Urbanistik und Ökologie. Wie nachhaltig ist das Leben in der Stadt?


Masterarbeit, 2018

129 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Kurzfassung

Das Leben in Großstädten, Metropolen und Megastädten gilt heutzutage als normal und unumstößlich. Diese repräsentieren Wachstum, Wohlstand und technischen Fortschritt. Doch mit zunehmender Stadtgröße, wachsen auch die alltäglichen Herausforderungen und mit ihnen die ökologischen Probleme. Das erklärte Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist daher, herauszufinden, ob das gegenwärtige Konzept der Stadt bzw. das der Urbanisierung grundsätzlich nachhaltig ist. Die in dieser Arbeit aufgestellten Hypothesen sind zum einen, dass in der Stadt lebende Menschen mehr Ressourcen und produktive Flächen verbrauchen als Menschen in ländlichen Regionen und dass zum anderen der Ressourcenverbrauch pro Einwohner parallel zur Größe der Stadt steigt. Um diese Hypothesen belegen zu können, werden im Hauptteil, nach der Definition des allgemeinen Stadt- und Nachhaltigkeitskonzepts und eines geschichtlichen Abrisses zur Entstehung der Zivilisation und der damit verbundenen modernen Stadtentwicklung, einige Industrie- und Schwellenländer mittels demografischer, ökologischer, ökonomischer und sozialer Indikatoren ausgewählt und global miteinander verglichen. Der allgemeinen Aussage, dass das Siedlungsmodell der Stadt die beste und nachhaltigste Lebensform der Menschen darstellt, ist nach dieser vorliegenden wissenschaftlichen Analyse jedoch zu widersprechen bzw. nur bis zu einer gewissen Stadtgröße vertretbar. Als mögliche alternative Lösungskonzepte, hinsichtlich der global wachsenden Urbanisierung, dienen abschließend Konzepte wie Smart Cities oder die dezentrale Rekultivierung von Dörfern bzw. Ökodörfern im Rahmen einer gezielten Desurbanisierung.

Abstract

Life in cities, metropolises and megacities is now considered as normal and irrefutable. They represent growth, prosperity and technical progress. But as the size of a city grows, so everyday challenges increase as well and, with them, the environmental issues. The stated goal of the present master thesis is therefore to find out whether the current concept of cities or that of urbanization is sustainable or not. The hypotheses presented in this paper are, on the one hand, that people living in cities consume more resources and productive areas than people in rural areas, and on the other hand, that the resource use per inhabitant increases in line with the size of a city and an agglomeration. In order to prove these hypotheses, in the main part, after a definition of the general urban and sustainability concept and a historical outline of the origin of civilization and the associated modern urban development, some industrialized and emerging countries will selected and compared globally based on demographic, ecological, economic and social indicators. The general statement that the settlement model of a city represents the best and most sustainable way of human life, however, is according to this scientific analysis to contradict or at least justifiable to a certain size of a modern city. Concluding concepts such as smart cities or the decentralized recultivation of villages or ecovillages in context of a targeted desurbanization serve as possible alternative solution concepts, with regard to a globally growing urbanization.

Inhaltsverzeichnis

Kurzfassung ... II

Abstract ... III

Inhaltsverzeichnis ... IV

Abbildungsverzeichnis ... V

Tabellenverzeichnis ... VI

Abkürzungsverzeichnis ... VII

1. Einleitung ... 1
1.1. Problemstellung ... 5
1.2. Zielsetzung ... 6
1.3. Aufbau der Arbeit ... 7

2. Theoretische und historische Grundlagen ... 8
2.1. Definitionen und theoretische Begriffe ... 8
2.2. Historische Entwicklungen von Stadt und Kultur ... 15
2.3. Gegensätze des modernen Stadtlebens am Beispiel Australien ... 21

3. Urbanisierung und Nachhaltigkeit ... 28
3.1. Modelle der Nachhaltigkeit ... 29
3.2. Evaluierung relevanter Länder ... 33
3.3. Ökonomische, ökologische und soziale Parametrisierung ... 39
3.3.1 Ökologische Indikatoren ... 39
3.3.2 Ökonomische Indikatoren ... 60
3.3.3 Soziale Indikatoren ... 70
3.4. Auswertung und Konklusion der Daten ... 80

4. Lösungen und Perspektiven ... 84
4.1. Smart City: Ein Modell der Zukunft? ... 85
4.2. Potenziale der Dezentralisierung und Desurbanisierung ... 92
4.3. Gemeinschaften und solidarische Landwirtschaft 97

5. Fazit und Diskussion.. 103

Literaturverzeichnis. 107

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Abgrenzungen der Metropolregionen in Deutschland (2010) ... 11

Abbildung 2: Bevölkerungsdichte China und Indien ... 12

Abbildung 3: Zeitschiene der industriellen Revolution ... 18

Abbildung 4: Erwerbstätige in Deutschland (1800 bis 1914) ... 20

Abbildung 5: Zusammenhang zwischen Ressourcennutzung und Einkommen ... 22

Abbildung 6: Bevölkerungsdichte Australien (2010) ... 25

Abbildung 7: Weltweiter Ressourcenverbrauch (1900 bis 2009) ... 26

Abbildung 8: Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit ... 29

Abbildung 9: Gewichtetes Säulenmodell der Nachhaltigkeit ... 31

Abbildung 10: Zauberscheiben der Nachhaltigkeit ... 32

Abbildung 11: Ökologischer Fußabdruck im globalen Vergleich ... 34

Abbildung 12: Ökologische Schuldner- und Gläubigerländer (2005) ... 35

Abbildung 13: Verstädterungsgrad und Metropolen im globalen Maßstab ... 35

Abbildung 14: Klima-Risiko-Index (2010) ... 40

Abbildung 15: Energiebedingte CO2-Emissionen pro Kopf (2010) ... 42

Abbildung 16: Treibhausgas-Emissionen nach Wirtschaftsbereiche (2010) ... 45

Abbildung 17: Weltweite Erosionsgefährdung durch Wasser (1998) ... 46

Abbildung 18: Globale Bergbau-Projekte (2015) ... 48

Abbildung 19: Globale Materialgewinnung (1900 und 2010) ... 50

Abbildung 20: Summe erneuerbare Wasserressourcen pro Kopf in m³ (2013) ... 57

Abbildung 21: Weltweite Konzentration von Feinstoff (2008 bis 2015) ... 59

Abbildung 22: BIP pro Kopf und Lebenszufriedenheit (2014) ... 62

Abbildung 23: Vergleich globales GDP und GPI pro Kopf (2013) ... 63

Abbildung 24: Globale Bruttostaatsverschuldung (2015) ... 67

Abbildung 25: Globaler Schuldenbestand (2013) ... 68

Abbildung 26: Schutz der Menschenrechte im globalen Vergleich (2014) ... 71

Abbildung 27: Menschenrechtsvorwürfe nach Sektoren (2005 - 2007) ... 74

Abbildung 28: Globale Risiken nach Regionen (2016) ... 81

Abbildung 29: Globale Smart Cities (2025) ... 86

Abbildung 30: Urbanisierungsphasen der Stadtentwicklung ... 92

Abbildung 31: Polyzentrische Verflechtungsbeziehungen einer Region ... 94

Abbildung 32: Der 2.000 m² Weltacker (Zukunftsstiftung Landwirtschaft) ... 99

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Allgemeine Stadttypen ... 9

Tabelle 2: Stadtgrößen Indien (2011) und China (2014) ... 14

Tabelle 3: Entwicklung des Eisenbahnnetzes der Industrienationen ... 19

Tabelle 4: Stadtgrößen Australien (2012) ... 24

Tabelle 5: Daten ökologischer Schuldnerländer (2013) ... 36

Tabelle 6: Daten ökologischer Gläubigerländer (2013) ... 37

Tabelle 7: Daten der größten Schuldnerländer (2016) ... 38

Tabelle 8: Lage der 20 größten Metropolen (2015) ... 41

Tabelle 9: CO2-Emissionen pro Kopf der Industrieländer (2012 und 2015) ... 43

Tabelle 10: CO2-Emissionen pro Kopf der Schwellenländer (2012 und 2015) ... 44

Tabelle 11: Länder mit den meisten Bergbau-Projektentwicklungen (2015) ... 49

Tabelle 12: Vergleich Primärenergieverbrauch (2005, 2010 und 2015) ... 53

Tabelle 13: Primärenergieverbrauch Industrieländer (2010 und 2016) ... 54

Tabelle 14: Primärenergieverbrauch Schwellenländer (2010 und 2016) ... 54

Tabelle 15: Endenergieverbrauch nach Sektoren für Deutschland und USA ... 55

Tabelle 16: Feste Siedlungsabfälle der Industrieländer (2011) ... 56

Tabelle 17: Feste Siedlungsabfälle der Schwellenländer (2011) ... 56

Tabelle 18: Bruttoinlandsprodukt der Industrieländer (2016) ... 61

Tabelle 19: Bruttoinlandsprodukt der Schwellenländer (2016) ... 61

Tabelle 20: Vermögensverteilung der Industrieländer (2016) ... 65

Tabelle 21: Vermögensverteilung der Schwellenländer (2016) ... 65

Tabelle 22: Soziale Indikatoren der Schwellenländer ... 77

Tabelle 23: Soziale Indikatoren der Industrieländer ... 77

Tabelle 24: Wohlstandsindikatoren der Industrieländer ... 78

Tabelle 25: Wohlstandsindikatoren der Schwellenländer ... 79

Tabelle 26: Gedankenexperiment: Flächenaufteilung für Industrieländer ... 96

Tabelle 27: Gedankenexperiment: Flächenaufteilung für Schwellenländer ... 96

Abkürzungsverzeichnis

AMAP Arctic Monitoring and Assessment Programme

ASC Amsterdam Smart City

BBSR Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

BIP Bruttoinlandsprodukt

CO2 Kohlenstoffdioxid

CSR Corporate Social Responsibility,

unternehmerische Gesellschaftsverantwortung

DESA Department of Economic and Social Affairs

EERA European Energy Research Alliance

EEV Endenergieverbrauch

EIP Europäische Innovationspartnerschaft

EITI Extractive Industries Transparency Initiative,

Initiative für Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor

EU Europäische Union

GCP Global Carbon Project

GDP Gross Domestic Product, Bruttoinlandsprodukt

GFN Global Footprint Network

Gha Global hectares per person, globale Hektar pro Person

GNH Gross National Happiness, Bruttonationalglück

GPI Genuine Progress Indicator, Indikator echten Fortschritts

HBR Harvard Business Review, englischsprachiges Management-Magazin

HDI Human Development Index, Index der menschlichen Entwicklung

HPI Happy Planet Index, Index des glücklichen Planeten

IAO Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation

IGF Intergovernmental Forum on Mining, Minerals, Metals and Sustainable Development, Diskussionsplattform für Regierungen in den Bereichen Bergbau und mineralische Rohstoffe

ILO International Labour Organization, Internationale Arbeitsorganisation

IOM Internationale Organisation für Migration

IoT Internet of Things, Internet der Dinge

IPCC Intergovernmental Panel on Climate Change, Weltklimarat

IRENA International Renewable Energy Agency,

Internationale Organisation für erneuerbare Energien

ISEW Index of Sustainable Economic Welfare,

Index des nachhaltigen wirtschaftlichen Wohlstands

IWF Internationale Währungsfonds

M2M Machine-to-Machine, Informationsaustausch zwischen zwei oder mehreren Maschinen

MGI McKinsey Global Institute

ÖE Öläquivalent, internationale Maßeinheit zum Vergleich des Brennwerts verschiedener Energieträger

OECD Organisation for Economic Co-operation and Development, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

PEV Primärenergieverbrauch

PIK Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

PM Particulate Matter, Feinstaub

RFID Radio-Frequency Identification,

Automatisches Identifikationsverfahren

SCC Smart Cities and Communities,

Intelligente Städte und Gemeinschaften

SDG Sustainable Development Goals,

Ziele für nachhaltige Entwicklung

UNEP United Nations Environment Programme,

Umweltprogramm der Vereinten Nationen

UNO United Nations Organization, die Vereinten Nationen

USDA United States Department of Agriculture,

Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten

UVP Umweltverträglichkeitsprüfung

WBGU Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen

WCED World Commission on Environment and Development, Weltkommission für Umwelt und Entwicklung

WEF World Economic Forum, Weltwirtschaftsforum

WHO World Health Organization, Weltgesundheitsorganisation

WWI Worldwatch Institute

1. Einleitung

„Die Frage heute ist, wie man die Menschheit überreden kann,
in ihr eigenes Überleben einzuwilligen.“ [1]

Über sieben Milliarden Menschen bewohnen inzwischen den Planeten Erde. Dass dies überhaupt möglich ist, liegt an der perfekten Position in unserem Sonnen-system. Nicht nur die Schönheit des blauen Planeten mag überaus beeindrucken, auch bietet dieser alle notwendigen Bedingungen für die Entstehung von Leben. Die dabei zugrundenliegende Ordnung und Genauigkeit mag in vielerlei Hinsicht beeindrucken. Sei es der richtige Abstand zur Sonne, die präzise Umlauf-geschwindigkeit der Erde, die perfekt gekrümmte Erdachse von exakt 23,5 Grad, die einen angemessenen Wechsel von Tag, Nacht und der Jahreszeiten veranlasst, die Atmosphäre, die durch eine ideal zusammengesetzte Mischung von Gasen zum Wachstum und Erhalt aller Lebewesen beiträgt und obendrein schädliche Strahlung aus dem Weltraum blockiert, oder das existenziell und lebensnotwendige Element Wasser bereitstellt. Es sind wahrlich viele Faktoren und derzeit gibt es keinen Planeten in unserem Sonnensystem, auf dem das Leben für den Menschen und anderer Lebensformen geeigneterer wäre als dieser. Und doch verhält sich die menschliche Spezies so, als ob sie noch einen zweiten oder dritten Planeten als Reserve im Rucksack hätte oder diesen schon morgen mit Lichtgeschwindigkeit verlassen könnte.

Mit Beginn der industriellen Revolution, sprich seit Mitte des 18. Jahrhunderts, hat der Mensch begonnen maßgeblich in die Natur einzugreifen, so progressiv, wie es Jahrtausende vorher nicht möglich gewesen war. Der Auftrag Gottes, geschrieben im ersten Buch der Bibel „Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan“ wurde in der Geschichte des Menschen offensichtlich in vielen Fällen missverstanden und ließ den verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung meist als unwichtig erscheinen. [2] Es obsiegte der unnachgiebige Drang nach technischem Fortschritt und materiellem Wohlstand.

Besonders in den letzten Jahrzehnten wurde eine Reihe von ökologischen Belastungsgrenzen des Planeten ausgereizt respektive schon weit überschritten. Diese Belastungsgrenzen wurden erstmals 2009 in einem wissenschaftlichen Konzept der „Planetary Boundaries“ definiert und fanden seither internationale Anerkennung in der Klimapolitik. Grenzwerte sollten in diesem Rahmen globale Umweltveränderungen aufzeigen und die Widerstandskraft und Stabilität des Erdsystems verdeutlichen. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) konstatierte 2015 basierend auf Daten dieser Grenzwerte, dass vier der insgesamt neun planetarischen Grenzen bereits überschritten seien, besonders betreffend die des Klimawandels und des Artensterbens. [3] Dass hierbei explizit die Bereiche Landwirtschaft und Ernährung für die Überschreitung dieser vier Belastungsgrenzen verantwortlich sind, beschrieb Dr. Meier von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in seinem Konzept der Belastungsgrenzen. Durch eine exzessive Überdüngung werden z.B. Stickstoff- und Phosphorkreisläufe negativ beeinträchtigt und Landflächen sowie lebende Organismen unabänderlich zerstört. [4] Im gleichen Maße übersteigen auch andere ökologische Prozesse, wie beispielsweise die Ozeanversauerung, die flächendeckende Abholzung, die Verunreinigung der Luft und des Wassers durch Chemikalien, oder der hohe Süßwasserverbrauch, vielerorts regionale Grenzen.

Durch die westliche Doktrin der Wirtschaftlichkeit (Produktion und Konsum) sowie des maßlosen Wettstreits nach Wettbewerbsvorteilen (zukünftige Gewinne) ist eine Besserung dieser Entwicklung in naher Zukunft kaum abzusehen. Speziell die große Diskrepanz zwischen Ökonomie und Ökologie ist heutzutage unübersehbar. Dies bemängelt auch Johan Rockström vom Stockholm Resilience Centre, Leiter des Konzepts der ökologischen Grenzen: Er bezeichnet die sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsziele mittelweile als Beiwerk der Ökonomie und mahnte, dass es ohne intakte Ökosysteme keine wirtschaftliche Entwicklungen geben kann. [5] Dieser Zustand ist vielen Politikern bekannt, doch angesichts der vielen Herausforderungen (Klimawandel, Bevölkerungswachstums, Sicherung der Arbeitsplätze, Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung, Terrorismus) greifen viele politische Anpassungsversuche oft ins Leere.

Zu schwer scheinen alle Faktoren, unter der Maßgabe ökonomischen Vorgaben, zu vereinen. Besonders das Thema der Bevölkerungszunahme macht vielen politischen Institutionen und Organisationen schwer zu schaffen. Lebten noch vor ungefähr 2000 Jahren lediglich 300 Millionen Menschen auf der Erde, dauerte es 1600 Jahre bis sich diese Zahl verdoppelte. Anschließend dauerte es nur noch 300 Jahre bis sich diese Zahl erneut verdoppelte. Besonders in dieser kurzen Zeitspanne von nur 300 Jahren wurden erste gesellschaftliche Veränderungen durch den Beginn der Industrialisierung, der steigenden Produktivität sowie der Verfügbarkeit fossiler Energien spürbar, was folglich den Anstieg der Bevölkerung entscheidend beeinflusste. Zudem wurden Menschen zu dieser Zeit vor allem durch verbesserte hygienische und medizinische Entwicklungen zunehmend älter. Bis 1950 stieg dann die Zahl der Menschen auf 2,5 Milliarden Menschen, sprich um 50 Prozent. Weniger als 70 Jahre hat es seither gedauert, um diese Zahl auf ungefähr 7,5 Milliarden Menschen zu verdreifachen.

Aus einer 2015 veröffentlichten Studie der Vereinten Nationen (UNO) ging hervor, dass die Weltbevölkerung im Jahr 2050 auf knapp zehn Milliarden Menschen anwachsen wird. [6] Aktuell kommen weltweit über 80 Millionen Menschen pro Jahr hinzu, was ungefähr der Bevölkerungsgröße Deutschlands entspricht. Der größte Bevölkerungszuwachs wird dabei Afrika widerfahren, welches sich bis 2050 auf rund 2,5 Milliarden Menschen verdoppeln wird. Doch nicht nur Afrika wird diese Entwicklung zu spüren bekommen, fast alle Länder werden davon betroffen sein. Denn nicht nur die quantitative Aussage, dass die Weltbevölkerung weiter steigt – wenn auch inzwischen etwas langsamer –, gibt Anlass zur Sorge, es ist vielmehr die Art und Weise wie und in welchen Regionen Menschen zusammenleben. Lebten im Jahr 1950 nur ungefähr 30 Prozent der Weltbevölkerung in Städten, also etwa 750 Millionen Menschen, werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen im Jahr 2050 über zwei Drittel der Menschen in städtischen Gebieten leben. Das entspricht einer absoluten Zahl von über 6 Milliarden Menschen und einer Verdopplung der Stadtbevölkerung in weniger als 50 Jahren. [7] In den kommenden Jahrzehnten muss die Welt demzufolge zwei Milliarden Menschen zusätzlich aufnehmen und versorgen können, was gerade in urbanen Regionen große Herausforderungen herbeiführen wird.

In Anbetracht knapper Ressourcen und des Klimawandels gibt es vielfältige und komplexe Anforderungen, die eine moderne Stadt respektive Großstadt des 21. Jahrhunderts erfüllen muss. Diese wären beispielsweise die Sicherung von Arbeitsplätzen, die Bereitstellung bezahlbarer Wohnungen, die Gewährleistung von Sozialleistungen, die Beseitigung von Umweltverschmutzungen, die hohe Nachfrage nach Energie, Lebensmitteln und anderen Luxus- und Konsumgütern, Finanzierungen in Bildung und Gesundheit oder auch Investitionen in Sicherheit, Forschung und Entwicklung sowie der öffentlichen Infrastruktur.

Viele dieser Anforderungen können Städte ihren Einwohnern für gewöhnlich gewährleisten, dennoch wurden besonders in den letzten Jahrzehnten viele urbane Entwicklungsprozesse durch unerwartete Umweltkatastrophen, soziale Unruhen oder andere Risiken bedroht und unterbrochen. Speziell der Klimawandel, ob nun menschengemacht oder nicht, spielt hierbei eine ganz entscheidende Rolle, denn derzeit haben nur vier der 20 größten Städte der Welt keinen Küstenbezug. [8] Das bedeutet für viele Regionen eine Gefahr durch den Anstieg des Meeresspiegels. Auch die zunehmende Flächenversiegelung durch Verkehr und Siedlungsgebiete, Gewerbe- und Industrieanlagen sowie die sich ausdehnende Bodendegradierung durch industrielle Land- und Forstbetriebe heizen den Prozess des Klimawandels zusätzlich an. Viele Menschen werden auf Grund von Dürreperioden, Ernteausfälle und Hungersnöten, Überschwemmungen und Stürme zunehmend gezwungen angestammte Siedlungsgebiete zu verlassen. Nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) könnte die Zahl der Klimaflüchtlinge bis 2050 weltweit auf 200 Millionen Menschen ansteigen, einzelne Vorhersagen gehen sogar von bis zu einer Milliarde aus. [9] Auf der Suche nach Hoffnung, Sicherheit und materiellem Wohlstand werden viele Kriegs- und Klimaflüchtlinge in moderne Städte ziehen. Diese großen Flüchtlingsbewegungen hätten für viele Länder drastische ökonomische, ökologische und soziale Folgen, die sich heute noch gar nicht abschätzen lassen. Laut Angaben der Vereinten Nationen, wird die Zahl der Megastädte, also Städte, in denen mindestens 10 Millionen Einwohner leben, bis 2030 auf über 40 ansteigen. [10] Die Folge wäre eine Ausbreitung urbaner Ballungsräume unbekannten Ausmaßes.

1.1. Problemstellung

Über die Konsequenzen unseres Handels und modernen Zusammenlebens gab es bereits unzählige politische und mediale Diskussionen wie wissenschaftliche Publikationen. Auch gegenwärtig gibt es eine Vielzahl an Untersuchungen, die sich mit gezielten Themen der Urbanität bzw. Urbanistik im Rahmen der Ökologie auseinandersetzen. Nachhaltige Konzepte zur Stadtentwicklung, Maßnahmen zur Reurbanisierung der Innenstadt, Berechnungen zu Investitionen in öffentliche Infrastrukturen, Untersuchungen zur Komplexität urbaner Systeme, strategische Positionierungen der Städte im regionalen Wettbewerb, Entwürfe neuester Mobilitäts- und Wohnkonzepte, internationale Vergleiche durch Kennzahlen wie Stadtgröße und Typologie oder einfache Rankings hinsichtlich der beliebtesten und attraktivsten Städte und Länder. Die Palette der verschiedenen Themen könnte unterschiedlicher nicht sein. Auch das Thema der sogenannten Smart Cities (intelligente Städte) wurde in den letzten Jahren mehrfach debattiert.

Das deutsche Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) fordern in ihrer neuesten Studie zu Smart Cities, dass die digitale Transformation zukünftig forciert und seitens der Kommunen nachhaltig gestaltet werden muss. [11] Zu dieser Studie wurde sogar eine explizite Smart-City-Charta mit dedizierten Leitlinien und Handlungsempfehlungen deklariert. Auch in diesem Zusammenhang fallen gern Schlagworte wie Industrie 4.0 und Big Data. Was diese Begriffe im normalen Alltag genau zu bedeuten haben, ist für viele Menschen meist noch immer unklar. Im Kern haben alle diese Untersuchungen jedoch eines gemein: Es wird selten darüber nachgedacht das gegenwärtige Leben in der Stadt bzw. das Konzept der Urbanisierung grundsätzlich zu hinterfragen. Denn in Anbetracht der Größe der Erde und der Herausforderungen innerhalb großer Ballungsgebiete soll in dieser wissenschaftlichen Abhandlung untersucht werden, ob es aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Sicht überhaupt notwendig und nachhaltig ist, dass Menschen urban und räumlich konzentriert zusammenleben.

1.2. Zielsetzung

Die Frage nach der „artgerechten Menschenhaltung“, wie sie unter anderem vom österreichischen Biologe und Wissenschaftstheoretiker Prof. Dr. Franz Wuketits formuliert wurde, könnte brisanter nicht sein. Dass der Mensch ein geborenes Kleingruppenwesen ist, demnach allein und isoliert nicht lang überleben kann, ist aus evolutionärer Sicht längst bekannt, doch welchen Einfluss hat eine anonyme Massengesellschaft auf das Verhalten der Menschen und dessen Umwelt? [12] Ist es dem einzelnen Menschen in einer zivilisierten Gesellschaft überhaupt möglich, in dieser Form nachhaltig, verantwortungsbewusst und im Einklang mit der Natur zu leben? Im Rahmen dieser Arbeit sollen dazu zwei Hypothesen aufgestellt und im gleichen Zuge bearbeitet werden:

1. Menschen verbrauchen in räumlich dichten Gebieten mehr Ressourcen und Flächen als Menschen auf dem Land.

2. Der Ressourcenverbrauch steigt pro Einwohner, je höher die räumliche Agglomeration, sprich sich verdichtende Ballungsgebiete.

Durch den Versuch diese Thesen zu belegen soll aufgezeigt werden, dass es einen Zusammenhang zwischen agglomerierten Bevölkerungen und dem hohen Verbrauch weltweit wichtiger Ressourcen gibt. Es soll ferner nachgewiesen werden, dass dicht bewohnte Groß- und Megastädte einen entscheidenden Einfluss auf den Klimawandel haben. Im Anschluss dieser Untersuchungen soll veranschaulicht werden, dass die Zentralisation der Menschen in einer Stadt oftmals weniger ökonomisch, ökologisch und sozial effizient ist, als räumlich dezentral verteilte Menschen. Obschon Städte eine wichtige Errungenschaft der Menschheitsgeschichte darstellen und viele gesellschaftliche Vorzüge bieten, muss in Anbetracht endlicher Ressourcen untersucht werden, ob städtische Gebiete ausnahmslos räumlich wachsen dürfen respektive ob es bezüglich maximal zulässiger Stadtgrößen nicht sogar feste Grenzen geben sollte. Mit der Beantwortung dieser Fragestellungen beschäftigt sich nun die vorliegende Arbeit.

1.3. Aufbau der Arbeit

Zu Beginn der Arbeit wird es darum gehen erste Definitionen zum Thema Urbanistik und Ökologie vorzunehmen. Dabei sollen gezielte Abgrenzungen dieser Begriffe vorgenommen und die für die Arbeit wesentlichen Schwerpunkte kenntlich gemacht werden. Danach folgt eine kurze Übersicht zur historischen Entwicklung der Urbanisierung sowie Entstehung erster Zivilisationen. Im Fokus steht dabei die Fragestellung, warum der Mensch angefangen hat sich in urbanen Gebieten niederzulassen und welche Voraussetzungen diesem Prozess zugrunde lagen. Als letzten Punkt des ersten Kapitels sollen Vor- und Nachteile respektive die Gegensätze des zivilisierten und urbanen Stadtlebens erörtert werden.

Im Hauptteil dieser Arbeit geht es darum den Begriff der Urbanisierung im Kontext der Nachhaltigkeit zu stellen. Nach einer kurzen theoretischen Beschreibung des Drei-Säulen-Modells der Nachhaltigkeit soll eine bestimmte Auswahl von Länder, die im weiteren Verlauf der Arbeit immer wieder betrachtet werden, nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Parametern und Indikatoren (wie z.B. das Konzept des ökologischen Fußabdrucks, Klimawandel und CO2-Emissionen, das Bruttoinlandsprodukt, Staatsverschuldung und Einkommensverteilung sowie Menschenrechte) dargestellt und miteinander verglichen werden. Im Anschluss erfolgt eine Zusammenfassung hinsichtlich der aufgestellten Hypothesen.

Da das Thema der Smart Cities mittlerweile ein vielversprechendes Modell der Zukunft darstellt, sollen im letzten Kapitel (Lösungen und Perspektiven) einige kurz vorgestellt und im Rahmen der Nachhaltigkeit vereinzelt überprüft werden. Demgegenüber soll das Konzept der Desurbanisierung beschrieben werden und aufzeigen, inwiefern es nachhaltiger wäre dörfliche Strukturen wieder räumlich zu erschließen, autarke Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaften politisch zu fördern und intelligent zu vernetzen. Dabei soll besonders ersichtlich werden, ob dringliche umweltpolitische Veränderungen im Sinne des nachhaltigen Lebens nur mittels staatlich autoritärer Anordnungen (z.B. durch Grenzwerte oder Gesetze) erreicht werden können oder ob es sozio-ökologisch effizienter wäre diesen Wandel durch die Stärkung der Eigenverantwortung des Einzelnen in kleinen Gemeinschaften, außerhalb konzentrierter Ballungsgebiete, zu erreichen.

2. Theoretische und historische Grundlagen

In diesem Kapitel soll es zu aller erst darum gehen theoretische Begriffe, die für diese Arbeit relevant sind, genauer zu definieren und von anderen thematischen Begriffen abzugrenzen. Anschließend soll dargelegt werden, welche Ereignisse historisch entscheidend waren, dass sich Menschen zuerst in kleinen Siedlungen und später in Großstädte niedergelassen haben. Am Ende des Kapitels sollen die heutigen Vor- und Nachteile respektive grundlegenden Gegensätze des modernen Stadtlebens gegenübergestellt und unter Verwendung ökologischer Konzepte (am Beispiel von Australien) näher beschrieben werden.

2.1. Definitionen und theoretische Begriffe

Um erklären zu können, warum der Mensch begonnen hat urbane Regionen zu besiedeln, muss zunächst erkennbar werden was überhaupt eine Stadt ist. Der Versuch eine genaue Definition herauszuarbeiten und dem Typus Stadt wesentliche Merkmale zuzuschreiben, vollzog sich über viele Jahrhunderte. Waren es im 19. Jahrhundert vorwiegend ökonomische und rechtliche Attribute, wurden im darauffolgenden Jahrhundert erweiterte Stadtbegriffe mit zusätzlichen Kriterien wie z.B. Typografien und Statistiken versehen. Eine allgemeingültige Begriffsbestimmung innerhalb der aktuellen Städteforschung lieferte zuletzt der deutsche Historiker Franz Irsigler. Er formulierte dazu:

„Stadt ist eine vom Dorf und nichtagrarischen Einzwecksiedlungen unter-schiedene Siedlung relativer Größe mit verdichteter, gegliederter Bebauung, beruflich spezialisierter und sozial geschichteter Bevölkerung und zentralen Funktionen politisch-herrschaftlich-militärischer, wirtschaftlicher und kultisch-kultureller Art für eine bestimmte Region oder regionale Bevölkerung.“ [13]

Irsigler verwies hiermit erstmals auf zeitlich und räumlich kontextualisierte Stadttypen. Weitere Indikatoren wie Größe und Einwohnerzahl (vgl. Tabelle 1), Rechtsstatus, Stadtgestaltung, Marktfunktionen und andere soziologische Aspekte gelten in der Wissenschaft mittlerweile als anerkannt. [14]

Tabelle 1: Allgemeine Stadttypen
Die Tabelle ist nicht in dieser Leseprobe enthalten.

Um Städte untereinander differenzieren zu können, wird der Stadtbegriff darüber hinaus zusätzlich in statische, rechtlich-historische und geographische Aspekte unterschieden. [15] Der statische Stadtbegriff hat dabei nur wenig Aussagekraft, denn bei der Festlegung von Mindestgrößen der Stadttypen kommt es im internationalen Vergleich immer wieder zu großen Abweichungen. Wohingegen beispielsweise in Island Siedlungen ab 200 Einwohnern als Stadt gelten, benötigt eine Stadt in Japan mindestens 50.000 Bewohner. Der rechtlich-historische Stadtbegriff war vor allem während des Mittelalters gängig und verlieh der Gemeinde durch Einführung eines allgemein gültigen Stadtrechts den Status einer Stadt. Die strikte Trennung zwischen Stadt und Umland vollzog sich seinerzeit durch die Etablierung von Stadtmauern, welche noch heute prägende Wahrzeichen vieler historischer Städte darstellen. Im Zuge der Industrialisierung und des technischen Fortschritts lösten sich diese sichtbaren Grenzen dann zunehmend auf, wodurch der rechtlich-historische Stadtbegriff innerhalb der Stadtforschung weitestgehend an Bedeutung verlor.

Der geographische Stadtbegriff hingegen ist weitaus komplexer und unterliegt genaueren Bestimmungskriterien, die eine noch genauere epochen­ und kultur-übergreifende Charakterisierung der Stadt zulassen. [16] Zu diesen Kriterien zählen, neben der Zentralität und einer gewissen Mindestgröße der Bevölkerung und Flächen, hohe Bebauungs-, Wohnstätten­ und Arbeitsplatzdichte sowie einer stetigen Zunahme des allgemeinen Verkehrsaufkommens.

Weitere Kriterien, wie die funktionsräumliche Gliederung in Wohnviertel oder die Abhängigkeit vom Umland und dessen Ressourcen, beschreiben darüber hinaus das Charakteristikum einer Stadt. Obschon Städte allgemein als technologische Innovationszentren gelten, ist es an dieser Stelle wichtig zu erwähnen, dass viele nicht-landwirtschaftliche bzw. moderne Berufe erst durch landwirtschaftlich produzierte Überschüsse an Nahrungsmittel hervorgebracht wurden und somit langfristig gesichert wurden. Denn ohne ausreichend Nahrungsmittel mangelte es in der Geschichte immer schnell an essentiellen Mitteln zum Leben.

Um strukturelle Veränderungen der Siedlungs- und Erwerbsbereiche sowie Merkmale städtischer Lebensweisen qualitativ messen zu können, wurde in der Vergangenheit der Begriff Urbanität (lateinisch: urbanus, städtisch) geprägt. [17] Dieser Begriff ist demnach „ein integrativer Ausdruck aller Faktoren, die städtische Verhaltens-, Wesens- und Wirtschaftsweisen ausmachen“. [18] Auch die vielfältigen Lebensstile der Menschen, städtebaulichen Besonderheiten und kulturellen Institutionen werden unter diesem sehr komplexen Begriff der Urbanität zusammengefasst. Urbanität wird darüber hinaus meist mit dem Begriff der Urbanisierung (lateinisch: urbs, Stadt) bzw. Verstädterung gleichgestellt. Wobei auch diese beiden Begriff voneinander zu unterscheiden sind.

Wohingegen die Verstädterung Faktoren zur Vermehrung, Vergrößerung und Ausdehnung von Flächen und Menschen sowie das Verhältnis zu ländlichen/nicht-städtischen Siedlungen beinhaltet, wird bei der Urbanisierung die Ausbreitung der Urbanität zusätzlich mit berücksichtigt. [19] Bei der Urbanisierung geht es also vermehrt um sozialgeographische Einflussfaktoren, wie z.B. lokales Verhalten oder Mobilität, die während der Verstädterung eine zentrale Rolle spielen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen liegt der derzeitige Verstädterungsgrad der Weltbevölkerung bei über 50 Prozent, das heißt derzeit leben mehr als die Hälfte der Menschen weltweit in Städte. Tendenz steigend.

Ein weiterer Prozess, der in diesem Zusammenhang erläutert werden muss und im weiteren Verlauf noch eine wichtige Rolle einnehmen wird, ist die Ansammlung und Verdichtung von Menschen sowie Wohn- und Industriegebieten, allgemein bezeichnet als Agglomeration (lateinisch: agglomerare, fest anschließen).

Agglomerationen charakterisieren sich meist durch zusammenhängende Ballungsgebiete und einer regionalen Konzentration des Umlandes an das Zentrum der Stadt. Nach Definition der Vereinten Nationen setzen sich diese Ballungsgebiete meist aus einzelnen Vorstadtgemeinden zusammen und liegen außerhalb oder nahe der Stadtgrenzen. Diese bilden wiederum den sogenannten Agglomerationsgürtel respektive Speckgürtel. Verglichen mit anderen Ländern ist in Deutschland die städtische Konzentration bzw. räumliche Agglomeration noch recht gering, was sich insbesondere auf die vermehrt dezentralen Stadtsysteme zurückführen lässt (vgl. Abbildung 1). [20]

Abbildung 1: Abgrenzungen der Metropolregionen in Deutschland (2010) [21]
Die Abbildung ist nicht in dieser Leseprobe enthalten.

Doch durch das schnelle Wachstum der Städte und dem rasanten Anstieg der Bevölkerung durch großflächige Land-Stadt-Bewegungen vollzog sich in den letzten Jahrzehnten ein Prozess zunehmender Metropolisierung, welches den räumlichen Abstand zwischen Metropolen und ländlichen Regionen zunehmend verringerte.

Besonders Schwellenländer wie China und Indien, die derzeit ein Drittel der Weltbevölkerung beherbergen, weisen signifikant hohe Bevölkerungsdichten bzw. einen hohen Metropolisierungsgrad auf (zur Veranschaulichung vgl. Abbildung 2). [22] Das Maß der Bevölkerungsdichte ergibt sich dabei aus dem Quotienten der Bevölkerung und der jeweiligen Gebietsfläche und beschreibt demzufolge die allgemeine Bevölkerungsverteilung in Land.

Abbildung 2: Bevölkerungsdichte China und Indien
Die Abbildung ist nicht in dieser Leseprobe enthalten.

Wenngleich einige andere Länder im internationalen Vergleich noch höhere Bevölkerungsdichten als China und Indien aufweisen, ist vor allem in diesen Ländern infolge der rasanten ökonomischen Entwicklung, zukünftig mit einer zunehmenden Megapolisierung bzw. Metropolisierung zu rechnen.

Im Gegensatz zur Metropolisierung, die sich durch eine räumliche Konzentration einer oder mehrerer Metropolen (griechisch mētropolis, Mutterstadt) sowie einer Einwohnerzahl von mehr als einer Million kennzeichnet, werden bei der Megapolisierung meist Megastädte (Megacities) mit mehr als 10 Millionen Einwohnern erfasst. [23] Genaue theoretische Abgrenzungen einzelner Stadt- und Siedlungstypen zu definieren ist angesichts der sehr dynamischen und rasanten Verstädterungsprozesse recht komplex, jedoch muss in diesem Zusammenhang klar zwischen Millionenstädten bzw. Metropolen und großen räumlichen Metropol-regionen unterschieden werden. In Shanghai, einer der größten Metropolregionen in China, schwankt die Einwohnerzahl je nach Betrachtung zwischen 15 und 30 Millionen Einwohnern. In der Innenstadt selbst leben in etwa 15 Millionen Einwohner, in den anliegenden Stadtbezirken und Großgemeinden weitere 8 Millionen. Hinzu kommen mehrere Millionen temporäre Bewohner mit befristeter Aufenthaltsgenehmigung.

Solch riesige Metropolregionen bzw. Megastädte, die durch monozentrische Strukturen und Bevölkerungsdichten von sogar über 2.000 Einwohner pro km² charakterisiert sind, werden in den nächsten Jahrzehnten voraussichtlich an ihre räumlichen Grenzen und logistischen Kapazitäten kommen. Doch wird sich der Verstädterungsdruck sehr wahrscheinlich auf zahlreiche andere Millionenstädte ausweiten und verteilen. Nach Angaben des Department of Economic and Social Affairs (DESA) der Vereinten Nationen werden sich bis 2050 zwei von drei Menschen in großen Metropolregionen niederlassen, sprich weitere 2,5 Milliarden Menschen. [24] Das verdeutlichen insbesondere die rasanten sozialgeographischen Entwicklungen im asiatischen und afrikanischen Raum – auch wenn in Ländern wie Indien, China oder Nigeria noch immer der größte Teil der Menschen in ländlichen Gebieten (englisch: rural areas) lebt. [25]

Wohingegen es Menschen in afrikanischen Regionen durch ländliche Armut und Unsicherheit gezielt in die Hauptstädte zieht, gibt es im asiatischen Raum schon seit Langem einen sehr hohen Bevölkerungsanteil, der in Metropolen lebt. Dieser Indikator wird wie vorher erwähnt als Metropolisierungsgrad bezeichnet. [26] Derzeit gibt es in China fast 100 Metropolen, in denen mehr als eine Million Einwohner und über 300 Großstädte, in denen mehr als 100.000 Einwohner leben. [27] In Indien sind es weniger Metropolen, dafür deutlich mehr Großstädte (vgl. Tabelle 2). [28]

Tabelle 2: Stadtgrößen Indien (2011) und China (2014)
Die Tabelle ist nicht in dieser Leseprobe enthalten.

Dass solche sozialen und gesellschaftlichen Umwälzungen gleichermaßen auch immer ökonomische Faktoren beeinflussen, scheint selbsterklärend. Diesen Zusammenhang untersuchte bereits 1932 der deutsch-amerikanische Jurist und Politikwissenschaftler Arnold Brecht. In seinem nach ihm benannten Brecht’schen Gesetz der progressiven Parallelität von Ausgaben und Bevölkerungsmassierung beschrieb er, dass ein Anstieg der Bevölkerungsdichte die öffentlichen Pro-Kopf-Ausgaben ansteigen lässt. [29] Doch um das allgemeine Konzept der Stadt noch besser verstehen zu können, müssen neben ökonomischen Aspekten noch weitere Bereiche wie beispielsweise die Stadtökologie, Ökosystemerforschung, Stadtsoziologie und Kommunalpolitik untersucht werden. Speziell Sachverhalte der Stadtgeographie, die in der Vergangenheit einen wichtigen Beitrag zur Stadtforschung lieferten, sollen das interdisziplinäre Forschungsfeld der Urbanistik abrunden und bei der Analyse und Beantwortung der in dieser Arbeit formulierten Thesen beitragen. [30]

2.2. Historische Entwicklungen von Stadt und Kultur

Nachdem im vorherigen Punkt einige demographische Grundbegriffe und Prozesse kurz erläutert wurden, soll es in diesem Kapitel um den historischen Aspekt der Urbanistik bzw. Stadtforschung gehen. Hierbei sollen maßgebliche Faktoren herausgearbeitet werden, die erklären können, warum der Mensch erste dorf- bzw. stadtähnliche Siedlungen gründete und folglich sesshaft wurde. Wie vollzog sich also die gegenwärtige Urbanisierung der Menschheit aus der geschichtlichen Retrospektive?

Vor dem Ende der letzten Eiszeit, sprich zur Zeit des Jungpaläolithikums, lebten die Menschen weitestgehend lose, egalitär und verstreut in kleinen Jäger- und Sammlerkulturen. Ungefähr 10.000 v. Chr. besserten sich dann die klimatischen Bedingungen, sodass die Menschen folglich andere Regionen besiedelten, Ackerbau betreiben sowie erste Tiere und Pflanzen domestizieren konnten. [31] Dies war der Beginn der Jungsteinzeit bzw. des Neolithikums (altgriechisch: neos, jung und lithos, Stein).

Diese neue Form des Wirtschaftens durchzog alle Lebensbereiche des Menschen und steigerte die wirtschaftliche Produktivität in einem rasanten Tempo. Das hatte wiederrum zur Folge, dass nun eine Vielzahl von Menschen ernährt werden konnten, die nicht mit der ursprünglichen Nahrungsmittelproduktion beschäftigt waren. Menschen konnten fortan länger an einem Ort bleiben, Vorräte anlegen und das ganze Jahr über Nahrungsmittel verfügen. Der Mensch ließ sich somit erstmals in kleinen dörflichen Strukturen nieder und bildete darüber hinaus erste gewerbliche Tätigkeiten wie handwerkliche Berufe. Während dieser neolithischen Revolution entstanden neben der Ton- und Steinbearbeitung auch Kunst und erste Religionen. Die Wiege des ältesten Agrargebiets ist der sogenannte „Fruchtbare Halbmond“ im Nahen Osten, der sich vom persischen Golf über Syrien bis nach Ägypten erschloss. Genau in dieser Region bildeten die Sumerer 3.500 v. Chr. die erste städtische Zivilisation. [32]

Fast gleichzeitig vollzog sich auch in Südchina und Mittelamerika dieser Prozess des modernen Lebens. Und obwohl es zur Geschichte des Neolithikums kaum schriftliche Überlieferungen gibt, gilt diese Epoche als Novum in der Geschichte des Menschen. Wie auch im Falle der Erfindung des Feuers vor rund zwei Millionen Jahren, ist noch immer unklar, wie es zur Erfindung der Landwirtschaft kam bzw. welcher Impuls für diese Entwicklung entscheidend war. Innerhalb der Wissenschaft gibt es mittlerweile viele Theorien, wie beispielsweise die der großen Völkerwanderungen oder des früheren Klimawandels. Gleichermaßen bieten auch religiöse und mythologische Überlieferungen mögliche Interpretationen: Die Göttin Demeter soll z.B. den Auftrag erlassen haben, Getreideanbau auf die ganze Welt zu verbreiten. [33]

Wohingegen also der Mensch vor jener Zeit regional herumzog, in seiner familiären Gruppe lebte und alle Mitglieder für die Nahrungsmittelbeschaffung zuständig waren, musste sich das Individuum in größeren gemeinschaftlichen Strukturen nun vermehrt spezialisieren. Durch die verschiedenen Arbeitsbereiche entstanden nun erste soziale Schichten und somit gesellschaftliche Unterschiede. Durch die Abkopplung des Einzelnen vom Zentrum der familiären Gruppe sowie dessen Führung standen fortan Raub, Habgier und Gewalt an der Tagesordnung. Kapital, Reichtümer sowie Produktions- und Nahrungsmittel mussten zunehmend durch Stadtmauern von außen geschützt werden. [34] Zudem kam es zu weiteren gefährlichen Abhängigkeiten: Da auf klimatische Bedingungen und schlechten Ernten nicht mehr flexibel reagiert werden konnte und somit schnelle Ortswechsel der Menschen kaum möglich waren, folgten auf landwirtschaftlichen Dürren nicht allzu selten langanhaltende Hungersnöte. Auf Grund der Nähe zu Nutztieren stieg ebenso die Rate der ansteckenden Infektionskrankheiten.

Dieser lange entwicklungsgeschichtliche Vorgang vollzog sich viele weitere Jahrhunderte, erstreckte sich über die Bronze- und Eisenzeit, Antike und das Mittelalter, mündete Mitte des 18. Jahrhunderts im Zeitalter der Industrialisierung und schaffte den Übergang von agrarischen zu industriellen Produktionsweisen. [35] England als damalige Seemacht war hierbei Initiator der industriellen Revolution.

Durch die britische Kolonialisierung von Nordamerika und Indien war eine erhöhte Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten von Nöten. Um diese Anforderungen langfristig erfüllen zu können, benötige es wiederrum mehr militärische Streitkräfte und landwirtschaftliche Arbeiter. Dies hatte zur Folge, dass sich zum einen die britische Bevölkerung zwischen 1700 und 1800 von acht auf 15 Millionen Einwohner fast verdoppelte und zum anderen die Nachfrage nach gewerblichen Gütern massiv erhöhte. [36] Auch in Anbetracht der verbesserten medizinischen Versorgung lebten Mitte des 19. Jahrhunderts bereits 20 Millionen Einwohner auf der britischen Insel (überwiegend in ländlichen Regionen). Diese Bevölkerungsexplosion verursachte unter anderem, dass die meisten Menschen in Städte abwanderten und hautsächlich in Fabriken arbeiteten.

Um die stetig wachsende Zahl der Menschen und deren vielfältigen Bedürfnisse ausreichend und auf lange Sicht decken zu können, mussten demzufolge Güter und Dienstleistungen preislich erschwinglich werden. Infolge verbesserter Anbau- und Düngemethoden wurden Nahrungsmittel folglich billiger, sodass Adlige diese wie auch gewerbliche Waren vorwiegend exportieren und den Überseehandel weiter ausdehnen konnten. Menschen mussten dadurch noch härter und länger arbeiteten und konsumierten zum Ausgleich erstmals Luxusgüter. Das erhöhte nochmals die Nachfrage nach vielen Gütern.

Die adlige Klasse akkumulierte unterdessen weiter Kapital und investierte es in weitere Wirtschaftsunternehmen. Dieser sozio-ökonomische Prozess verlief einige Jahrzehnte und brachte Ende des 18. Jahrhunderts bis zum heutigen Tage zahlreiche technische Errungenschaften hervor. Die Erfindung des mechanischen Webstuhls durch den Engländer Dr. Edmund Cartwright im Jahre 1784 war der Beginn der Industrialisierung und legte den Grundstein für die Textil- und spätere Schwerindustrie. Erste Maschinen dieser Art wurden zur damaligen Zeit noch durch menschliche Arbeitskraft, später mit Wasser- und Dampfkraft betrieben. Erst im Jahre 1765 änderte sich dieser Umstand, als James Watt die Dampfmaschine weiterentwickelte und in diesem Zuge die erste Phase der industriellen Revolution entscheidend vorantrieb (zur Veranschaulichung Abbildung 3, S. 18). [37]

Abbildung 3: Zeitschiene der industriellen Revolution
Die Abbildung ist nicht in dieser Leseprobe enthalten.

Basierend auf der Dampfmaschine erfolgte die nächst größere Innovation durch den britischen Ingenieur Richard Trevithick, der die erste Dampflokomotive im Jahre 1803 entwickelte. Diese wurde dann 1829 von George Stephenson entscheidend verbessert, sodass bereits ein Jahr später der regelmäßige Personenverkehr beginnen konnte. [38] Mit diesen Entwicklungen konnten nun einerseits die Waren effizienter produziert und andererseits schneller über große Distanzen transportiert werden. Um weitere Schienenfahrzeuge bauen und das Schienennetz erweitern zu können, brauchte es Unmengen an Ressourcen wie Holz, Kohle und Metallen sowie weitere Arbeitskräfte für die Eisen- und Stahlindustrie sowie den Berg- und Tagebau. Dies war der Höhepunkt der ersten Phase der industriellen Revolution. Doch es hatte zur Folge, dass immer mehr Menschen ländliche Regionen verließen und Städte heimsuchten. Daraufhin veränderte sich auch das Landschaftsbild vieler Länder, welche durch ein immer schneller wachsendes Schienennetz durchzogen wurde (vgl. Tabelle 3, S. 19). [39]


[1] Russell, Bertrand, 1872-1970, britischer Philosoph und Mathematiker.

[2] Luther, Martin: Die Bibel, Genesis 1,28.

[3] Vgl. Viering, Jonas, Potsdam 2015. o.S.

[4] Vgl. Meier, Toni: Science meets comics, Berlin 2017, S. 74.

[5] Vgl. Dehmer, Dagmar, Berlin 2017, o.S.

[6] Vgl. United Nations: World Population Prospects, New York 2015, S.1.

[7] Vgl. United Nations: World Urbanization Prospects, New York 2008, S.2.

[8] Vgl. United Nations: United Nations Population Division, New York 2002, S.119.

[9] Vgl. Kern, Verena: Weltklimabericht, Berlin 2014, o.S.

[10] Vgl. United Nations: World Urbanization Prospects, New York 2014, S.1.

[11] Vgl. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung: Smart City Charta: Digitale Transformation in den Kommunen nachhaltig gestalten , Bonn 2007, S. 8f.

[12] Vgl. Wuketits, Franz Manfred: Zivilisation in der Sackgasse, Murnau 2012, S. 46.

[13] Irsigler, Franz: Die Stadt im Mittelalter. Aktuelle Forschungstendenzen, S. 63, in: Hauptmeyer, Carl-Hans, Rund, Jürgen: Goslar und die Stadtgeschichte. Forschungen und Perspektiven 1399-1999 , Bielefeld 2001, S. 57-74.

[14] Vgl. Korby, Wilfried, Heckl, Franz Xaver: Städtische Räume im Wandel, Gotha 2008, S. 16.

[15] Ebd., S. 14.

[16] Ebd., S. 15.

[17] Vgl. Lampen, Angelika, Schmidt, Christine: Stadtbegriff, Münster 2014, o.S.

[18] Heineberg, Heinz: Stadtgeographie, Paderborn 2017, S. 31 zitiert nach Ruppert, Karl, Schaffer, Franz: Sozialgeographische Aspekte urbanisierter Lebensformen, Hannover 1973, S. 13.

[19] Ebd.

[20] Vgl. Ribbeck, Eckhart: Metropolisierung und städtische Konzentration, Bonn 2008, o.S.

[21] Initiativkreis Europäische Metropolregionen in Deutschland (IKM): Daten und Karten zu den Europäischen Metropolregionen in Deutschland , Bonn 2010, S. 7.

[22] Michael, Thomas; Munt, Irene: Diercke Weltatlas, Braunschweig 2012, S. 146.

[23] Vgl. Heineberg, Heinz: Stadtgeographie, Paderborn 2017, S. 29.

[24] Vgl. United Nations: World Urbanization Prospects, New York 2014, S. 7.

[25] Vgl. Ribbeck, Eckhart: Metropolisierung und städtische Konzentration, Bonn 2008, o.S.

[26] Ebd.

[27] United Nations: World Urbanization Prospects, CD-ROM Edition. File 12, New York 2014, o.S.

[28] Government of India, Ministry of Home Affairs India: Census of India, New Delhi 2011, S. 1–13.

[29] Vgl. Krohn, Claus-Dieter; Unger, Corinna: Arnold Brecht 1884-1977, Stuttgart 2006, S. 86.

[30] Vgl. Heineberg, Heinz: Stadtgeographie, Paderborn 2017, S. 12.

[31] Vgl. Esser, Brigitte: Daten der Weltgeschichte, Gütersloh 2004, S. 266.

[32] Ebd., S. 270.

[33] Vgl. Nollé, Margret Karola; Nollé, Johannes: Götter, Städte, Feste: Kleinasiatische Münzen der Römischen Kaiserzeit , München 1994, S. 88.

[34] Vgl. Wells, Spencer: Die Wege der Menschheit. Eine Reise auf den Spuren der genetischen Evolution , Frankfurt/Main 2003, S. 234f.

[35] Vgl. Hillmann, Karl-Heinz; Hartfiel, Günter: Wörterbuch der Soziologie, Stuttgart 1994, S. 260.

[36] Vgl. Nolte, Hans-Heinrich: Weltgeschichte: Imperien, Religionen und Systeme. 15.-19. Jahrhundert , Wien 2005, S. 105 zitiert nach Ott, Hugo: Wirtschafts-Ploetz: Die Wirtschafts-geschichte zum Nachschlagen , Freiburg 1986, S. 50f.

[37] Bartevyan, Leo: Industrie 4.0 – Kompaktwissen, Frankfurt am Main 2016, S. 2.

[38] Vgl. Münzinger, Friedrich: Ingenieure: Gedanken über Technik und Ingenieure, Berlin Heidelberg 1942, S. 81.

[39] Putzger, Friedrich Wilhelm: Putzger - Historischer Weltatlas, Berlin 2004, S. 141.

Ende der Leseprobe aus 129 Seiten

Details

Titel
Urbanistik und Ökologie. Wie nachhaltig ist das Leben in der Stadt?
Hochschule
Universität Augsburg  (Katholisch-Theologische Fakultät)
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
129
Katalognummer
V395086
ISBN (eBook)
9783668761933
ISBN (Buch)
9783668761940
Dateigröße
4739 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bevölkerungsdichte, Umwelt, Nachhaltigkeit, Überbevölkerung, Solidarische Landwirtschaft, Urbanität, Urbanisierung, Smart Cities, Großstädte, Metropolen, Megastädte, Ressourcenverbrauch, Industrie- und Schwellenländer, Siedlungsmodelle, Rekultivierung von Dörfer, Desurbanisierung, Ökologischer Fußabdruck, Verstädterungsgrad, Klima-Risiko-Index, CO2-Emissionen, Bruttoinlandsprodukt, Bruttostaatsverschuldung, Menschenrechte, Primärenergieverbrauch, Vermögensverteilung, Wohlstandsindikatoren
Arbeit zitieren
Sebastian Scholz (Autor), 2018, Urbanistik und Ökologie. Wie nachhaltig ist das Leben in der Stadt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/395086

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