Die Forschung rund um die Figur des Malte setzt sich intensiv mit der Transformation des lyrischen Ichs hin zu einer komplexen, modernen Subjektivität auseinander. Zentrale Themen sind dabei die Auseinandersetzung mit der urbanen Moderne, die Darstellung von Angstzuständen sowie die Reflexion über das Verhältnis von Mensch und Metropole. Auch die religiösen und mystischen Dimensionen sowie die formale Gestaltung des Textes als eine Mischung aus Tagebuch und philosophischem Essay bilden wesentliche Forschungsfelder der Germanistik. In der Analyse werden oft die Grenzen zwischen Realität und Wahrnehmung sowie die psychologischen Tiefenstrukturen der Figur untersucht. Debatten drehen sich häufig um die Funktion der Sprache bei der Bewältigung existentieller Krisen und die Rolle des Motivs des Fremdseins in der modernen Literatur. Durch die Untersuchung dieser Aspekte lässt sich die Entwicklung literarischer Erzählformen im frühen 20. Jahrhundert nachvollziehen. Du findest zu diesem Thema wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.