Der Schleier des Nichtwissens ist ein zentrales Konzept in der modernen politischen Philosophie, insbesondere in den Theorien von John Rawls. Es geht davon aus, dass Individuen unter Bedingungen des Nichtwissens Entscheidungen über die Grundstruktur einer Gesellschaft treffen sollen, ohne zu wissen, welche Position sie in dieser Gesellschaft einnehmen werden. Dieses Konzept wird verwendet, um Prinzipien der Gerechtigkeit zu entwickeln, die fair und impartial sind. Die Diskussion um den Schleier des Nichtwissens berührt auch Fragen der Gesellschaftsvertrags-theorie, die von Autoren wie Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau entwickelt wurde. In diesem Kontext wird der Schleier des Nichtwissens als ein Mittel verwendet, um die Legitimität von politischen Entscheidungen zu begründen. Du findest wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema als PDF und eBook, viele auch als Print-on-Demand, bei GRIN.