Die Tetrarchie, die Diocletian einführte, war ein Versuch, die Macht im Römischen Reich zu stabilisieren und die ständigen Usurpationen und Bürgerkriege zu beenden. Diese Regierungsform sah vor, dass zwei Seniorkaiser, die Augusti, und zwei Juniorkaiser, die Caesares, gemeinsam die Macht teilten. Diocletian selbst war einer der Augusti und regierte über den östlichen Teil des Reiches. Die Herrschaft Diocletians und die von ihm eingeführte Tetrarchie haben in der Geschichtsforschung zu zahlreichen Debatten und Interpretationen geführt. Während einige Historiker Diocletian als einen weitsichtigen Reformer sehen, der das Römische Reich vor dem Zusammenbruch retten wollte, sehen andere in ihm einen tyrannischen Herrscher, der die Christen verfolgte und die Freiheiten der römischen Bürger einschränkte. Du findest wissenschaftliche Arbeiten zu Diocletian und seiner Tetrarchie bei GRIN, sofort als PDF und eBook, viele auch als Print-on-Demand.