Das Subsidiaritätsprinzip hat seine Wurzeln in der katholischen Soziallehre und wurde in den 1960er Jahren in Deutschland popularisiert. Es basiert auf der Idee, dass die kleinsten Einheiten der Gesellschaft, wie Familie und Gemeinde, vorrangig für die Lösung sozialer Probleme verantwortlich sein sollten. Die staatliche Ebene sollte nur dann eingreifen, wenn die kleineren Einheiten nicht in der Lage sind, die Probleme zu lösen. In der Forschung gibt es jedoch auch Kritik am Subsidiaritätsprinzip, da es als Rechtfertigung für eine Rücknahme staatlicher Verantwortung und eine Stärkung der Rolle von Nichtregierungsorganisationen interpretiert werden kann. Zudem gibt es Debatten über die Anwendung des Prinzips in verschiedenen Kontexten, wie z.B. in der Kinder- und Jugendhilfe oder im Bereich des Umweltschutzes. Du findest wissenschaftliche Arbeiten zum Subsidiaritätsprinzip als PDF und eBook bei GRIN, viele auch im Print-on-Demand-Verfahren.