Eucharistie. Symbol oder Wirklichkeit?


Referat (Ausarbeitung), 2016

13 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung

1. Hinführung mit Bildern (Felo)
1.1 Daniel Spoerri – "Eaten by nobody"
1.2 "Der Geruch von Zimt"...

2. Die Eucharistie – Symbolische Wirklichkeit Christi
2.1 Symbolische Wirklichkeit – Wie geht denn sowas?!
2.2 Symbolaktivität der Eucharistie
2.3 Wie geht das jetzt? Wie werden Christus und Brot eins?

3. Momente der Eucharistie
3.1 Sattwerden, Vertrauen, Offenheit
3.2 Opfergedächtnis
3.3 Versöhnug vom Kreuz her
3.4 Mahl der Gnade und Einheit
3.5 Communio mit den Heiligen
3.6 Mahl zwischen den Zeiten

4. Gruppenarbeit: Wie Bilder uns helfen die Wirklichkeit der Eucharistie zu begreifen..

Quellen

1. Hinführung mit Bildern (Felo)

1.1 Daniel Spoerri – "Eaten by nobody"

(http://www.swp.de/imgs/04/7/3/0/6/1/8/6/w592_h400_x500_y241_bd98908475bcc3f5.jpg)

- gehört zu einer Serie von Kunstwerken
- Besonderheit: Künstler speist mit Kunstinteressierten und beendet dann das Mahl mit einem "Stopp"--> Geschirr und Speisen werden im vorhandenen Zustand auf dem Tisch aufgeklebt --> Tisch wird zum "Essens-Fall"--> Name dieser Art von Kunst ist Fallenbilder
- Teilnehmer speisen also und können das Bild, den Fall, den sie erlebt haben mit nach Hause nehmen --> Von ihrer kurzen Teilnahme bleibt also etwas Dauerhaftes
- "Eaten by nobody" scheint auch so ein Bild zu sein: DOCH: Lebensmittel sind nicht echt! (Scheiben aus Plastik, Brot ist Kissen): ABER: Selbst wenn man um die Unechtheit weiß, erkennt man, dass ein Mahl mit Brot dargestellt ist --> Das Materielle hier (Kissen, Platik) weist also über sich hinaus! Objekte hier sind also mehr als nur bloße Materie!

- Nicht bewusst setzt der Künstler hier religiöse Elemente ein, dennoch regt diese "Eat Art" zum nachdenken über Mahlgemeinschaft und Eucharistie an
- Hier ist zwar keine "Anonyme Eucharistie" dargestellt, dennoch schärft sie die bewusste Wahrnehmung von Essen, Mahl und Materie --> Essen als anthropologischer Grundvollzug mit sehr staker Gemeinschaftsdimension!
- Dieses Bild zeigt: Objekte können Erinnerungen/Gefühle/Erlebnisse materialisieren!

1.2 "Der Geruch von Zimt"...(Bild hinlegen) (Felo)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten 1 2

(http://images05.weekend.at/138085114.jpg/620x330/8.987.566)

- Sowas passiert uns auch im Alltag, z.B. wenn wir bestimmte Gerüche wahrnehmen... (Bild!)
- (Assoziationen der Studenten)

2. Die Eucharistie – Symbolische Wirklichkeit Christi

2.1 Symbolische Wirklichkeit – Wie geht denn sowas?!

- Kombination ?! --> Verbindung zweier Begriffe, von denen der eine den anderen ausschließen MUSS --> Symbol = bestimmte Sache, die gerade nicht dasjenige ist, was angedeutet wird --> Symbol = Nur ein Zeichen, dass auf eine bestimmte Wirklichkeit hinweist, die faktisch aber außerhalb dieses Zeichens liegt. --> symbolisch = Nicht wirklich
- ABER: viel bedeutsamer ist das Wort Wirklichkeit, vor allem hinsichtlich der Eucharistie!

Eucharistie ist nämlich eine Wirklichkeit, die zwar symbolisch näher spezifiziert wird, aber als Realität vollkommen intakt bleibt!

--> Symbolische Wirklichkeit ist damit eine echte Wirklichkeit, nicht weniger wahrhaft als die physische, nur eben von einer anderen Art.

--> Physische Wirklichkeit ist (Physisches Sein) ist nur ein Teil unserer Wirlichkeitswahrnhemung

Sie nimmt stofflichen Raum ein, aber nimmt keine Beziehung zu dem auf, der sie wahrnimmt

--> Somit kann man allein durch die physische Wirklichkeit niemals zu dem gelangen, dass ich nicht sehen oder anfassen kann (Liebe, Freundschaft,..), was aber nicht weniger wirklich ist!

--> Ohne symbolische Wirklichkeit kommt zwar die stoffliche-Seinsweise des Menschen, nicht aber seine typisch menschliche Einmaligkeit zum Ausdruck!

--> GEFAHREN des Eucharistieverständnisses als symbolische Wirklichkeit: 2 Extreme

(Felo)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Symbolaktivität der Eucharistie

- Brot und Wein sind in der Eucharistie ebenfalls aktive Symbole (Symbolaktivität)
- Grund dafür ist, dass das eucharitische Mahl auf Jesu Mahlpraxis zurückgeht:

Nahm eines der Brote, spricht Dankgebet, brach teil davon ab und reicht es einem seiner Jünger, der es aus seinen Händen entegegen nimmt; Dies wiederholt Jesus bei jedem einzelnen --> Band zwischen Geber und Empfänger ist hier also schon mal ein wesentliches Element der Symbolaktivität

- --> Interpersonale Beziehung zwischen Meister und Jünger nimmt also durch das Geben und Annehmen Gestalt an (Symbole Brot & Wein damit aktiv!)

- Gleiches geschieht mit dem Becher Wein; Jesus lädt jeden Einzelnen ein daraus zu trinken und einer nach dem anderen nimmt diese Einladung an --> Auch hier wird dieses Band deutlich, das jeden mit Jesus --> Einer lädt zur Tischgemeinschaft und alle treten in Gemeinschaft mit dem einen (Symbole Brot und Wein aktivieren!)

- Erst danach folgt das eigentliche Festmahl...

- Von der Quantität kann diese Handlung nicht beabsichtigen den Leib zu sättigen

- d.h. Handlung hat eine Sinngebung außerhalb bzw. überhalb weil sie die Handlung selbst übersteigt (symbolische Handlung!)

- Die stofflichen Dinge, die in der Handlung von Jesus verwendet werden, erhalten durch die Art und Weise wie sie eingesetzt werden Anteil an Jesu Transzendenz

- Die Handlung an sich hat also Anteil am Göttlichen (Jesus ist der Motor ihrer Symbolaktivität, auch heute noch!)

- Zusammenfassend: Es geht um integrale Erfahrung, d.h die Dinge Brot und Wein sollen nicht so betrachtet werden wie sie und stofflich gegeben sind, sondern so wie sie sich uns zeigen: Als Band zwischen Jesus und uns !

- --> Brot und Wein werden somit durch Christi Umgang damit zu Tranzendenzphänomenen, die einen Sinn, nicht aber ihr Sein aufdeckt

- Jesus als der Handelnde wird hier also auch nicht mehr abstrakt (Körperlich) gedacht sondern ebenfalls transzendent, denn es geht nicht um seinen Leib und und wie er damit Brot bricht sondern es geht darum wie er sich uns in seinem lebendigen Leib in Form des Brotbrechens (Handlung) zeigt! --> Brot und Christus werden also eins!

2.3 Wie geht das jetzt? Wie werden Christus und Brot eins? (Bild von Hostie und Jesus ineinander legen)

- Er deutet mit Brot und Wein sein eigenes Leben: Wenn er das Brot bricht und seinen Jüngern austeilt erzählt er in Symbolen: Ich breche meinen Leib für euch (Sterben) damit ihr Anteil habt an meinen Sieg über diesen Bruch (Tod)

- Dieser Sieg rührt von Gott und Jesu unbedingtes Vertrauen in ihn her. An diesem Sieg können und dürfen wir duch Jesus Hingabe nun teilhaben "Sein Leib der für uns hingegeben wird"

- Diese Teilhabe verändert uns und unser Verhältnis zu Gott. Durch Sünde sondern wir uns von Gott ab (Distanz!). Jesus nimmt diese Sünden nicht auf sich und kassiert dann die Strafe Gottes für uns sondern er nimmt sie mit in seine innige Verbindung mit Gott und dadurch wandelt sich Sünde (Absonderung) in Nähe, Hass in Liebe und Tod in Leben!

- In Brot und Wein (Marterie!) zeigt uns Jesus also im Grunde die Göttlichkeit selbst: Er zeigt, dass die Liebe Gottes zu uns keine Grenzen kennt, weder Sünde, Distanz, ja nicht einmal den Tod.

- Brot und Wein werden damit also zur integralen Erfahrung, da sie Jesu Leben, Tod und Auferstehung und damit die grenzenlose Liebe gottes integrieren!

--> Problem: Der technische Mensch heute neigt zum Physizismus, d.h der physischen Wirklichkeit wird eine größere wenn nicht sogar die alleinige Bedeutung zuerkannt (z.B. Wasser ist H2O)

[...]


[1] Zitiert nach De Jong, Johannes Petrus, Die Eucharistie als Symbolwirklichkeit, Verlag Friedrich Pustet, 1969, S. 16

[2] Zitiert nach De Jong, Johannes Petrus, Die Eucharistie als Symbolwirklichkeit, Verlag Friedrich Pustet, 1969, S. 17

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Eucharistie. Symbol oder Wirklichkeit?
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Veranstaltung
Sakramentale Identität des Gottesvolkes
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V381065
ISBN (eBook)
9783668580008
ISBN (Buch)
9783668580015
Dateigröße
530 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eucharistie, Symbloische Wirklichkeit, Symbol, Hostie, Jesus, Brot und Wein
Arbeit zitieren
Julia Siegert (Autor), 2016, Eucharistie. Symbol oder Wirklichkeit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381065

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