Online und Social Communication Touchpoints bei Tourismusunternehmen


Seminararbeit, 2019

25 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung der Arbeit

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Abgrenzung

3. Konzeptioneller Rahmen
3.1. Relevanz der Social Communication Touchpoints in Bezug auf Suchverhalten und Kundenerwartung
3.2. Relevanz in der Tourismusbranche

4. Praxisbeispiel
4.1. Vorstellung der Unternehmen
4.2. Analyse der Social Communication Touchpoints in Bezug auf Suchverhalten und Kundenerwartung
4.2.1. Urlaubsguru
4.2.2. Urlaubspiraten
4.3. Vergleich der Unternehmen in Bezug auf die Social Communication Touchpoints

5. Fazit der Ergebnisse

Literaturverzeichnis

Zusammenfassung der Arbeit

In der folgenden Arbeit wird das Thema Social Communication Touchpoints aus Sichtweise der Konsumenten in Hinblick auf die Suche und die Erwartungen analysiert. Durch die Nut- zung von sozialen Medien erhalten Konsumenten schnell glaubwürdige Informationen, wenn diese von anderen Konsumenten und Influencern online gestellt wurden. Positive In- halte sind für den Verkauf eines Produktes förderlich, negative schädlich. Vor allem junge Menschen nutzen soziale Medien häufig und lassen sich dadurch schnell beeinflussen das umworbene Produkt zu kaufen. Unternehmen müssen dadurch die Nutzung von sozialen Netzwerkern auf die Bedürfnisse der Konsumenten anpassen. Nach einer eigenständigen Analyse von zwei Unternehmen wird deutlich, dass ein Unternehmen dem aktuellen Trend auf den sozialen Medien Facebook und Instagram folgt und auf eine neue Strategie diesbe- züglich umstellet, während das andere mehr Zeit benötigt. Dennoch ist noch großes Poten- zial bei beiden Unternehmen zur Verbesserung für eine optimale Nutzung vorhanden.

In the following work the topic Social Communication Touchpoints is analyzed from the point of view of the consumers in terms of the search and the expectations. By using social media, consumers can quickly gain credible information when it's posted online by other consumers and influencers. Positive content is conducive to the sale of a product, negative harmful. Young people, in particular, often use social media and can thus be influenced quickly by buying the product they are looking for. Businesses must adapt the use of social network workers to the needs of consumers. After an independent analysis of two companies, it becomes clear that one company is following the current trend of social media sites Facebook and Instagram and switching to a new strategy in this regard, while the other needs more time. There is still great potential for both companies to improve for optimal use.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Daten der Facebook-Seiten

Tabelle 2: Daten der Instagram-Seiten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Nutzung der Facebook-Seiten

Abbildung 2: Nutzung der Instagram-Seiten

1 . Einleitung

Das Internet mit sozialen Netzwerken und verschiedenen sozialen Medien nimmt immer mehr Einfluss auf das individuelle Suchen nach Produkten und die Erwartungshaltung ge- genüber diesen, da die meisten Personen mittlerweile mindestens ein soziales Medium aktiv nutzen. Vor allem die Generation der Millennials nutzt überwiegend soziale Medien um In- formationen zu erhalten.1 Dadurch verändert sich auch der Fokus der Costumer Journey. Es müssen vermehrt für deren Analyse auch Social Communication Touchpoints verwendet werden, Interaktionen zwischen dem Konsumenten und dem Unternehmen innerhalb sozia- ler Medien. Erst durch das Akzeptieren und Verwenden des neuen Trends können Unterneh- men weiterhin konkurrenzfähig bleiben und erhöhte Umsätze sowie Gewinne generieren und zudem neue Anreize für Konsumenten setzen. Dafür müssen Unternehmen zunächst den Kunden und seine neuen Bedürfnisse verstanden haben.2 Somit ist das Thema Social Com- munication Touchpoints aktuell und stellt sowohl Unternehmen als auch Konsumenten vor neue Herausforderungen.

Aktuell sind bereits diverse Forschungen im Bereich Social Communication Touchpoints vorhanden, so dass bereits einiges an Fachwissen generiert werden konnte. Oftmals wurde in Studien das Fachwissen auf Unternehmen angewendet, um bereits vorhandene Ergebnisse zu bestätigen und neues Wissen zu erforschen. Jedoch wurde bisher lediglich die Sichtweise des Unternehmens betrachtet und es sind keine Forschungen aus Sichtweise des Konsumen- ten veröffentlicht worden. Da, wie bereits erwähnt, in Hinblick auf den Erfolg eines Unter- nehmens das Verstehen der Konsumenten eine wichtige Rolle spielt, sollte die Konsumen- tensichtweise bezüglich des Nutzens von Social Communication Touchpoints nicht vernach- lässigt werden. Da es bisher keine expliziten Forschungen in diesem Bereich gibt, ist es sinnvoll mit dem Suchverhalten und den darauffolgenden Erwartungen zu beginnen, so dass sich folgende Forschungsfrage ergibt: Wie suchen Konsumenten und welche Erwartungen entwickeln sich mit Hilfe von Social Communication Touchpoints in der Tourismusbran- che?

Somit ist das konkrete Ziel die Analyse der Social Communication Touchpoints aus Konsu- mentensicht im Hinblick auf die Suche und die Erwartungen. In dieser Arbeit werden vor allem die Forschungsfragen (1) Inwiefern werden Social Communication Touchpoints zur Suche von Informationen über ein bestimmtes Produkt verwendet sowie (2) Welche Erwar- tungen ergeben sich aus den vorgefundenen Informationen dauerhaft aufgegriffen und be- antwortet.

Durch das Ergebnis des Forschungsziels wird die Verwendung der Social Communication Touchpoints von den Konsumenten deutlich. Es werden Einblicke in die Verwendung der sozialen Medien seitens der Generation Millennials gegeben und wie Konsumenten speziell nach einem Produkt aktiv suchen oder durch Influencer beeinflusst werden. Die Erwartungs- haltung orientiert sich meistens an sozialen Medien und Konsumenten erwarten dasselbe Produkt und die selbe Zufriedenheit wie die bei anderen Personen. Unternehmen verstehen dadurch besser, wie wichtig das Verstehen der Kunden und deren Verwendung der sozialen Medien in der heutigen Zeit geworden ist. Der Forschungsbeitrag aus diesem konzeptionel- len Rahmen bezieht sich auf den Anwendungsbereich der Tourismusbranche. Die Touris- musbranche ist mittlerweile ein sehr wichtiger Teil der Wirtschaft und entwickelt sich stets weiter. Diese Entwicklung ergab sich vor allem aufgrund des neu entstandenen Sektors der Kreuzfahrten. Vor allem in diesem Sektor werden auch aktuelle Trends verstanden und um- gesetzt, wie das Verwenden von Blogs, um vor allem die jungen Konsumenten zu umwerben und von dieser Art zu reisen zu begeistern. Durch das Teilen der gemachten Erfahrungen, wird sowohl auf negative als auch auf positive Einblicke bezüglich einer Kreuzfahrtreise verwiesen. In diesen Blogs werden nicht nur Einblicke über den Ablauf einer Kreuzfahrt gegeben, sondern auch wissenswerte Tipps, die nützlich sind, wenn der Konsument selbst eine Kreuzfahrt unternehmen wird. Dies ist sehr vorteilhaft für Personen, die selbst noch keine eigenen Erfahrungen mit der Form des Reisens gemacht haben, da die Vorstellungs- kraft angeregt wird. Zusätzlich entsteht eine Bindung von dem Leser zu der Person, die den Blog verfasst hat, welche für weitere Blogs von Bedeutung sein kann.3

Um die Forschungsfragen ausführlich zu beantworten, werden zunächst die dafür benötigten Begriffe voneinander abgegrenzt und erläutert. Darauf wird mit den definierten Begriffen die Relevanz der Social Communication Touchpoints in Bezug auf das Suchverhalten sowie die Kundenerwartungen aus Konsumentensicht verdeutlicht. Zum besseren Verständnis wird danach der konzeptionelle allgemeine Rahmen auf das Anwendungsgebiet der Touris- musbranche bezogen. Im folgenden Kapitel wird das Praxisbeispiel vorgestellt, welches aus einem Vergleich von zwei online Tourismusunternehmen dargestellt wird. Dafür werden beide Unternehmen vorher auf deren individuellen Social Communication Touchpoints in den sozialen Medien Facebook und Instagram analysiert. Schlussfolgernd wird das Fazit gezogen.

2. Begriffliche Abgrenzung

Um den nachfolgenden konzeptionellen Rahmen besser zu verfolgen, werden zunächst die wichtigsten Begriffe erläutert und abgegrenzt.

In den letzten Jahrzehnten ist das Internet dauerhaft weiterentwickelt worden. Aufgrund die- ser Entwicklung ist es nicht nur mehr ein Broadcast Medium, sondern auch ein teilnehmen- des Medium, in dem Informationen von jeglichen Individuen geteilt werden.4 Die sogenann- ten Information Communication Technologies sind heutzutage im Alltag integriert und wer- den auch als digitale Marketingstrategie genutzt, da der Großteil der Bevölkerung Zugang zum Internet besitzt und diese Veränderung angenommen hat.5 Somit wurden zu den beste- henden Offline-Kanälen, wie z.B. plakative Werbung, neue Online-Kanäle, z.B. digitale Werbeanzeigen, hinzugefügt, um bspw. ein Reiseprodukt zu bewerben. Zusätzlich sind Omni-Kanäle entstanden. Diese sind definiert als die Gesamtheit aller verfügbaren Kanäle, die von einem Unternehmen genutzt werden und bei denen Konsumenten die Möglichkeit besitzen mit dem Unternehmen zu interagieren. Sofern alle Omni-Kanäle maximal genutzt werden, entstehen No-Line-Systeme. Diese haben den Vorteil, dass eine stärkere Interaktion mit den Konsumenten besteht und dadurch vorhandene Marktanteile gesichert werden.6 Zu Omni-Kanälen zählen vor allem soziale Netzwerke. Soziale Netzwerke sind Organisations- modelle, in denen Konsumenten miteinander interagieren und das Wachstum eines Unter- nehmens beeinflussen.7 In sozialen Netzwerken bestehen zwei Mechanismen. Einerseits ein informativer Mechanismus, der Konsumenten lediglich über ein Produkt informiert und an- dererseits ein überzeugender Mechanismus, der Konsumenten überzeugen soll, das Produkt zu kaufen. Die Grundlage dafür ist ein Bewusstsein für das bestehende Produkt beim Kon- sumenten zu schaffen, der mit normativem Druck und den Mechanismen zu einer positiven Kaufentscheidung führt.8 Einen großen Anteil solcher Netzwerke stellen soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram dar, welche als sogenannte Apps auf internetfähigen Sys- temen herunterzuladen sind. Facebook hat mehrere Milliarden registrierte Nutzer, wobei hunderte Millionen diese Webanwendung täglich nutzen und ist somit das bekannteste sozi- ale Medium.9

Gemäß Zentes, Swoboda und Foscht (2019) werden unter Touchpoints jeglicher Kontakt zwischen Konsumenten und einem Unternehmen verstanden. Insgesamt gibt es drei unterschiedliche Arten: retail brand-owned, welche aktiv vom Unternehmen kontrolliert werden, retail partner-owned, welche käuflich erworben werden, um den Konsumenten zu erreichen, und Social Communication Touchpoints. Diese sind definiert als Kontakt zwi- schen Kunden oder Influencern und potenziellen neuen Konsumenten über Social Media Kanäle. Für alle Touchpoints werden zwei verschiedene Konzepte genutzt. Zum einen wird User Generated Content (UGC) genutzt, sodass in Bezug auf Social Communication Touch- points, Social Media Nutzer aktiv den Kommunikationsinhalt generieren und eine Interak- tion mit anderen Nutzern besser stattfindet. Dabei wird der Inhalt der Informationen nicht von dem Unternehmen beeinflusst. Es wird versucht die Konsumenten zu überzeugen (über- zeugender Mechanismus).10 Zum anderen wird das Konzept electronic Word-of-Mouth (e- WOM) verwendet. Bei diesem wird der Inhalt meistens von Seiten der Unternehmen den Konsumenten vermittelt und dient als informativer Mechanismus.11 Vor allem Social Com- munication Touchpoints werden in der Customer Journey analysiert. Ein wichtiger Punkt darin ist das Suchverhalten von Konsumenten. Durch das bessere Verständnis des Konsu- menten kann das Kaufverhalten besser analysiert werden, sodass die Konsumentenbedürf- nisse dauerhaft befriedigt werden.12

Der Tourismus ist ein bedeutendes Segment der Wirtschaft geworden. Mehrere Millionen Jobs sind durch den Sektor gegeben und jährlich werden viele Millionen US-$ Umsatz ge- neriert.13 Durch den neuen Trend der Kreuzfahrten wurde in den letzten 20 Jahren ein deut- liches Wachstum im Tourismussektor verzeichnet, sodass der Tourismus zu einer der wich- tigsten Einkommensquellen für diverse Länder wurde.14 Plattformen, mit denen Reisen über das Internet gebucht werden, sind zur Notwendigkeit für die Tourismusbranche geworden. Somit gibt es nun Unternehmen, die ausschließlich online und welche, die offline, in einem Geschäft vor Ort ihre Reise vertreiben.15 Das Hauptmerkmal der Tourismusbranche sind das Reiseziel und der spezifische Tourist. Ein Tourist ist eine Person, die sich dafür entscheidet eine bestimmte Zeit ihren Wohnort zu verlassen, um weitere Bedürfnisse zu befriedigen. Es gibt verschiedene Reisearten, bspw. Erholungstourismus, Naturtourismus oder Nationaler Tourismus, bei denen der Fokus z.B. auf Unterhaltung, Erholung oder Gesundheitsverbes- serung liegt. Somit ist die Tourismusbranche ein Bereich, in dem Produkte angeboten wer- den für Gruppen oder einzelne Personen, um ihnen neue Erfahrungen zu ermöglichen.16 Promotion,” Expert Journal of Marketing, 6 (2), 65-73.

3 . Konzeptioneller Rahmen

3.1. Relevanz der Social Communication Touchpoints in Bezug auf Suchverhalten und Kundenerwartung

Durch die eher jungen sozialen Medien Kanäle liegt die Fokusgruppe der Social Communi- cation Touchpoints vor allem auf der Generation X und Y sowie auf der der Baby Boomer.17

Die größte Kaufkraft in Bezug auf soziale Medien zeigt die untergeordnete Generation Mil- lennials (Geburtsjahre 1985-1999), die zur Generation Y gehört, da sie die aktivste Perso- nengruppe auf sozialen Medien ist. Ihnen ist es besonders wichtig, den Kontakt zu anderen herzustellen, sei es um bestehende Kontakte zu pflegen oder neue Kontakte zu knüpfen. 74% der Konsumenten in diesem Alter lassen ihre Kaufentscheidung von sozialen Medien beein- flussen. Außerdem stellen sie eine neue interessante Zielgruppe für die Tourismusbranche dar.18 Die Wichtigkeit von sozialen Medien wird dadurch deutlich, dass US-Amerikaner 22,5% ihrer Zeit mit sozialen Medien verbringen. Die Tendenz steigt weiter an.19 Im Fol- genden wird sich in dieser Arbeit auf die Zielgruppe Millennials bezogen.

Die meisten Personen suchen im Internet nach Informationsquellen und nutzen dafür auch soziale Medien. Zu sozialen Medien gehören soziale Netzwerkseiten, persönliche Blogs, vir- tuelle soziale Welten, virtuelle Gemeinschaften, gemeinschaftliche Projekte sowie virtuelle Spiele. Konsumenten, die nach Informationen bzgl. eines Produktes oder eines Unterneh- mens suchen, finden in den meisten sozialen Medien Gemeinschaften, die als Communities dargestellt werden. Communities entstehen aus Personen, die ähnliche Interessen oder Ge- meinsamkeiten aufzeigen, allerdings füreinander Unbekannte sind. Dadurch entwickeln sich neue Kontakte zwischen den (potentiellen) Konsumenten und es entsteht eine Beziehung zwischen ihnen. Sofern sich potentielle Konsumenten dafür entscheiden das Produkt zu kau- fen, erwarten sie, dass sie genauso zufrieden sind wie die Konsumenten oder Influencer, die das Produkt empfohlen haben. Das Suchverhalten unterscheidet sich in verschiedenen Di- mensionen. Relevant für Social Communication Touchpoints sind die Bereiche Blogs, Com- munities sowie soziale Netzwerke und virtuelle soziale Welten.20 Als Anfänger werden Per- sonen bezeichnet, die bisher nur wenig Wissen in einem Bereich vorweisen und selbst nur wenig bis keine Erfahrung in diesem Bereich bspw. dem Reisen haben. Experten besitzen grundlegende Kenntnisse im allgemeinen Bereich des Reisens und vertiefen ihr Wissen in einem von ihnen präferierten Bereich, z.B. einem bestimmten Kontinent. Forscher dagegen beinhalten ein tiefes (Fach-)Wissen und besitzen auch schon mindestens erste eigene Erfahrungen durch eigene Reisen. Sie lesen vor allem Rezensionen zu einem bestimmten Themenbereich.21 Da Anfänger noch keine grundlegenden Kenntnisse oder Erfahrungen be- sitzen, ist es einfacher diese zu beeinflussen. Konsumenten, die bereits über Erfahrungen verfügen, werden proaktiv mittels Co-Creation genutzt, um ihre gewonnenen Erfahrungen als Werbung zu nutzen und somit den potentiellen Konsumenten positive Informationen zu vermitteln.22 Sogenannte Influencer oder Meinungsleiter sind Personen, die andere Personen beeinflussen mit Hilfe des Postens von Beiträgen und der Kommentarfunktion in diversen sozialen Medien und entsprechende Bilder sowie Videos zur Verdeutlichung hinzufügen. Sie sehen sich selbst als besonders an und vermitteln ein hohes Selbstbewusstsein. Durch eine starke Bindung zu ihrer Community teilen sie ihr Leben und ihre Meinungen mit ande- ren Personen. Durch negative Erfahrungen mit einem Unternehmen oder einem Produkt ver- breiten sie auch eine negative Beeinflussung, so dass einige potentielle Konsumenten das Produkt nicht mehr erwerben möchten. Die gleiche Beeinflussung ist auch bei positiven Er- fahrungen zu beobachten. Influencer fallen unter die Kategorie der überzeugenden Mecha- nismen.23 Je mehr Follower, Nutzer die einer Person aktiv folgen, um deren aktuellsten Posts angezeigt zu bekommen, ein Influencer besitzt desto vertrauensvoller wird diese Person von Nutzern eingeschätzt. Dadurch werden die geteilten Informationen des Influencers als sehr glaubwürdig angesehen.24 1/3 der Konsumenten werden von den gefundenen Informationen auf sozialen Netzwerkseiten auch beeinflusst hinsichtlich ihrer Kaufentscheidung. Sie er- warten demnach dieselbe Zufriedenheit mit dem erworbenen Produkt, wie deren Vermitt- ler.25 Weitere Faktoren, die zu einer positiven Beeinflussung führen, sind Ähnlichkeiten zwi- schen dem Konsumenten oder Influencer und dem potenziellen Konsumenten in Bezug auf demographische sowie psychographische Faktoren.26

Für die Beeinflussung der Konsumenten seitens der Influencer und auch von Unternehmen spielen die Faktoren Kontrolle, intrinsische Motivation sowie Emotionen eine wichtige Rolle. Ebenfalls soll bei Nutzern Freude entstehen, wenn sie Rezensionen oder Blogs lesen.27

Emotionen zu einem Produkt oder Unternehmen steigern auch die Loyalität zu diesem, so- dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass diese Konsumenten negativen Inhalt teilen.28

Schivinski und Dabrowski (2016) belegen, dass eWOM Inhalte, die von Unternehmen ge- teilt werden, nicht direkt einen positiven Effekt auf den Markenwert eines Unternehmens besitzen. Allerdings konnte eine positive Beeinflussung von den geteilten Inhalten auf die Konsumentenansicht bzgl. der Markeneinstellung vernommen werden. Positive UGC Inhalte hatten sowohl auf den Markenwert als auch auf die Markeneinstellung einen positi- ven Effekt. Falls Nutzer von sozialen Medien negative Inhalte teilen, haben diese einen ne- gativen Effekt auf Markenwert und Markeneinstellung. Demnach glauben Konsumenten e- her anderen unbekannten Nutzern von sozialen Medien als dem Unternehmen selbst und sehen diese Inhalte als glaubwürdiger an. Dies belegt ebenfalls eine Vielzahl weiterer Quel- len.

[...]


1 Chatzigeorgiou, Chryssoula (2017), „Modelling the impact of social media influencers on behavioural intentions of millennials: The case of tourism rural areas in Greece,” Journal of Tourism, Heritage & Services Marketing, 3 (2), 25-29.

2 Zentes, Joachim, Bernhard Swoboda und Thomas Foscht (2019), „Handelsmanagement,“ 4. Aufl., München: Vahlen.

3 Gonzales Santiago, Marcya Stefany und Ricardo Fontes Correia (2019), „The Influence of Blogs on the Complain Intention: The Case of the Cruise Ship Industry,” Journal of Marketing Research and Case Studies, 2019 (2019), 1-16.

4 Leung, Daniel, Law, Rob, van Hoof, Hubert und Dimitrios Buhalis (2013), „Social Media in Tourism and Hospitality: A Literature Review,” Journal of Travel & Tourism Marketing, 30, 3-22.

5 SamranZ,aqronaW, ahyunSi,rMi, isriNl, abilaR, anuanAd nnPeutr(i2018)„,DeterminatioonDf igitaMl arketinSgtrategieasEs f fective CommunicationTechniquefsoGr oOntraveBl randAwareness,” JournaolRf esearchinMarketing, 9(3)7,52-757.

6 Vgl. Zentes/Swoboda/Foscht 2019, 516-538.

7 Valeri, Marco(2016)„,NetworkingandcooperationpracticeisnthIetaliantourismbusiness,” JournaolTfourismH, eritag&eServices Marketing2(,1)3,0-35.

8 MullerE, itan unRd enanPaere(s2019)„,Theffecotsfocianletworksst ructuroeinnnovatiopnerformanceAr:eviewandirectionfsor research,” InternationaJlournaolRf esearchinMarketing, 363,-19.

9 Misirlis, Nikolaos, Lekakos, George und Maro Vlachopoulou (2018), Associating Facebook Measurable Activities with Personality Traits: A Fuzzy Sets Approach,” Journal of Tourism, Heritage & Services Marketing, 4 (2), 10-16.

10 Vgl. Zentes/Swoboda/Foscht 2019, 516-538.

11 Schivinski, Bruno und Dariusz Dabrowski (2016), „The Effect of Social Media Communication on Consumer Perceptions of Brands,” Jou r n a l of Marketing Communication, 22 (2), 189-214.

12 Foscht, Thomas, Swoboda, Bernhard und Hanna Schramm-Klein (2017), „Käuferverhalten,“ 5. Aufl., Wiesbaden: Springer Gabler.

13 Conyette, Mochael (2014), „Evidence that travel product knowledge includes familiarity with travel products and destinations,” Inter- na ti ona l Journal of Management and Marketing Research, 7 (2), 57-63.

14 Vgl. Gonzales Santiago/Correia 2019, 1-16.

15 Vgl. Chatzigeorgiou 2017, 25-29.

16 Tzioras, Nikolaos (2018), „The Role of Environmental Management in Tourism Marketing Development as a Means of Destination

17 Vgl. Chatzigeorgiou 2017, 25-29.

18 Lange-Faria, Wendy und Statia Elliot (2012), „Understanding the role of social media in destination marketing,” Tourismos: An inter- na ti ona l multidisciplinary Journal of Tourism, 7 (1), 193-211.

19 Vgl. Leung/Law/van Hoof/Buhalis 2013, 3-22.

20 Vgl. Lange-Faria/Elliot 2012, 193-211.

21 Vgl. Convette 2014, 57-63.

22 Vinerean, Simona (2017), „Importance of Strategic Social Media Marketing,” Expert Journal of Marketing, 5 (1), 28-35.

23 Vgl. Muller/Peres 2019, 3-19.

24 Vgl. Chatzigeorgiou 2017, 25-29.

25 Vgl. Leung/Law/van Hoof/Buhalis 2013, 3-22.

26 Vgl. Lange-Faria/Elliot 2012, 193-211.

27 Sago, Brad (2015), „A comparison of user perceptions and frequency of use of social media to use of social media,” International Journal of Management and Marketing Research, 8 (1), 15-29.

28 Vgl. Chatzigeorgiou 2017, 25-29.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Online und Social Communication Touchpoints bei Tourismusunternehmen
Hochschule
Universität Trier
Note
2,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V501055
ISBN (eBook)
9783346017819
ISBN (Buch)
9783346017826
Sprache
Deutsch
Schlagworte
online, social, communication, touchpoints, tourismusunternehmen
Arbeit zitieren
Viola Hoffmann (Autor), 2019, Online und Social Communication Touchpoints bei Tourismusunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501055

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