Die wissenschaftliche Debatte um Uber und ähnliche Plattformen umfasst weitreichende Fragestellungen zur sogenannten Uberisierung. Dieser Prozess beschreibt die Tendenz, traditionelle Dienstleistungen durch digitale Vermittlungsmodelle zu ersetzen, was tiefgreifende Veränderungen in der Arbeitswelt nach sich zieht. Forscher untersuchen hierbei insbesondere die Verschiebung von festen Beschäftigungsverhältnissen hin zu flexiblen, oft algorithmisch kontrollierten Tätigkeiten. Dabei werden kritische Aspekte der Prekarisierung, der rechtlichen Einordnung von Solo-Selbstständigkeit sowie die Dynamiken zwischen Plattformbetreibern und Dienstleistern beleuchtet. Neben den arbeitsmarktpolitischen Implikationen spielt die technologische Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Die Nutzung von Big Data, Echtzeit-Geodaten und Blockchain-Technologien ermöglicht eine Effizienzsteigerung, die neue Fragen zur Marktmacht und zur Regulierung digitaler Giganten aufwirft. In der Disziplin der Wirtschaftsinformatik sowie der Stadtplanung werden zudem die Auswirkungen auf die urbane Mobilität und die Integration in bestehende Verkehrssysteme analysiert. Die Untersuchung der Disruption ermöglicht es, zukünftige Entwicklungen der Smart Mobility und die Rolle globaler Datenakteure im Vergleich zu traditionellen Herstellern besser zu verstehen. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.