Inhaltsverzeichnis
1.) Vorwort 3
2.) Aristoteles und seine Zeit 4
3.) Die Seelenlehre 5
4.) Die drei Lebensformen 6
4.1) Die hedonistische Lebensform 7
4.2) Die politische Lebensform 7
4.3) Die theoretische Lebensform 8
5.) Das höchste Gut 9
5.1) Was ist das höchste Gut? 10
5.2) Wie erlangt man es? 10
6.) Staat vs. Individuum 11
7.) Ausblick 12
8.) Quellenverzeichnis 13
2
1.) Vorwort
Aristoteles ist neben Platon der bedeutendste griechische Philosoph. Unter modernen Philosophen gibt es einen vielfachen Bezug auf Aristoteles’ Praktische Philosophie: Im Anschluss an G.E.M. Anscombe hat sich ab Mitte des 20. Jahrhunderts eine neue Tugendethik etabliert, die sich an Aristoteles’ Tugendethik anschließt. In der politischen Philosophie beziehen sich Vertreter unterschiedlicher, zuweilen sogar gegensätzlicher Theorien auf Aristotelische Überlegungen. Dies zeigt, dass Aristoteles’ Philosophie auch heute noch eine enorme Aktualität aufweist. Ich möchte in dieser Hausarbeit basierend auf der Nikomachischen Ethik näher auf deren drei Hauptthesen eingehen: 1. Alle Menschen streben nach Glückseligkeit als dem höchsten Gut/Ziel.
2. Glückseligkeit besteht in der vortrefflichen Tätigkeit der Seele gemäß der Vernunft.
3. Die Lebensform, in der Glückseligkeit am besten verwirklicht wird, ist die theoretische Lebensform.
Zunächst möchte ich mich mit Aristoteles’ Seelenlehre beschäftigen, um so eine Verstehensgrundlage zu schaffen für die drei Lebensformen. Darauf aufbauend möchte ich das höchste Gut des Menschen erläutern und schließlich auf Zusammenhänge zwischen Staat und Individuum eingehen.
3
2.) Aristoteles und seine Zeit
Aristoteles wurde 384 vor Christus in Stagira als Sohn des Leibarztes am makedonischen Königshof geboren. Ab 367 vor Christus lebte er in Athen, wo er Platons Schule besuchte und später selbst dort lehrte. Nach Platons Tod 347 vor Christus verließ er Athen und wurde Lehrer von Alexander dem Großen, kehrte schließlich 335 vor Christus zurück und gründete das Lykeion 1 . 322 vor Christus starb er im Alter von 62 Jahren in Chalkis. Aristoteles gilt als Begründer der formalen Logik, die bis zum 19. Jahrhundert die wichtigste Grundlage der Logik allgemein darstellte. Seine Werke sind stark durch den zeitlichen Kontext geprägt. Im Peloponnesischen Krieg Ende des 5.Jahrhunderts vor Christus hatte Sparta die Vorherrschaft gewonnen, Athen verlor nach außen an politischer Bedeutung. Machtkämpfe und Wechsel der Regierungsformen beschleunigten den innenpolitischen Niedergang Athens. Nach dem Peloponnesischen Krieg herrschten in Athen 30 Tyrannen.
Eine weitreichende Verbreitung des Griechischen (Sprache; Leistungen in Naturwissenschaft und Technik (wozu Arist. viele Anstöße gab)) erfolgte durch den Hellenismus unter Alexander dem Großen. Aristoteles war der Meinung, dass, wer über die Frage der besten Staatsverfassung handeln wolle, zunächst definieren müsse, was die erstrebenswerteste Form menschlichen Lebens sei. Auf diese Problematik geht er in der Nikomachischen Ethik ein. 2
1 Philosophieschule nach dem Modell von Platons Akademie.
2 Vgl. Wiedemann, Uwe: PhilLex - Lexikon der Philosophie. 2005. URL:
http://www.phillex.de. Stand: 18.08.2005.
Arbeit zitieren:
Mona Mähler, 2005, Die drei Lebensformen und das höchste Gut bei Aristoteles, München, GRIN Verlag GmbH
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