Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Interpunktion am Beispiel vom Apostroph bei den Germanistikstudierenden im Fremdsprachenunterricht. Das Anliegen der Untersuchung ist es, Defizite und Stärken der Studenten bezüglich der Interpunktion im Bereich des Apostrophs zu eruieren. Des Weiteren richtet sich das Augenmerk der vorliegenden Arbeit auf eine ausführliche Betrachtung von Schreibaufgaben hinsichtlich der Setzung vom Apostroph. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die vorhandenen Defizite bei den Studierenden im Bereich der Interpunktion zu verringern.
Inhaltsverzeichnis
Zur Geschichte des Apostroph
Regeln zum Apostroph
Analyse von schriftlichen Arbeiten
Ziel der Untersuchung
Korpusbeschreibung
Zur Analyse von der ersten Aufgabe
Zur Analyse von der zweiten Aufgabe
Didaktische Schlussfolgerungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Untersuchung zielt darauf ab, die Kompetenzen und Defizite von Germanistikstudierenden im Hinblick auf die korrekte Verwendung des Apostrophs zu eruieren und Möglichkeiten zur Verbesserung der Schreibkompetenz abzuleiten.
- Historische Entwicklung der Apostroph-Verwendung in der deutschen Sprache.
- Detaillierte Analyse der geltenden orthographischen Regeln für den Apostroph.
- Empirische Untersuchung der Fehlerhäufigkeit bei Studierenden anhand von Diktaten und Korrekturaufgaben.
- Kategorisierung der häufigsten Normverstöße in verschiedenen grammatikalischen Kontexten.
- Ableitung didaktischer Strategien zur Stärkung der Rechtschreibsicherheit im akademischen Kontext.
Auszug aus dem Buch
Zur Geschichte des Apostrophs
Der Apostroph war laut Klein (2002, 183) bei den alten Griechen zu finden. In dieser Zeit wurde als Auslassungszeichen verwendet. Seit dem 16. Jahrhundert erschien der Apostroph in der Druckersprache im Englischen und Französischen. So Parkes (1992, 55f.). In der deutschen Sprache erschien er nach Zimmermann (1983/1984, 417) am Ende des 18. Jh. Anfangs kam der Apostroph in der Lyrik vor. Adelung (1971, 798) verweist darauf, dass der Apostroph eine Lesehilfe sein könnte, um Eigennamen hervorzuheben. Am Anfang der Verwendung des Apostrophs in der deutschen Sprache hatte dieses Interpunktionszeichen kaum eine segmentale Funktion. So Klein (2002, 190). Apostroph war vorwiegend für die Kennzeichnung von Elision in 19. Jh. Hier hatte der Genitiv-Apostroph jedoch kaum eine Bedeutung und wurde verpönt. Laut Klein (2002, 189) plädierte im 19Jh. das Wörterbuch „Vollständiges Orthographisches Wörterbuch“ von Duden (1880, 15) für die Vermeidung des Apostrophs. Im 20. Jh. war die Anwendung des Apostrophs trotz dieser Ausklammerung zu finden und zwar bei Thomas Mann. So Klein (2002, 189). Im 21. Jh. wurde vermehrt der Genitiv Apostroph verwendet. In der Rechtschreibreform gab es ein Paragraph §97 für die Anwendung des Apostrophs.
Laut Klein (2002, 171) gibt es Arten von Apostrophen. Es geht um Stammform- und Elisionsapostroph. Während der Elisionsapostroph als Auslassungszeichen fungiert, dient der Stammform-Apostroph der Hervorhebung einer Stammform.
Zusammenfassung der Kapitel
Zur Geschichte des Apostroph: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung und den funktionalen Wandel des Apostrophs von der griechischen Antike bis zur modernen deutschen Rechtschreibung nach.
Regeln zum Apostroph: Hier werden die aktuellen orthographischen Vorgaben systematisch dargestellt, wobei zwischen Fällen, in denen ein Apostroph gesetzt werden kann oder muss, und Fällen, in denen er unzulässig ist, unterschieden wird.
Analyse von schriftlichen Arbeiten: In diesem Hauptteil wird das methodische Vorgehen bei der empirischen Untersuchung erläutert, welche die Fehleranfälligkeit bei der Apostrophsetzung anhand von Studierendendiktaten und gezielten Übungsaufgaben auswertet.
Ziel der Untersuchung: Dieses Unterkapitel definiert das Ziel der Arbeit, die Stärken und Schwächen der Studierenden im Bereich der Interpunktion, speziell beim Apostroph, zu identifizieren.
Korpusbeschreibung: Hier werden die Rahmenbedingungen der Untersuchung, die Auswahl der Probanden und die Art der verwendeten Schreibaufgaben dargelegt.
Zur Analyse von der ersten Aufgabe: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der ersten Fehleranalyse anhand von Diktaten, die zu zwei verschiedenen Messzeitpunkten erhoben wurden.
Zur Analyse von der zweiten Aufgabe: Dieses Kapitel wertet die Ergebnisse der zweiten Übung aus, bei der die Probanden Texte gezielt mit Apostrophen versehen mussten, und vergleicht diese mit den Vorab-Ergebnissen.
Didaktische Schlussfolgerungen: Auf Basis der Analyseergebnisse werden Empfehlungen für den Unterricht formuliert, um die identifizierten Defizite bei den Studierenden durch gezielte Übungen zu beheben.
Schlüsselwörter
Apostroph, Interpunktion, Rechtschreibung, Germanistik, Schreibkompetenz, Genitiv-Apostroph, Elision, Diktat, Orthographie, Sprachdidaktik, Normverstöße, Stammform-Apostroph, Sprachunterricht, Fehleranalyse, Rechtschreibreform.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Interpunktion am Beispiel des Apostrophs im Kontext des Germanistikstudiums und analysiert dabei die Fähigkeit der Studierenden zur korrekten Anwendung.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die historische Entwicklung des Apostrophs, die offiziellen orthographischen Regeln und deren praktische Anwendung in schriftlichen Arbeiten von Studierenden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, Stärken und Defizite der Studenten bei der Setzung des Apostrophs aufzudecken und daraus didaktische Ansätze zur Verbesserung der Schreibkompetenz abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine empirische Untersuchung, bei der die Texte von sechs Probanden zu zwei unterschiedlichen Messzeitpunkten auf orthographische Normverstöße hin ausgewertet werden.
Was genau wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Regeldarstellung und eine detaillierte Analyse der Fehlerhäufigkeit bei zwei verschiedenen Schreibaufgaben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten über die Begriffe Apostroph, Rechtschreibdidaktik, Fehleranalyse, Germanistik und Interpunktion definieren.
Welche Kategorie der Apostrophsetzung erwies sich in der Studie als besonders fehlerträchtig?
Die Analyse ergab, dass die Setzung des Apostrophs im Genitiv von Eigennamen, die auf einen s-Laut enden, für die Probanden am schwierigsten war.
Wie lautet die didaktische Kernempfehlung des Autors?
Der Autor empfiehlt, angesichts der identifizierten Unzulänglichkeiten gezielte, regelbasierte Übungen in den Unterricht zu integrieren, um die Studierenden im Umgang mit dem Apostroph zu schulen.
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- Mag. Mohamed Chaabani (Autor), 2014, Der Apostroph im Fremdsprachenunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274275