Die Arbeit beschäftigt sich mit der Objektifizierung von Frauen* mit besonderem Fokus auf die Darstellung von Frauen* in Film und Medien. Im Rahmen dieser Arbeit soll herausgearbeitet werden, wie „Geschlecht“ überhaupt konstruiert wird und welche unbewussten patriarchalen Denk- und Verhaltensmuster unser Verhalten in Bezug auf die Nutzung von sozialen Medien wie Instagram beeinflussen.
Zunächst wird anhand der Gendertheorie von Judith Butler dargelegt, wie die Differenzierung in „männlich“ und „weiblich“ entsteht und wie diese Muster dekonstruiert werden können. Anschließend folgt die Thematisierung der „Male-Gaze“-Theorie nach Laura Mulvey, als Versuch, die unterbewussten patriarchalen Denkmuster anhand psychoanalytischer Methodik aufzudecken und die Erklärung des Begriffs der „Objektifizierung“. Weiterhin soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern nicht ausschließlich Männer, sondern auch Frauen* sich und andere Frauen* objektifizieren. Im letzten Kapitel soll geklärt werden welche Problematiken diese patriarchalen Denkmuster mit sich bringen und welche Folgen die Selbstobjektifizierung von Frauen* und Mädchen* haben kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Konstruktion von Geschlecht nach Judith Butler
- „The-Male-Gaze“-Theorie nach Laura Mulvey
- Psychoanalytische Grundlagen
- Skopophilie
- Spiegelstadium
- Frauen* im Zuschauerraum - Blickträger oder Objekt der Lust?
- Kritik
- Definition (Selbst-)Objektifizierung
- Selbstdarstellung in den neuen Medien
- Analyse (selbst)-objektifizierender Inhalte auf Instagram
- Folgen der (Selbst)-Objektifizierung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Objektifizierung von Frauen* im Kontext von Film und Medien, insbesondere mit der Darstellung von Frauen* auf Instagram. Sie untersucht, wie „Geschlecht“ konstruiert wird und wie unbewusste patriarchale Denk- und Verhaltensmuster die Nutzung sozialer Medien beeinflussen.
- Die Dekonstruktion von Geschlechterrollen nach Judith Butler
- Die „Male-Gaze“-Theorie und die Objektifizierung von Frauen* in Film und Medien
- Die Rolle der Psychoanalyse (Skopophilie, Spiegelstadium) bei der Analyse der Objektifizierung
- Die Folgen der Selbstobjektifizierung auf Instagram
- Die Auswirkungen patriarchaler Denk- und Verhaltensmuster auf die Selbstdarstellung von Frauen* in sozialen Medien
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung führt in das Thema der Objektifizierung von Frauen* in Film und Medien ein und stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen der Selbstdarstellung auf Instagram.
- Kapitel 2 beleuchtet die Gendertheorie von Judith Butler, die die Konstruktion von Geschlecht durch Sprache und Diskurs erklärt und die binäre Kategorisierung in „Mann“ und „Frau“ kritisiert.
- Kapitel 3 fokussiert auf die „Male-Gaze“-Theorie von Laura Mulvey, die den männlichen Blick in Filmen und dessen psychologische Grundlagen anhand der Psychoanalyse (Skopophilie, Spiegelstadium) untersucht.
- Kapitel 4 analysiert die Selbstdarstellung von Frauen* auf Instagram, indem es die Definition der (Selbst-)Objektifizierung erläutert und die Problematiken der Selbstdarstellung im Kontext patriarchaler Denk- und Verhaltensmuster aufzeigt.
- Kapitel 5 erörtert die Folgen der (Selbst-)Objektifizierung für Frauen* und analysiert die Auswirkungen dieser Denk- und Verhaltensmuster auf die Selbstdarstellung auf Instagram.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themen Genderkonstruktionen, Objektifizierung, Selbstdarstellung, soziale Medien, Instagram, „Male-Gaze“-Theorie, Judith Butler, Laura Mulvey, Psychoanalyse, Skopophilie, Spiegelstadium, patriarchale Denk- und Verhaltensmuster, Frauen* in Film und Medien.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Geschlecht laut der Arbeit konstruiert?
Die Arbeit nutzt die Gendertheorie von Judith Butler, um darzulegen, wie die Differenzierung in „männlich“ und „weiblich“ durch Sprache und Diskurs entsteht und wie diese binären Muster dekonstruiert werden können.
Was besagt die „Male-Gaze“-Theorie nach Laura Mulvey?
Die Theorie untersucht den männlichen Blick in Filmen und zeigt auf, wie Frauen oft als Objekte der Lust für den (männlichen) Zuschauer inszeniert werden, basierend auf psychoanalytischen Konzepten wie Skopophilie.
Welche Rolle spielt Instagram in dieser Untersuchung?
Instagram dient als Beispiel für neue Medien, in denen die Selbstdarstellung von Frauen analysiert wird. Es wird untersucht, wie patriarchale Denkmuster die Nutzung und die (Selbst-)Objektifizierung auf der Plattform beeinflussen.
Was versteht man unter Selbstobjektifizierung?
Selbstobjektifizierung beschreibt den Prozess, bei dem Frauen sich selbst aus einer externen Perspektive als Objekt betrachten und bewerten, oft beeinflusst durch gesellschaftliche Schönheitsideale und patriarchale Strukturen.
Welche Folgen hat die Objektifizierung für Mädchen und Frauen?
Die Arbeit erörtert die Problematiken und negativen Folgen dieser Denkmuster, die von psychischen Belastungen bis hin zu Auswirkungen auf das Selbstbild und die soziale Interaktion reichen können.
- Quote paper
- Gianna Lamberty (Author), 2020, Genderkonstruktionen in Film und Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151121