Die Diskussion um Camp ist eng mit der Frage nach der Konstruktion von Geschlecht und Identität verbunden. In der Queer-Theorie wird Camp als eine Strategie verstanden, mit der traditionelle Geschlechterrollen und -normen unterlaufen und ironisiert werden. Durch die Überbetonung von Ästhetik und die Spielerei mit Geschlechterrollen kann Camp als eine Form der sozialen Kritik verstanden werden, die die bestehenden Machtstrukturen und Normen in Frage stellt. In den Kulturwissenschaften wird Camp auch im Kontext der Popkultur und der Medien diskutiert. Hier wird Camp oft als eine Form der Selbstinszenierung und der Ironisierung von Geschmack und Kitsch verstanden. Durch die Analyse von Camp-Elementen in Filmen, Literatur und anderen Medien können Forscherinnen und Forscher Einblicke in die kulturellen und sozialen Prozesse gewinnen, die die Konstruktion von Geschlecht und Identität prägen. Du findest wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema als PDF und eBook, viele auch als Print-on-Demand, bei GRIN.