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Spätantike Buchmalerei

Title: Spätantike Buchmalerei

Term Paper , 2004 , 30 Pages , Grade: 1

Autor:in: Kathrin Theilig (Author)

Book Science
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Summary Excerpt Details

In den Handschriften, also den handgeschriebenen Büchern, aus antiker Zeit findet man schmückende Elemente. Dies können Initialen , Kanontafeln, Figürliches oder Illustrationen sein. Die Bedeutung des Bildes, ob nun eine vollständige Illustration oder nur eine besonders schön gestaltete Initiale, hat zum einen die Aufgabe die Handschrift dadurch interessanter und wertvoller zu machen, andererseits können Bilder aber auch als erläuternde Abbildungen dienen. So wurden pharmazeutische oder zoologische Werke mit den jeweiligen Darstellungen versehen, um dem Leser näher zu bringen, wie die Pflanze oder das Tier denn nun eigentlich aussah. Gerade in diesem Bereich war und ist eine Abbildung fast unersetzlich.

Die Spätantike ist keine geschlossene Epoche, wie etwas das Römische Reich oder das Byzantinische Reich. Trotzdem müssen sich in diesem Zeitraum Dinge vollzogen haben, die für die Nachfolgezeit so einflussreich waren, dass man diese Zeit häufig als für sich allein stehend betrachtet. Das langsame Ende der Antike, sowie der Beginn des Christentums sind dabei nur die beiden prägnantesten Beispiele, die diese Zeit charakterisieren.

Daher verwundert es nicht, dass die Buchmalerei dieser Zeit zum einen noch an den alten Werten festhält, zum anderen aber bereits das Neue aufgreift. Eine klare zeitliche Trennung ist daher nicht möglich.
Eine Unterteilung erfolgt in meiner Arbeit daher auch nur nach profanen Themen und denen, die sich bereits mit der neuen Religion auseinandersetzen- also den sakralen Beispielen. Letztgenannte finden auch unter der Bezeichnung „frühchristliche Kunst“ ihre Erwähnung, die verständlicherweise um die Zeitenwende einsetzt. Da die Spätantike aber erst im frühen 4. nachchristlichen Jahrhundert beginnt, hätte man diese Arbeit ebenso „Die Buchmalerei des frühen Christentums“ nennen können.
Um aber auch darauf aufmerksam zu machen, dass es neben dieser sakralen auch profane Buchmalerei in dieser Zeit gab, habe ich mich für den Begriff „Spätantike“ entschieden. Nicht, dass ich die restliche Antike vergessen hätte, aber aus dieser Zeit sind nur sehr wenige Handschriften erhalten, mit noch weniger Miniaturen. ...

Excerpt


Gliederung

1. EINLEITUNG

2. BUCHMALEREI

2.1. Was ist Buchmalerei

2.2. Techniken und Farben

3. SPÄTANTIKE BUCHMALEREI

3.1. Datierung und Eckpunkte der Spätantike

3.2. Buchmalerei der Spätantike

3.2.1. Wichtige Entwicklungen für die Buchmalerei

3.2.2. Merkmale spätantiker Buchmalerei

3.3. Beispiele

3.3.1. Profane Beispiele

3.3.2. Sakrale (frühchristliche) Beispiele

3.4. Einflüsse der spätantiken Buchmalerei

4. GLOSSAR

5. QUELLENVERZEICHNIS

Literatur

elektronische Ressourcen

Internetquellen

Abbildungsnachweis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der spätantiken Buchmalerei, analysiert ihre zentralen Merkmale und beleuchtet die Übergänge zwischen profaner antiker Überlieferung und frühchristlicher sowie byzantinischer Kunst. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese stilistischen Einflüsse in den wenigen erhaltenen Prachtcodices manifestieren und inwiefern der Wandel vom antiken Rollenformat zum Codex die bildliche Darstellung beeinflusste.

  • Entwicklung von der antiken Buchrolle zum spätantiken Codex.
  • Techniken der Buchmalerei sowie die Bedeutung von Materialien wie Purpurpergament und Gold.
  • Unterscheidung zwischen profanen literarischen Werken und sakralen frühchristlichen Handschriften.
  • Analyse des kontinuierlichen Stils und der Darstellung von narrativen Zusammenhängen in Miniaturen.
  • Nachwirkungen der spätantiken Buchmalerei auf die karolingische und spätere europäische Buchkunst.

Auszug aus dem Buch

3.2.2. Merkmale spätantiker Buchmalerei

Die spätantiken Buchmalereien, hier mit besonderem Vermerk auf die Prachtcodices, stellen nur den Höhepunkt in der Entwicklung der antiken Buchillustration dar. Spätantike Buchmalerei ist also nicht mit antiker Buchmalerei gleichzusetzen. Auch vor der Endphase der Antike illustrierte man Rollen und Codices. Man nimmt zwar an, dass es Texte Homers und anderer Geschichtsschreiber gab, überliefert sind allerdings nur Schriften mathematisch-technischen und naturwissenschaftlichen Inhalts.

Auch von den spätantiken Exemplaren sind uns nicht viele überliefert. Und die meisten Werke die heute noch existieren, liegen uns leider nur in Fragmenten vor. Daher kann man auch nur sehr wenig über die Anordnung der Illustrationen sagen. Trotzdem sind diese Werke von unschätzbarem Wert. Teilweise sind diese Quellen sogar die einzigen Überlieferungen von Texten antiker Autoren.

Weil es so wenige Beispiele gibt, fällt es besonders schwer, Merkmale dieser Kunstrichtung zusammenzutragen. Man kann aber annehmen, dass es sich bei den uns heute bekannten Codices bereits damals um wertvolle Buchmalereien gehandelt hat. Schließlich sind auf dem uns bekannten aufwändig herzustellenden Pergament nur ausgesuchte Texte und viele Illustrationen aufgenommen.

Als auffälligstes Merkmal sind wohl die starken Stilunterschiede zu nennen. Ich führe dies auf die unterschiedlichen Skriptorien zurück. Nach Weitzmann lassen sich alle spätantiken, frühchristlichen und frühbyzantinischen Handschriften, anders als die fortgeschrittenen byzantinischen Handschriften, wo sich fast alles um das Zentrum Konstantinopel drehte-, zu einem der vier traditionellen Zentren zuordnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die terminologische Abgrenzung zwischen Spätantike, Frühchristentum und byzantinischer Kunst sowie die Schwierigkeit der epochenübergreifenden Einordnung von Buchmalerei.

2. BUCHMALEREI: Dieses Kapitel definiert Buchmalerei, stellt Arbeitsschritte und Akteure wie Miniator und Rubrikator vor und gibt einen Überblick über verwendete Techniken und Bindemittel.

3. SPÄTANTIKE BUCHMALEREI: Dieser Hauptteil analysiert die historischen Eckdaten, die Entwicklung zum Codex, stilistische Merkmale anhand bedeutender Handschriften wie dem Vergilius Vaticanus oder der Wiener Genesis und die Nachwirkungen auf spätere Kunstepochen.

4. GLOSSAR: Das Glossar bietet präzise Erläuterungen zu den im Text verwendeten Fachbegriffen aus Kunstgeschichte und Buchkunde.

5. QUELLENVERZEICHNIS: Hier wird die verwendete Literatur, elektronische Ressourcen sowie Internetquellen und der Abbildungsnachweis vollständig gelistet.

Schlüsselwörter

Spätantike, Buchmalerei, Codex, Miniatur, Pergament, Illustration, Frühchristliche Kunst, Byzantinische Kunst, Skriptorium, Illumination, Kontinuierlicher Stil, Purpurcodices, Ikonographie, Buchrolle, Paläografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der spätantiken Buchmalerei, einem kunstgeschichtlichen Zeitraum, in dem sich der Übergang von der antiken Tradition hin zum christlich geprägten Mittelalter vollzog.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Technik der Buchherstellung (Papyrus vs. Pergament), der formalen Gestaltung durch Miniaturen und der inhaltlichen Differenzierung zwischen profanen und sakralen Texten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die systematische Untersuchung der künstlerischen Merkmale spätantiker Handschriften und deren Einfluss auf die nachfolgende byzantinische und mittelalterliche Buchkunst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine kunsthistorische Analyse existierender Handschriftenfragmente und den Vergleich ikonographischer Stile innerhalb unterschiedlicher Skriptorien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkrete Beispiele wie die Ilias Ambrosiana, den Vergilius Vaticanus und die Wiener Genesis, um die stilistische Entwicklung und die Funktion von Illustrationen darzustellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Spätantike, Codex, Buchmalerei, Miniatur, kontinuierlicher Stil und Purpurpergament.

Warum ist die Unterscheidung zwischen spätantik, frühchristlich und byzantinisch schwierig?

Da die kulturellen Zentren meist identisch blieben und ein fließender Übergang der Stile erfolgte, fällt eine strikte Trennung in der wissenschaftlichen Systematik oft schwer.

Welche Bedeutung haben die Purpurcodices in diesem Kontext?

Diese Prachtcodices symbolisieren den höfischen Anspruch und die Verbindung zwischen dem Text und einer überirdischen, sakralen Ebene durch den Einsatz von Purpur und Goldtinte.

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Details

Title
Spätantike Buchmalerei
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
1
Author
Kathrin Theilig (Author)
Publication Year
2004
Pages
30
Catalog Number
V129172
ISBN (eBook)
9783640360376
ISBN (Book)
9783640360130
Language
German
Tags
Spätantike Frühbyzantinistik Buchmalerei Illumination
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Theilig (Author), 2004, Spätantike Buchmalerei, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129172
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