Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Bankstellendichte im europäischen Vergleich
Abbildung 2: Einkommensunterschiede im europäischen Vergleich
Abbildung 3: Einkommensdifferenz in Österreich
Abbildung 4: prozentuelle Aufteilung der Frauentypen
Abbildung 5: Kundenzufriedenheit/Loyalität
I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS I
INHALTSVERZEICHNIS II
1 EINLEITUNG 1
1.1 AUSGANGSLAGE 1
1.2 BEGRIFFSDEFINITION 1
1.3 ZIELSETZUNG 2
1.4 METHODIK UND AUFBAU DER ARBEIT 2
2 BANKENWETTBEWERB IN ÖSTERREICH 3
2.1 HERAUSFORDERUNGEN 3
2.2 KUNDENNÄHE 3
3 WIRTSCHAFTLICHE LAGE DER FRAUEN 5
3.1 EUROPÄISCHER VERGLEICH 5
3.2 SITUATION IN ÖSTERREICH 6
3.3 IMPLIKATIONEN FÜR DIE WIRTSCHAFT 6
4 GENDER MARKETING 7
4.1 ROLLENBILD 7
4.2 AUSRICHTUNG DER UNTERNEHMEN 7
4.3 UNTERSCHIEDE IM KONSUMVERHALTEN 8
4.4 UNTERSCHIEDE BEI FINANZDIENSTLEISTUNGEN 8
4.5 GENDER MARKETING ALS TEIL DES RELATIONSHIP MARKETING 9
4.6 BEZIEHUNGSMANAGEMENT 10
4.7 INTEGRATION VON WEIBLICHEN PERSPEKTIVEN IN DEN MARKETING PROZESS 11
4.8 ANFORDERUNGEN DER KUNDINNEN 11
4.9 INTERESSE AN FINANZPRODUKTEN 12
4.10 KUNDENGERECHTE ANSPRACHE 13
4.11 ERFOLGSFAKTOREN IM GENDER MARKETING 13
5 PRAXISBEISPIELE 15
5.1 FRAUENTYPEN 15
5.2 RAIFFEISENBANK GASTEIN 16
II
Inhaltsverzeichnis
5.3 RAIFFEISENBANK WELS 17
5.4 WEITERE BEISPIELE AUS ÖSTERREICH 18
5.5 BEISPIELE AUS DEUTSCHLAND 18
5.6 KUNDENZUFRIEDENHEIT 19
6 ZUSAMMENFASSUNG 22
LITERATURVERZEICHNIS 23
III
Einleitung
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
Die Wettbewerbsintensität um die Kunden hat drastisch zugenommen. Near-Banks (z.B. Versicherungen, Kreditkartenanbieter) und Non-Banks (z.B. Auto- oder Handelskonzerne), drängen in den Markt und erhöhen den Konkurrenzdruck. 1 Darauf müssen die Banken Antworten finden, um keine Ertrags- oder Potenzialkunden zu verlieren. Auf der Suche nach Lösungswegen stößt man auf verschiedene Ansätze. Die Bemühungen der Banken gehen dahin, die gesamte Kundenverbindung zu optimieren und eine praktikable Kundensegmentierung für Marketingaktionen zu finden. 2
In der Zeit des gesellschaftlichen Wandels werden die Interessen und Positionen der Frauen immer deutlicher erkennbar. Zukünftig werden Frauen in allen gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Bereichen eine noch bedeutendere Rolle spielen. Das Rollenbild der Männer ist auch einem Wandel unterworfen. Aus diesen Gründen ergibt sich die Notwendigkeit für Banken sich mit Gender Marketing zu beschäftigen, um ihre Kundenbeziehungen nachhaltig zu gestalten. Gerade die konsequente Ausrichtung der Banken auf ihre Kundinnen kann eindeutige Wettbewerbsvorteile bringen.
1.2 Begriffsdefinition
Für den aus dem Englischen stammenden Begriff „Gender“ gibt es keine allgemeine Entsprechung. Der Begriff lässt sich am ehesten mit „Rolle“ übersetzen und verweist darauf, dass Geschlechtsidentität nicht angeboren, sondern sozi-kulturell erworben wird. 3 Bei Gender geht es somit um soziale Geschlechtsmerkmale und um die Erwartung der Kultur gegenüber Frauen und Männern.
Gender Marketing ist ein nach dem Geschlecht differenziertes Marketing. Es nimmt Rücksicht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern, dabei werden die biologischen Vorraussetzungen, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und auch neueste Erkenntnisse der Soziobiologen miteinbezogen. Gender Marketing umfasst den gesamten
1 Vgl. Salmen, 2003, 1.
2 Vgl. Herzog/Panzer, 2003, 48-50.
3 Vgl. Borkowski, 2008, 9.
1
Einleitung
Marketing Mix, welche Produkte von Frauen und Männern bevorzugt werden, welche Vertriebswege sie favorisieren und welche Kundenansprachen zum Erfolg führen. 4 Gender Mainstreaming beinhaltet die Forderung, die Geschlechterfrage zu einem verpflichtenden Thema für alle Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenlebens zu machen. Dabei sollen Ungleichheiten wahrgenommen werden, um die daraus folgenden Benachteiligungen zu beseitigen. 5
1.3 Zielsetzung
In anderen Branchen wird schon seit einiger Zeit über Gender Marketing und über gendergerechte Produkte nachgedacht. Das Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, welche Wettbewerbsvorteile Banken durch die konsequente Umsetzung von Gender Marketing erzielen können. Es sollen die Möglichkeiten und Chancen für Banken anhand theoretischer Überlegungen und Praxisbeispielen aufgezeigt werden. Weiters soll die Frage beantwortet werden, ob es unter dem Genderaspekt notwendig ist, eigene Produkte für Frauen zu kreieren, oder ob die Ausrichtung der Vertriebswege und Kundenkommunikation den entscheidenden Vorteil bringt.
1.4 Methodik und Aufbau der Arbeit
Im ersten Teil der Arbeit (Kap. 2) werden die Bankenlandschaft und die Wettbewerbssituation in Österreich betrachtet. Der intensive Wettbewerb ist der Grund, warum Marketingdenkweisen in die strategische Planung der Banken Einzug gefunden haben. Im zweiten Teil (Kap. 3) werden die wirtschaftliche Situation der Frauen beleuchtet und die Gründe für die Beschäftigung mit dem Thema „Gender“ genannt. Der dritte Teil (Kap. 4. u. 5) erklärt die Ausrichtung von Gender Marketing und zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie Banken die Zielgruppe Frauen anzusprechen versuchen. Finanzgeschäfte sind nach wie vor sehr stark von Männern dominiert. Daher konzentriert sich diese Arbeit nicht so sehr auf die Gleichstellung in der Kundenansprache, sondern es wird vor allem die Rolle der Frau hinsichtlich Bankdienstleistungen untersucht.
4 Vgl. Jaffé, 2005, 15f.
5 Vgl. Borkowski, 2008, 13.
2
Bankenwettbewerb in Österreich
2 Bankenwettbewerb in Österreich
2.1 Herausforderungen
Der Finanzdienstleistungssektor ist einem tiefgreifenden Strukturwandel, gekennzeichnet durch Globalisierungs-, Liberalisierungs- und Regulierungstendenzen, unterworfen. Um den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, versuchen Banken Wettbewerbsvorteile, sogenannte Unique Selling Propositions (USP), zu generieren. 6 Interessant erscheint die Frage, welche Vorteile Banken durch die Umsetzung von Marketingstrategien gegenüber ihren Mitbewerbern erzielen können.
Banken stehen heute vor folgenden wesentlichen Aufgaben: Das Erlöspotenzial pro Kunde verringert sich, gleichzeitig werden die Marktbedingungen schwieriger, da neue Mitbewerber in den Markt drängen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, werden neue Marketingstrategien und neue Absatzkanäle gesucht. 7 Ein Unternehmen wird dann einen wirtschaftlichen Erfolg erzielen, wenn es die Bedürfnisse der Kunden erkennt und ihnen zur richtigen Zeit, die richtigen Produkte über den richtigen Vertriebskanal anbietet. Unter den verschiedenen Instrumenten im Marketingmix kommt der Kundensegmentierung und der Wahl des Vertriebswegs eine besondere Bedeutung zu. 8 Gender Marketing bietet einen innovativen Ansatz zu der oft schwierigen Kundensegmentierung. Die Vertriebswege müssen je nach Anforderungen der Kundengruppe und passend zur Produktgestaltung gewählt werden.
2.2 Kundennähe
Sowohl für Österreich als auch für andere europäische Länder gilt, dass die verschiedenen Sektoren der Kreditwirtschaft im intensiven Wettbewerb stehen. Es gibt heute kaum mehr eine traditionelle Bindung an einen bestimmten Sektor. Zwar gibt es Präferenzen seitens der Konsumenten auf Grund der örtlichen Nähe und „Hausbank“-Beziehungen von Unternehmen, aber gerade durch das Internetbanking wird es für Kunden immer leichter, ihre Bank gezielt auszusuchen und zu wechseln. Gerade in der Kundengruppe der 14- bis 29- Jährigen besteht eine große Wechselbereitschaft. Zudem verstärkt sich der überregionale Wettbewerb zwischen den verschiedenen Banken. 9
6 Vgl. Salmen, 2003, 8.
7 Vgl. Keck/Hahn, 2006, 5.
8 Vgl. Keck/Hahn, 2006, 16f.
9 Vgl. Kräh/Mündel, 2006, 44-45.
3
Arbeit zitieren:
Markus Eisenhut, 2009, Gender Marketing bei Banken, München, GRIN Verlag GmbH
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