La pàtria gehört zu den wichtigsten Gedichten in der Geschichte der katalanischen Literatur. Jedoch ist es im Gegensatz zu vielen anderen literarischen Werken nicht hauptsächlich durch seine literarische Qualität berühmt geworden, sondern durch seine enorme Bedeutung für die Katalanen seiner Zeit. Es war eins der ersten Werke nach der Decadència der katalanischen Sprache und mit ihm beginnt im 19. Jh. die Renaixença, daß heißt der Wiederbelebung der katalanischen Sprache und Literatur. Diese Arbeit soll sich vor allem mit der Entstehungsgeschichte des Werkes, und den daraus resultierenden Folgen für die katalanische Literatur beschäftigen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG:
2 BONAVENTURA CARLES ARIBAU UND DAS GEDICHT:
3 DAS GEDICHT UND SEINE BEDEUTUNG:
3.1 ENTSTEHUNG UND PUBLIKATION
3.2 WAS ES AUSGELÖST HAT
3.3 INHALT UND INTERPRETATION DES GEDICHTS:
3.4 LEMOUSINISCH NICHT KATALANISCH
3.5 WIDERSPRÜCHE UND KRITIK:
4 LA RENAIXENÇA
5 SCHLUß:
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte und die kulturhistorische Bedeutung des Gedichts "La pàtria" von Bonaventura Carles Aribau, welches als Initialzündung der katalanischen Literaturrenaissance (Renaixença) im 19. Jahrhundert gilt.
- Biografische Einordnung von Bonaventura Carles Aribau
- Analyse der Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Gedichts
- Interpretation der thematischen Motive und der symbolischen Landschaftsdarstellung
- Untersuchung der sprachlichen Identität und der Rolle des Lemousinischen
- Bedeutung für die historische literarische Bewegung "La Renaixença"
Auszug aus dem Buch
3.1 Entstehung und Publikation
Das Gedicht ist im Herbst 1832 als Hommage auf Aribaus Arbeitgeber Gaspar de Remisa entstanden und wurde daraufhin bei einem Festakt am 6.1.1833 in Madrid, zum Geburtstag seines Vorgesetzten, vorgetragen. Es sollte sich auf den Dienstherrn Bankier Gaspar de Remisa i Miarons beziehen, bei dem Aribau Sekretär war.
Aribau schien nicht viel Erfahrung mit der katalanischen Sprache als Literatursprache zu haben, und schickte deshalb das Gedicht seinem Freund Frances Renart i Arús, den er bittet es zu korrigieren. In dem Begleitbrief schreibt er: " Para el día de S. Gaspar presentamos al Gefe algunas composiciones escritas en varias lenguas. A mí me ha tocado el catalán y he forjado estos informes alejandrinos que te incluyo para que los revises, y taches, y enmiendes, pues yo en mi vida las vi mas gordas."
Diese Privathandschrift des Gedichtes mit einigen Korrekturen von Arús ist noch erhalten, die erste Druckfassung, die zum Geburtstag von Gaspar i Remisa angefertigt wurde allerdings nicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung verortet das Gedicht "La pàtria" als Schlüsselwerk, das den Beginn der katalanischen Literaturrenaissance einläutete.
2 BONAVENTURA CARLES ARIBAU UND DAS GEDICHT: Dieser Abschnitt bietet einen kurzen biografischen Abriss des Autors und beleuchtet die Entstehungsumstände des Gedichts im Kontext seiner beruflichen Tätigkeit in Madrid.
3 DAS GEDICHT UND SEINE BEDEUTUNG: Das zentrale Kapitel analysiert die Publikationsgeschichte, die inhaltliche Symbolik, die Motivik der Sehnsucht sowie die literarische und sprachliche Rezeption des Werkes.
4 LA RENAIXENÇA: Dieses Kapitel erläutert den weiteren kulturgeschichtlichen Kontext und den Einfluss des Gedichts auf die aufkommende literarische Bewegung der Renaixença.
5 SCHLUß: Das Fazit fasst zusammen, dass die historische und gesellschaftliche Wirkung des Gedichts seine literarische Qualität übertrifft und es als ersten Ausdruck eines katalanischen Identitätsbewusstseins wertet.
Schlüsselwörter
La pàtria, Bonaventura Carles Aribau, Renaixença, katalanische Literatur, Decadència, Sehnsucht, Enyorança, Lyrik, Sprachgeschichte, Identität, Literaturgeschichte, 19. Jahrhundert, Katalonien, Gaspar de Remisa.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und der historischen Tragweite des Gedichts "La pàtria" von Bonaventura Carles Aribau im Kontext der katalanischen Literaturrenaissance.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt biografische Aspekte Aribaus, die Genese seines bekanntesten Werks sowie die Auswirkungen dieses Gedichts auf das nationale Bewusstsein und die katalanische Sprache im 19. Jahrhundert.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Status des Gedichts als Auslöser der "Renaixença" kritisch zu hinterfragen und den Zusammenhang zwischen persönlicher Sehnsucht des Autors und nationaler Identitätsstiftung zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literatur- und kulturhistorische Analyse, die auf der Auswertung von Primärquellen, zeitgenössischen Dokumenten und literaturwissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehung und Publikationswege, die inhaltliche Interpretation der Landschaftsmotive sowie die Analyse der sprachlichen Besonderheiten und der zeitgenössischen Kritik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Renaixença, katalanische Identität, Enyorança (Sehnsucht), literarische Tradition und die historische Rolle des Autors Aribau.
Warum wird im Gedicht vom "Lemousinischen" und nicht vom "Katalanischen" gesprochen?
Der Begriff war im 19. Jahrhundert als ästhetischer und historischer Rückgriff auf die okzitanische Tradition üblich und sollte die Reinheit sowie den Adel der katalanischen Sprache unterstreichen.
Welche Rolle spielt die Person des Dienstherrn Gaspar de Remisa?
Er fungierte als Anlassgeber für das Gedicht, da Aribau für ihn eine Hommage zum Geburtstag verfasste, was den teilweise privaten Charakter des Entstehungszusammenhangs unterstreicht.
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- Anke Verena Meyer (Author), 2001, La pàtria de Bonaventura Arribau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16158