (Buch)
9783346123480
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Zu erwähnende Kritik des Dozenten: "Ihr Fazit enthält noch einige interessante Deutungsaspekte, die Sie aber eher im Interpretationsteil hätten unterbringen können."
Schlagworte
Faserland, Christian Kracht, Deutschlandbild, Schweizbild, Isolation der Schweiz, Suizid, Reisebewegung, Narratologische Textanalyse, Raumanalyse, Nünning, Raumdarstellungsanalys, Gesellschaft, Fluchtbewegung, Martinez Scheffel, Jurij Lotman, Sujet, Konsum, Nationalsozialismus, Motive in Faserland, Analyse Faserland, Generation Golf
Arbeit zitieren
Miriam Forys (Autor), 2020, Das Deutschland- und Schweizbild in dem Roman "Faserland" von Christian Kracht. Ein Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535015

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