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Die akustische Gestalt der Vokale

Scholary Paper (Seminar), 2000, 14 Pages
Author: Dr. Frank Lorenz
Subject: German Studies - Linguistics

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2000
Pages: 14
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V24122
ISBN (E-book): 978-3-638-27066-3
ISBN (Book): 978-3-638-75990-8
File size: 382 KB

Abstract

Vokale könnte man funktionell gesehen als „Tonträger“ unserer Sprache bezeichnen. Vokale als orale Öffnungslaute bilden phonetisch den Kern einer jeden Silbe. Diese Arbeit zeigt die Bildung und Eigenschaften von Vokalen auf und geht auf besondere Charakteristika von Vokalrealisationen in anderen Sprachen und daraus resultierende Interferenz-Erscheinungen ein.


Excerpt (computer-generated)

Die akustische Gestalt der Vokale

von: Frank Lorenz


Inhaltsverzeichnis

1. GEGENSTAND DER ARBEIT 3

2. ERZEUGUNG VON SPRACHSCHALL 3

3. LAUTLICHE EIGENSCHAFTEN DER VOKALE 4

3.1 FORMANTREGELN NACH NEPPERT/PÉTURSSON 5

4. FORMANTCHARAKTERISTIK DER VOKALE 6

5. KNOW YOUR FORMANTS: VOKALE IN ANDEREN SPRACHEN 7

5.1 EIGENE MESSUNGEN ZUR LOKALISIERUNG VON [E] 9
5.2 GRAFISCHE AUSWERTUNG DER MESSDATEN 12

6. SCHLIESSENDE WORTE 12

A. ANHANG: FORMANTTABELLE 13

BIBLIOGRAPHIE 14

 

 

Gegenstand der Arbeit

Vokale könnte man funktionell gesehen als „Tonträger“ unserer Sprache bezeichnen. Vokale als orale Öffnungslaute bilden phonetisch den Kern einer jeden Silbe. Diese Arbeit zeigt die Bildung und Eigenschaften von Vokalen auf und geht auf besondere Charakteristika von Vokalrealisationen in anderen Sprachen und daraus resultierende Interferenz- Erscheinungen ein. Grundlage der zwei ersten Kapitel sind dabei die Ausführungen in NEPPERT/PÉTURSSON. Erzeugung von Sprachschall Primärklang ist der Ausgangsklang für alle Vokale und wird in der Glottis produziert. Dazu wird bei geschlossenen Stimmlippen ein Überdruck unterhalb der Glottis aufgebaut. Wird dieser Druck zu hoch, werden die Stimmlippen gesprengt und öffnen sich. Da die Stelle zwischen den Stimmlippen aber trotzdem noch immer wesentlich schmaler ist als der Raum unter- und oberhalb, strömt die Luft in diesem Bereich schneller, wodurch nach BERNOULLI ein Unterdruck entsteht. Dieser Sog zieht die Stimmlippen wieder zusammen und ein neuer Verschluß wird aufgebaut. „Das durch die Unterdruckkräfte bewirkte Zusammenziehen erfolgt allerdings zunächst nicht im oberen Bereich an der engsten Stelle, sondern weiter unten im weniger engen Bereich des Conus elasticus.“1 Die Ursache dafür ist die elastischere Anatomie der Schleimhaut an dieser Stelle. Es erflogt danach eine zyklische Hochverlagerung des Verschlusses. Die Druckschwankung durch den Wechsel von Über- und Unterdruck über der Glottis und die damit verbundene Bewegung der Luftteilchen ist, was als periodischer Schall hör- und meßbar ist. Ursprünglich liegt die Intensität des erzeugten Schalls über der Schmerzgrenze des menschlichen Ohrs; es tritt allerdings anatomisch bedingt eine starke Dämpfung des Schalls durch das Gewebe ein.

Lautliche Eigenschaften der Vokale

[...]


1 Neppert, J. und M. Pétursson. Elemente einer akustischen Phonetik. S. 95


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